Auszeichnung für Bucher Arzt und Wissenschaftler

Die Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL® – Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention hat Mediziner und Nachwuchsforscher ausgezeichnet, deren Arbeiten einen wichtigen Beitrag zum Verständnis von durch Bluthochdruck bedingten Folgeerkrankungen geleistet haben. Der höchste Preis wurde in diesem Jahr Prof. Dr. Ralf Dechend (Charité-Universitätsmedizin Berlin und Helios Klinikum Berlin-Buch) und Prof. Dr. Dominik N. Müller (Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin) verliehen.

Deutsche Hochdruckliga fördert Hypertonieforschung mit Wissenschaftspreisen

Bucher Arzt und Wissenschaftler Prof. Dr. med. Ralf Dechend gehört 2018 zu den Ausgezeichneten

Prof. Dechend und Prof. Müller leiten in Berlin-Buch gemeinsam die Gruppe „Hypertonie-vermittelter Endorganschaden“ am Experimental and Clinical Research Center (ECRC). Prof. Dechend ist Kardiologe im Helios Klinikum Berlin-Buch.

Im Mittelpunkt ihrer Forschung stehen das Renin-Angiotensin-System, das Immunsystem und die Frage, wie diese Systeme Hypertonie bedingte Endorganschäden verursachen. Beide Wissenschaftler machten wegweisende neue Erkenntnisse, u.a. auch über schwangerschaftsbedingte Hypertonie/Präeklampsie. Die Preisvergabe fand im festlichen Rahmen des 42. Wissenschaftlichen Kongresses der Deutschen Hochdruckliga e. V. DHL® – Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention in Berlin statt. Das diesjährige Motto war „Hypertonie, auf Herz und Niere geprüft“.

„Wir freuen uns mit unserem Kollegen Ralf Dechend über diese besondere Auszeichnung. Seit vielen Jahren forscht er in Berlin-Buch und betreut in unserem Geburtenzentrum Schwangere mit Bluthochdruck“, sagt Prof. Dr. med. Henning T. Baberg, Chefarzt der Klinik und Poliklinik für Kardiologie und Nephrologie und Ärztlicher Direktor des Helios Klinikums Berlin-Buch.

Bluthochdruck bei Schwangeren kann Anzeichen für eine Präeklampsie, eine Sonderform der Hypertonie, sein. In diesem Fall arbeitet das Geburtshilfeteam eng mit dem Spezialisten Prof. Dr. med. Ralf Dechend zusammen.

„Diagnostik und Therapie der Hypertonie in der Schwangerschaft ist komplex und erfordert von Anfang an eine interdisziplinäre Betrachtung“, so Prof. Dechend.

Die Suche nach den Ursachen der Erkrankung hat bereits wichtige Erkenntnisse gebracht: So wurde bei Präeklampsie-Patientinnen ein aggressiver Antikörper festgestellt, der bei gesunden Schwangeren nicht vorkommt. Dieser richtet sich gegen den Angiotensin-Rezeptor, der den Blutdruck in den Gefäßen reguliert. In in-vitro Untersuchungen konnten die Bucher Forscher mit molekularbiologischen Methoden nachweisen, dass der Autoantikörper Zellen so verändert, dass entzündungsfördernde und Wachstumsprozesse verursacht werden. In Weiterbildungen lässt Dr. Dechend das Team des Geburtenzentrums an den Erkenntnissen zur Präeklampsie teilhaben. Auf diese Weise ist es bestens gerüstet, betroffenen Patientinnen zu helfen.

Quelle: PM Helios-Klinikum

Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention

ECRC Experimental and Clinical Research Center (ECRC) von MDC und Charité

Posted on 29. November 2018, in Forschung, Medizin und Gesundheit. Bookmark the permalink. Leave a Comment.

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