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Bausenator Geisel zu Gast am Zukunftsort Berlin-Buch

Bezirksbürgermeister Sören Benn und Bausenator Andreas Geisel vor dem Neubau der Grundschule Karower Chaussee (Foto: Jonas Teune / BA Pankow)

Am 28. Juli besuchte Bausenator Geisel auf Einladung des Bezirksbürgermeister Sören Benn den Zukunftsort Berlin-Buch. Der Stadtteil wird in den nächsten Jahren nachhaltig erneuert – Gesundheitswirtschaft, Wohnen und Leben werden wachsen. Auf einer Radtour zeigten Sören Benn und Bezirksstadträtin Rona Tietje dem Bausenator daher die Bereiche, die sich besonders stark entwickeln werden.

Start war auf dem Wissenschafts- und Technologiecampus. Dr. Christina Quensel und Dr. Ulrich Scheller, Geschäftsführende der Campus Berlin-Buch GmbH, stellten die Potenziale des biomedizinischen Campus vor, auf dem aus Wissenschaft Wirtschaft wird. Der BiotechPark gehört mit 73 Firmen zu den größten in Europa. Aktuell entsteht ein neues Gründerzentrum BerlinBioCube, in dem Start-ups bis zu 400 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen können. Der Bedarf nach zusätzlichen Flächen für Biotech-Firmen ist groß: Auf der benachbarten Brunnengalerie soll der Campus deshalb auf einer Fläche von 9 ha für forschungsnahes Gewerbe erweitert werden.

Die Tour führte über die Brunnengalerie nach Buch Süd und zur Fläche Am Sandhaus, wo zwei neue nachhaltige Quartiere mit 3.500 Wohnungen geplant sind. Das Ludwig-Hoffmann-Quartier  wächst noch um 500 Wohnungen. Aktuell entsteht eine neue Grundschule, und es werden weitere Schulen, Kitas und ein Bildungs- und Integrationszentrum entstehen. Auch die Infrastruktur mit Parks, Radwegen wird erneuert.

„Wohnen, Gewerbe und Wissenschaft zusammenzubringen – das hat schon Potenzial”, sagte Senator Geisel. „Es war ein anregender Austausch über konkrete Projekte vor Ort. Berlin braucht mehr bezahlbare Wohnungen, aber auch soziale Infrastruktur und Freiflächen. Meine Verwaltung und das Bezirksamt Pankow arbeiten eng zusammen, um all das hier in Buch entstehen zu lassen.“

Quelle: Berlin-Buch

Zukunftsort Berlin-Buch

Buch V/Am Sandhaus: Nicht dichter, sondern höher

 

Das Biotop Moorlinse soll durch flächensparendes Bauen in seiner Nachbarschaft dauerhaft geschützt werden. Das beschloss die BVV auf Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen mit Unterstützung der Verordneten von Linken und SPD.

Für das Areal Am Sandhaus in Buch ließ der Senat in den vergangenen beiden Jahren einen Masterplan erarbeiten. Neben 2400 bis 3000 Wohnungen sollen auf einer bisher unbebauten Fläche zwischen der Straße Am Sandhaus und der S-Bahntrasse auch Kitas und eine Grundschule entstehen. Im Bezirk gibt es allerdings die Befürchtung, dass die Bebauung das Biotop Moorlinse stark beeinträchtigen könnte. Der Grund: Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung plant den Bau zweier großer Wohnblöcke in unmittelbarer Nähe des Biotops. Das will die Mehrheit der Pankower Verordneten verhindern.

Sensibles Biotop

Die Moorlinse ist ein offenes Gewässer, das für Wasservögel von herausragender und überregionaler Bedeutung sei. Die Natur sei so sensibel, dass dort keinerlei Eingriffe erlaubt sind – das ist jedenfalls die Meinung des Bezirksamts. Genau dort, wo laut Senatsverwaltung die Wohnblöcke hinsollen, prüfte das Amt vor vier Jahren die Möglichkeit, eine Erweiterung des benachbarten Naturerfahrungsraums einzurichten. Dabei handelt es sich um einen natürlichen Spielplatz mit Umweltbildungsangeboten. Das wurde mit dem Hinweis abgelehnt, dass es sich bei der Moorlinse um ein sensibles Biotop handle.

