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Flüchtlingsunterkünfte bleiben vorerst

 

PM Bezirksamt Pankow vom 16. 12. 2019

Die Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete „AWO-Refugium“ in der Großcurthstraße in Buch wird zum 30. Juni 2020 geschlossen. Die Nutzung des Tempohomes in der Siverstorpstraße in Karow als Unterkunft für Geflüchtete wird zum 31. Juli 2020 beendet. Hintergrund für die Entscheidung, beide Einrichtungen noch bis zum Sommer zu betreiben, sind die Verzögerungen in der Umsetzung des Baus der Modularen Unterkünfte für Geflüchtete (MUF). Bislang konnten Berlin weit erst 16 von 30 Standorten aus der 2016 vom Senat und den Bezirken getroffenen Bauentscheidung in Betrieb genommen werden. Daher hat der Senat mit allen Bezirken Gespräche dazu geführt, Containerstandorte und Tempohomes für eine begrenzte Zeit weiter als Flüchtlingsunterkünfte zu nutzen. „Das Gelände des AWO-Refugiums in Buch ist mittelfristig als Standort für eine Gemeinschaftsschule vorgesehen. In der Siverstorpstraße in Karow ist ein Drehscheibenstandort Schule geplant. Erste bauvorbereitende Maßnahmen sind nach der Schließung der Unterkunft vorgesehen. Langfristig ist an dem Standort eine KiTa-Nutzung vorstellbar. „Ausschlaggebend für meine Zustimmung zu einem zeitlich befristeten Weiterbetrieb der beiden Einrichtungen bis Sommer 2020 ist, dass diese Vorhaben so wie vorgesehen auch umgesetzt werden können“, sagt Bezirksbürgermeister Sören Benn (DIE LINKE). Derzeit leben im AWO-Refugium in Buch 419 Personen. In der Siverstorpstraße in Karow sind 194 Menschen untergebracht. Im Großbezirk Pankow gibt es derzeit elf Unterkünfte für Geflüchtete, in denen 2869 Menschen leben – davon sind 970 Kinder und Jugendliche (Stand 13.12.2019). Die Verlängerung der Nutzung der beiden Einrichtungen ermöglicht dem Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) den Umzug der Bewohnerinnen und Bewohner in Zusammenarbeit mit dem Bezirk so zu gestalten, dass eine Folgeunterbringung möglichst innerhalb des Sozialraums bzw. des Bezirks Pankow möglich ist. Zudem dient die temporäre Verlängerung der Standorte der Sicherung von Unterbringungskapazitäten für Geflüchtete, die bereits eine Aufenthaltserlaubnis haben, aber wegen der angespannten Lage auf dem Berliner Wohnungsmarkt keine eigene Wohnung finden und deshalb weiterhin in Unterkünften leben müssen. Dies sind berlinweit derzeit etwa 11.000 Menschen. Weitere Informationen zu Unterkünften für geflüchtete Menschen in Pankow sind auf der Homepage des Bezirksamts eingestellt www.berlin.de/ba-pankow/. Für Rückfragen stehen das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten LAF zur Verfügung, Pressestelle Tel. 030 90225 – 0 und Pressestelle@LAF.Berlin.de sowie die Flüchtlingskoordinatorin des Bezirksamts, Frau Gust, Tel. 030-90295 2431 und Birgit.Gust@ba-pankow.berlin.de.

Flüchtlingsunterkünfte in Pankow

 

Bürgermeister Sören Benn zu Plänen für Bürgerstadt Buch

Neue Stadt“, „13. Bezirk“, „Leeres Baufeld“, „mutige Idee“, „Befreiungsschlag für Berliner Mietenproblem“, mit solcherlei Attributen wurden die kürzlich von der Bürgerstadt Buch AG veröffentlichten Ideen für Flächen u.a. auf den ehemaligen Rieselfeldern im Pankower Norden medial geadelt. Demnach könnten in den nächsten Jahren in zwölf Quartieren mehr als 30.000 Wohnungen für etwa 100.000 Menschen entstehen. 7,5 Quadratkilometer Fläche wären bei Politik, Verwaltung und Planern „in Vergessenheit geraten“ und die verkehrliche Erschließung des riesigen Areals sei kein Problem.

„Menschen in Bezirks- und Landespolitik, beim Senat und in unserer Verwaltung reiben sich am ersten Tag der Sommerferien verdutzt die Augen und können kaum glauben, dass hier eine Projektidee medial mit großen Aplomp „gehyped“ wird, ohne jeglichen Faktencheck“, erklärt Bezirksbürgermeister Sören Benn (Die Linke). „Hier ist überhaupt nichts vergessen worden und es erschließt sich mir nicht, warum das honorige Gremium hier die Festlegungen des Flächennutzungsplans (FNP) ignoriert“, so Benn weiter. Ein Großteil der bebaubaren Flächen befindet sich zudem bereits in Planung, etwa die Rahmenplanung Buch-Süd oder für den Bereich Sandhaus. Der größte Teil der Flächen kann jedoch als Forstfläche oder