Nicht dichter ran, sondern höher bauen

Dass der Senat nun mit zwei Wohnblöcken sehr nah an die Moorlinse heranrücken möchte, ist nach Meinung der Verordneten nicht hinnehmbar. „Das geht so nicht, denn die Moorlinse ist essenziell für den Artenschutz und darf auf gar keinen Fall zu nah bebaut werden“, erklärt Axel Lüssow, Sprecher für Klimaanpassung der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. In ihrem Antrag schlugen die Verordneten deshalb vor, ausreichende Pufferzonen einzurichten und Wohnraum durch klimaangepasstes und flächensparendes Bauen in den übrigen Teilen des künftigen Wohnquartiers Am Sandhaus zu schaffen.

„Natürlich braucht Berlin bezahlbare Wohnungen, und Buch ist dafür geeignet“, ergänzt Lüssow. „Wenn wir die Wohnblöcke im restlichen Entwicklungsgebiet etwas höher bauen, wird weniger Boden versiegelt und es kann eine ausreichende Pufferzone zur Moorlinse eingehalten werden. Auf diese Art können wir störende Einwirkungen auf das Biotop reduzieren und sicherstellen, dass die heimischen Brutvögel sich dort weiter entfalten.“

Von Bernd Wähner

Lesen Sie bitte hier weiter

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Initiative Buch Am Sandhaus

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen/Am Sandhaus

Biotop Moorlinse Buch – Artenschutz und Klimaanpassung durch flächensparendes Bauen

Das war Thema auf der letzten Sitzung der BVV Pankow:

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23. 06. 2022

Tagesordnung – Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bebauungsplanung und Genehmigungen

 

Ö 3.1 Naturschutzgebiet Moorlinsen ausweisen und Lückenschluss Landschaftsschutzgebiet Buch 


Initiative Buch Am Sandhaus

Stand der Planung für das neue Stadtquartier Am Sandhaus – Aus der Zeit gefallene Planung widersprechen „Berliner Erklärung“ von renommierten Forscher*innen zum Umgang mit Klima- und Artenkrise

Im Ausschuss für Stadtentwicklung der BVV Pankow wurde am Donnerstag, 2. Juni der Stand des Masterplanverfahrens der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Bauen und Wohnen (SenSBW) vorgestellt. Die Initiative Buch Am Sandhaus hat hiervon von Mitgliedern der BVV erst im Nachhinein erfahren. Dies, obwohl sich die Initiative mehrfach bei der SenSBW zum Stand erkundigt hatte. Stattdessen hat SenSBW den Artikel in der Morgenpost, zu dem wir am 07.06. berichtet haben (link zu post) schreiben lassen.

Die Informationen, die wir bisher zum Stand der Planungen haben sind in Bezug auf die zeitliche Abfolge der nächsten Planungsschritte widersprüchlich.  Wir bemühen uns weiter, den Nebel der Informationspolitik von SenSBW zu lichten. Dazu bald mehr.

Wohnungsbau oder Naturschutz?

Auf der Webseite der Initiative Buch Am Sandhaus entdeckte ich kürzlich den Artikel des “Bucher Boten”, den ich hier auch veröffentlichen möchte. Diskutieren Sie mit!

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Initiative Buch Am Sandhaus

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen/Buch V Am Sandhaus

mein.berlin/Am Sandhaus

Entwicklungsstadt Berlin/Am Sandhaus

Abenteuer- und Archäologiespielplatz Moorwiese

Buch V/Am Sandhaus: 2. Themenwerkstatt zur Erarbeitung des Masterplans

2. Themenwerkstatt zur Erarbeitung des Masterplans

 

Am 27.10.2021 ab 17:30 Uhr findet die 2. Themenwerkstatt zur Erarbeitung des Masterplans  statt. Weitere Informationen hierzu folgen.

Tagesspiegel Leute Pankow: Ärger in Buch

“Tagesspiegel-Leute für Pankow”

“Am Sandhaus: Initiative kritisiert Baupläne als “Desaster”. Ärger in Buch: Die „Bürgerinitiative Buch/Am Sandhaus“ hat scharfe Kritik an der Entscheidung im Gutachterverfahren für das Planungsgebiet Buch/Am Sandhaus geäußert. Der Zuschlag für den Entwurf der Büros Wessendorf/Grieger sei „eine Entscheidung gegen das eindeutige Stimmungsbild“ in der Anwohnerschaft und „gegen nachhaltige Entwicklung und Naturschutz“.

Der Siegerentwurf sieht vor, im Plangebiet zwischen dem ehemaligen DDR-Stasi-Krankenhaus und der Moorlinse 2800 Wohnungen zu errichten. Diese sollen rund um eine „urbane Dorfstraße“ mit zwei Angern angeordnet werden. Der Baustart ist nicht vor 2023 zu erwarten.

Der Entwurf habe von allen drei Varianten „den größten ökologischen Fußabdruck“, erklärte Gisela Neunhöffer, eine der Sprecherinnen der Initiative. Neben der Ablehnung bei der Online-Bürgerbeteiligung habe es daran eindeutige Kritik des Umweltamtes Pankow, der Landesforstbehörde und von Umwelt- und Naturschutzverbänden gegeben, die jedoch „ignoriert“ worden sei, so Neunhöffer.

Dass alle Einwände so klar ignoriert wurden, sei ein Schlag ins Gesicht der Bucherinnen und Bucher sowie der vielen im Gebiet Naherholung Suchenden“. Es sei noch nicht einmal die Existenz der Kinder- und Jugendprojekte im Gebiet dauerhaft gesichert worden. Neunhöfer: „Für das Vogelparadies Große und Kleine Moorlinse bedeutet die Entscheidung eine massive Gefährdung.“

Auch aus Sicht der Verkehrswende sei diese Entscheidung „ein Desaster“. Der ÖPNV, insbesondere die S-Bahnlinie 2, platze im Berufsverkehr „jetzt schon aus den Nähten“. Entlang der S2 seien auf Berliner Gebiet rund 15.000 Wohnungen geplant (in Buch 4150; in Karow 3150; im Blankenburger Süden 5500; am Pankower Tor 2000), „ohne dass der Takt zeitnah erhöht wird oder andere Kapazitätserweiterungen in Sicht sind“, so Neunhöffer weiter. „Der komplette Kollaps ist programmiert.“


Neue Wohnungen geplant: Zoff um Waldhaus Buch. Und nochmal Ärger in Buch. Das frühere Krankenhausgelände soll nach jahrzehntelangem Dornröschenschlaf wiederbelebt werden – und darum gibt es in der Lokalpolitik nun mächtig Trouble. Das Bezirksamt stellte das Projekt vergangene Woche den Bezirksverordneten im Stadtentwicklungsausschuss vor. Die staunten nicht schlecht, wie weit fortgeschritten die Pläne bereits sind. Das Bezirksamt hat bereits einen Bauvorbescheid für ein neues Wohnquartier am Waldhaus gestellt – ohne die Verordneten zu informieren. Dabei hatte die BVV doch in der Affäre um das Colosseum ein „Frühwarnsystem“ für wichtige Projekte beschlossen.

Die CDU kritisiert den zuständigen Bezirksstadtrat Vollrad Kuhn (Grüne) deswegen scharf. „Das ist mal wieder ein Kuhn‘scher Vorgang“, sagt CDU-Fraktionschef Johannes Kraft. „Das Waldhaus hat erhebliche Bedeutung, das hätte autoaktiv vom Bezirksamt vorgestellt werden müssen.“ Stattdessen habe Kuhn „wieder alles allein durchgezogen“.

Das sogenannte Waldhaus wurde 1905 als Tuberkulose-Heilstätte in Buch eröffnet. Seit 1992 steht es leer. Geplant ist nach Angaben des Bezirksamts nun ein Quartier mit etwa 200 Wohnungen. Das Waldhaus soll als Wohnhaus saniert werden, direkt nordöstlich sind neun Neubauten mit 3 oder 5 Geschossen plus einem „Staffelgeschoss“ vorgesehen. Entstehen sollen 66 Wohnungen zwischen 30 und 120 Quadratmetern im Waldhaus selbst, dazu kommen 140 Neubauwohnungen zwischen 40 und 100 Quadratmetern.

Umsetzen soll das Vorhaben die private Projektgesellschaft „Waldhaus Buch“ in Kooperation mit der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Howoge, so Kuhn. Das Gelände gehört noch der Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM). „Das Projekt soll unmittelbar nach Inkrafttreten des Kaufvertrages umgesetzt werden“, erklärt Stadtrat Kuhn. Der Kaufvertrag liege derzeit dem Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses zur Bestätigung vor.

Auch die SPD kritisiert das Bezirksamt scharf. „Dass zu diesem wichtigen Standort über Jahre Verhandlungen und Planungen ohne jedwede Information der BVV geführt werden, wäre unter Bezirksstadtrat Kirchner undenkbar gewesen und entspricht dem Stil des Amtes unter dem bündnisgrünen Bezirksstadtrat Kuhn“, erklärt Fraktionschef Roland Schröder.

Kuhn räumt auf Nachfrage einen „Fehler“ in seinem Amt ein. Der Bauvorbescheid sei zwar schon im August 2020 erteilt worden „und damit noch vor dem genannten BVV-Beschluss“, sagt er. Trotzdem hätte die BVV durch die monatlich übergebenen Bauliste „informiert werden sollen“.

Wegen des dramatischen Personalmangels im Bezirksamt sei das Waldhaus jedoch schlicht übersehen worden. Kuhn: „Die verantwortlichen Führungskräfte wurden deswegen von mir gerügt und aufgefordert, solche Versäumnisse abzustellen und sich an die Dienstanweisungen zu halten.“ Doch es sei kein Vorsatz gewesen, kein Bauvorhaben werde aus der Prioritätenliste „bewusst ausgenommen“. Laut Kuhn können auch künftig „vergessene Altfälle punktuell noch auftauchen“.

Kuhns Erklärung, die Planung habe vor dem „Frühwarnsystem“-Beschluss begonnen, sei eine „Ausrede“, findet SPD-Politiker Schröder. „Das zeugt von einer Geisteshaltung, bei der gegenseitige Information und die gemeinsame Arbeit an wichtigen Themen sowie die Lösung von Problemen offenkundig nicht gewünscht sind.“

Inhaltliche Kritik übt die CDU. Es gehe nicht darum, Wohnungen zu verhindern, sagt Fraktionschef Kraft. Doch der Bauvorbescheid sei auf der Basis des „Lückenschlussparagrafen“ 34 im Baugesetzbuch erteilt worden. Dabei habe das Bezirksamt früher behauptet, es handle sich um einen planerischen „Außenbereich“, für den ein Bebauungsplan notwendig sei. „Plötzlich sieht man hierfür nicht mehr die Notwendigkeit “, so Kraft. Außerdem habe das Bezirksamt „keinerlei Verkehrskonzept“ vorgelegt – zudem sei auch kritisch zu sehen, wie sich die Neubauten in die Umgebung einfügten: „Da befinden sich bisher Einfamilienhäuser.“

Die CDU hat nun Akteneinsicht beantragt. Eigentlich müsse man nach der Missbilligung Kuhns durch die BVV in der Colosseums-Affäre nun einen Abwahlantrag stellen, so Kraft. „Denn deutlicher kann das Bezirksamt nicht machen, dass man sich nicht für Bürger und BVV interessiert.“ Auf eine Abwahl wolle man angesichts der nahen Wahl aus Zeitgründen jedoch verzichten.

Selbst die Grünen sind mit dem Vorgehen ihres Stadtrats unzufrieden. Zwar sei es eine „gute Nachricht“, dass das Waldhaus nach vielen Jahrzehnte Leerstand nun wieder genutzt werden soll, sagt die Fraktionschefin Cordelia Koch. Es sei auch zu begrüßen, „dass Sören Benn und Vollrad Kuhn das Projekt vorangetrieben haben“. Doch: „Die Informationspolitik des Bezirksamts ist leider mal wieder mangelhaft.“

Wie SPD und CDU sind die Grünen der Meinung, „dass hier zwingend ein Bebauungsplan hätte aufgestellt werden müssen“. Auch die ÖPNV-Anbindung und auch andere Fragen zur Infrastruktur müssten laut Koch „dringend geklärt werden“.

Christian Hönicke, Tagesspiegel

Buch V/Am Sandhaus: Online-Beteiligung Phase 3

Änderungen des FNP 05/98

Im AmtsblattAmtsblatt für Berlin Nr. 44 vom 25. Oktober 2019 wurde u. a. folgendes veröffentlicht:

Bekanntmachung vom 10. Oktober 2019

Änderung des Flächenutzungsplanes Berlin in Teilbereichen – Ergebnis der Prüfung von Stellungnahmen (Anregungen)

„Buch V/Am Sandhaus/ehemalige Krankenhäuser (laufende Nummer 05/98) (Flächen zwischen Bundesautobahn A 10 nördlicher Berliner Ring, Hobrechtsfelder Chaussee, Pölnitzweg sowie der Gleistrasse der Stettiner Bahn) Neustrukturierung des westlichen Ortsteils, Erweiterung des Stadtquartiers Buch als Wohnungsbaustandort, Sicherung von Wald- und Grünflächen Der als „Buch V“ 1998 eingeleitete Änderungsbereich wurde seit der öffentlichen Auslegung in 2018 unter einem präzisierten Titel weitergeführt. (Einleitungsbeschluss vom 8. Januar 1998, ABl. S. 227“

Hier einige kurze Auszüge:

„Mit der vorliegenden FNP-Änderung werden nun die planerischen Grundlagen geschaffen, eine der großen Neubauflächen Berlins in landschaftlich reizvoller Lage (Naturpark Barnim) mit direkter Anbindung an die Innenstadt über den S-Bahnhof Buch entwickeln zu können.

..

Zum anderen ist für die Entwicklung des geplanten Stadtquartiers Buch ein ausreichendes Angebot an Wohn- und Gewerbeflächen zwingend erforderlich, dass jedoch vorrangig durch die verdichtete Nachnutzung auf bereits versiegelten bzw. bebauten Flächen entstehen soll.

..

Verkehr

In den Stellungnahmen werden auch vielfach Bedenken hinsichtlich der Kapazität und Belastbarkeit der verkehrlichen Infrastruktur geäußert. Das Plangebiet der FNP-Änderung ist allerdings an das übergeordnete Straßennetz durch die Straßenzüge Hobrechtsfelder Chaussee und Wiltbergstraße direkt angebunden bzw. in Weiterführung der Straßen besteht eine Anbindung an das Umland, einen Anschluss an die Bundesautobahn und in Richtung Innenstadt. Für den Wohnungsbaustandort östlich der Bahn ist die Planung der verlängerten Max-Burghardt-Straße eine Option zur Entlastung der Wiltbergstraße und die Erschließung des Quartiers.“

Die “Moorlinse” liegt in einer Grünfläche mit der Nutzungsbeschränkung zum Schutz der Umwelt eines Landschaftsschutzgebietes. Diese Darstellung ist für die Sicherung des Gewässers ausreichend.”

Hier finden Sie den gesamten FNP.

Prioritäten für die Entwicklung von Wohnungsbaustandorten im Bezirk Pankow

 

Auf der Sitzung der BVV Pankow am 11. September 2019 wurde über den aktuellen Stand der Wohnungsbauvorhaben beraten. Ich kann Ihnen an dieser Stelle nicht sagen, ob diese Vorlage so von der BVV angenommen wurde. Wir möchten Sie aber über den Stand informieren.

Drucksache – VII-1203

Vorlage zur Kenntnisnahme
für die Bezirksverordnetenversammlung gemäß § 13 BezVG

2. Zwischenbericht

Prioritäten für die Entwicklung von Wohnungsbaustandorten im Bezirk

Wir bitten zur Kenntnis zu nehmen:

In Erledigung des in der 42. Sitzung am 14.09.2016 angenommenen Ersuchens der Bezirksverordnetenversammlung – Drucksache Nr.: VII-1203 –

„Die BVV möge beschließen:

In Anbetracht des anhaltenden starken Nachfrageüberhangs auf dem Wohnungsmarkt und der angespannten Situation bei der Wohnraumversorgung von Haushalten, die sich in Pankow nicht auf dem Wohnungsmarkt versorgen können, sind dem subventionierten öffentlichen Wohnungsneubau die Baulandentwicklung zu ermöglichen und dem freifinanzierten privaten Wohnungsneubau die erforderlichen infrastrukturellen Rahmenbedingungen zu setzen. Dazu ist die Versorgung mit sozialer, grüner, technischer und verkehrlicher Infrastruktur sicherzustellen.

Für die Realisierung eines Großteils dieser zusätzlichen Wohnbebauung sind die planungsrechtlichen Voraussetzungen auf neuen, größeren Wohnbaustandorten erst noch zu schaffen.

  1. Die BVV Pankow beschließt daher zu den im Wohnbaukonzept erfassten, analysierten und dargestellten Standorten folgende Vorgaben und Prioritäten für die weitere Bearbeitung und das weitere Vorgehen:

Priorität 1:

Fortführung der im Verfahren befindlichen Bebauungspläne

a) XVIII-27 = Karow Süd,

b) XVIII 31= Blankenburg, Triftstraße (reduzierte, sich einfügende Bebauung)

c) 3-18 = Wilhelmsruher Tor

d) 3-41 = Heinersdorf, Idunastr./Neukirchstr.

e) 3-59 = Ludwig-Quidde-Straße

f) 3-60 = Pankower Tor

Priorität 2:

Prüfung und Konkretisierung von Planungszielen, infrastrukturellen Voraussetzungen, Bebauungskonzeptionen von für folgende in der Drucksache VII-0365 aufgeführten Wohnbaupotenzialflächen:

a) B-Plan XVIII 25a = Am Teichberg/Anbindung zur B2 im Ortsteil Karow

b) Buch IV

c) Michelangelostraße

Priorität 3:

vertiefende Untersuchung von weiteren im Wohnbaukonzept
aufgeführten Standorten:

a) Am Sandhaus (süd-östlich), XIX – 35 a+b neu, mit neuer Gebietsabgrenzung

b) Blankenburger Pflasterweg südlich vom Ortsteil Blankenburg

c) der Bereich östlich der Heinersdorfer Straße

d) die ehemaligen Krankenhausbereiche ÖB VI und ÖB VII (ggf. Verlagerung der Potenzialflächen zur Straße Am Sandhaus)

e) XVIII-30 d = Karower Damm/Lindenberger Weg

Im Ergebnis der Untersuchungen ist darzustellen, ob und in welchem Umfang diese Standorte für eine Bebauung mit Mehrfamilienhäusern geeignet sind. Dazu sollen der BVV Pankow entsprechende städtebauliche Konzepte bzw. Entwürfe sowie planungs­rechtliche Einschätzungen vorgelegt werden, damit die BVV über das weitere Vorgehen befinden kann.

2. Die BVV Pankow ersucht das Bezirksamt weiterhin, Untersuchungen oder Planungen für alle weiteren im Wohnbaukonzept aufgeführten Standorte bis zu einer erneuten Beschlussfassung der BVV Pankow in dieser Sache ruhen zu lassen und zurückzustellen, es sei denn, die Anwendung von § 34 BauGB bei Standorten mit weniger als 100 WE ist gemäß Wohnbaukonzept möglich.

3. Der BVV Pankow ist mindestens jährlich zur Umsetzung dieses Beschlusses in einer detaillierten Vorlage zur Kenntnisnahme zu berichten.” –

wird gemäß § 13 Bezirksverwaltungsgesetz berichtet:

Die Entwicklung von Wohnbaustandorten im Bezirk Pankow erfolgt entsprechend der in der vorliegenden Drucksache benannten Prioritätensetzung:

Priorität 1:

a)     Die Voraussetzungen für eine Entwicklung des Wohnungsneubau­schwerpunktes Karow Süd wurden im Wege der Rahmenplanung Karow geprüft und konkretisiert. Nach Vorliegen weiterer Fachgutachten zu den Themen Umwelt, Boden, Wasser soll in einem konkurrierenden Verfahren ein städtebauliches Konzept gefunden und das Bebauungsplanverfahren XVIII-27 fortgeführt werden.
 

b)     Für das Wohnungsneubauvorhaben zwischen Lautentaler und Triftstraße befindet sich der vorhabenbezogene Bebauungsplan 3-67VE im Verfahren. Nach Abschluss der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange erfolgt derzeit die Vorbereitung der nächsten Verfahrensschritte.
 

c)   Das städtebauliche Konzept für den Wohnungsneubauschwerpunkt Wilhelmsruher Tor, Bebauungsplan 3-18, muss nach Vorliegen eines Geruchsgutachtens und der Überschreitung der entsprechenden Orientierungswerte der Geruchsimmissionsrichtlinie (GIRL) grundsätzlich überdacht werden. Als Grundlage der erforderlich werdenden Überarbeitung des städtebaulichen Konzeptes befindet sich derzeit eine Windfeldanalyse in Beauftragung.
Des Weiteren befinden sich eine Verkehrsuntersuchung und ein Gutachten zur Niederschlagsentwässerung in Bearbeitung.
 

d)     Für den Bebauungsplan 3-41 Iduna-/Neukirchstraße befinden sich die Verhandlungen zum städtebaulichen Vertrag nach Berliner Modell der kooperativen Baulandentwicklung kurz vor dem Abschluss. Nach Abschluss des städtebaulichen Vertrages kann die Offenlage des Bebauungsplans voraussichtlich Anfang 2020 erfolgen.
 

e)     Der Bebauungsplan 3-59 Ludwig-Quidde-Straße wird prioritär bearbeitet. Nach entsprechenden Hinweisen in der Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange wird nunmehr ein Bodengutachten erarbeitet, das Klarheit über mögliche schützenswerte Böden geben soll. Nach Abschluss dieses Bodengutachtens muss geklärt werden, inwieweit der Bebauungsplan und der ihm zugrundeliegende städtebauliche Entwurf angepasst werden muss.
 

f)    Der Bebauungsplan 3-60 Pankower Tor wird prioritär vorbereitet.
Derzeit erfolgen noch erforderliche Vorklärungen (Mobilitätskonzept, Einzelhandelsuntersuchung, Abstimmungen mit den Verfahrensbeteiligten). Zur Klärung des städtebaulichen Konzepts soll ein konkurrierendes Verfahren durchgeführt werden. Sobald ein abgestimmtes Ergebnis vorliegt, kann der Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan 3-60 Pankower Tor gefasst werden.

 

Priorität 2:

a) Die Voraussetzungen für eine Entwicklung des Wohnungsneubau­schwerpunktes Karow Teichberg wurden im Wege der Rahmenplanung Karow geprüft und konkretisiert. Nach Abschluss des Planfeststellungsverfahrens zur B2-Anbindung sowie dem Vorliegen weiterer Fachgutachten zu den Themen Umwelt, Boden, Wasser soll – nach Möglichkeit in einem konkurrierenden Verfahren – ein städtebauliches Konzept gefunden und das Bebauungsplanverfahren XVIII-25a fortgeführt werden.
 

b) Buch IV
Buch IV liegt in der Flächenkulisse des Rahmenplans Buch-Süd, für den derzeit eine Potenzialuntersuchung für einen Gemeinschaftsschulstandort durchgeführt wird. Der Rahmenplan Buch-Süd befindet sich derzeit in der Abstimmung und soll nach Möglichkeit noch in 2019 beschlossen werden.


c) Michelangelostraße
Der Beteiligungsprozess wurde durch die Gruppe Vorbereitende Bebauungsplanung des Fachbereichs Stadtplanung des Stadtentwicklungsamts abgeschlossen. Die Gruppe Verbindliche Bauleitplanung des Fachbereichs Stadtplanung des Stadtentwicklungsamts bereitet derzeit einen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan vor.

 

Priorität 3:

Vertiefende Untersuchung von weiteren im Wohnbaukonzept aufgeführten Standorten:

Nach erfolgter Änderung des Flächennutzungsplans für die Flächen a) Am Sandhaus und d) die ehemaligen Krankenhausbereiche ÖB VI und ÖB VII erfolgt derzeit die Klärung, ob die weitere Planung weiterhin durch den Bezirk Pankow von Berlin oder aber durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen erfolgen soll.

Die Flächen b) Blankenburger Pflasterweg südlich vom Ortsteil Blankenburg und c) der Bereich östlich der Heinersdorfer Straße befinden sich im Untersuchungsbereich „Blankenburger Süden“. Die vorbereitenden Untersuchungen nach § 165 BauGB werden durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen durchgeführt.

e) Für die Flächen im Bebauungsplan XVIII-30 d (Karower Damm/ Lindenberger Weg) wurden vom Grundstückseigentümer städtebauliche Entwürfe erarbeitet und dem Stadtentwicklungamt zuletzt 2018 vorgestellt. Weitere Abstimmungen sind seither nicht erfolgt.

Step Wohnen Berlin 2030 beschlossen

Senat beschließt Stadtentwicklungsplan Wohnen 2030

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

In der gestrigen Sitzung des Berliner Senats wurde mit dem „Stadtentwicklungsplan (StEP) Wohnen 2030“ ein neuer Masterplan für die Wohnungsbauentwicklung in Berlin vorgelegt. 194.000 neue Wohnungen werden bis 2030 gebraucht, mindestens die Hälfte als gemeinwohlorientierter Wohnraum für breite Bevölkerungsschichten. Dazu Senatorin Katrin Lompscher: „Verteilt über das gesamte Stadtgebiet brauchen wir vor allem für die Menschen zusätzlichen Wohnraum, die es am Wohnungsmarkt aufgrund ihrer Einkommenssituation besonders schwer haben. Paris oder London, wo sich selbst Normalverdiener die Miete kaum noch leisten können, sind warnende Beispiele.“

Hier finden Sie die gesamte PM

HierHier finden Sie den beschlossenen Step Wohnen 2030

Wir haben für Sie kurz hineingeschaut, welche Aussagen es für den geplanten Wohnungsneubau in Buch gibt.

Auf den Seiten 87/88 gibt es für Buch folgende Aussagen:

Wohnungsneubaustandorte ab 200 Wohneinheiten

Datenstand: 30.06.2018 (einschließlich in Realisierung befindlicher Vorhaben).

A = 200 bis 999 Wohneinheiten,

B = 1.000 bis1999 Wohneinheiten

C = 2.000 Wohneinheiten und mehr.

(grün) Kurzfristig (realisierbar binnen 3 Jahren, einschließlich in Realisierung).

(gelb) Mittelfristig (realisierbar binnen 7 Jahren).

(orange) Langfristig (realisierbar binnen 12 Jahren).

(blau) Potenzialflächen mit Prüfauftrag.

Am Sandhaus – mittelfristig; 2000 WE und mehr

Buch IV – mittelfristig; bis 999 WE

Ludwig-Hoffmann-Quartier – kurzfristig, bis 999 WE

Unter den 14 neuen Stadtquartiere befindet sich Buch (S. 85); bei der Weiterentwicklung bestehender Siedlungen befindet sich Buch Süd (Priorität II).

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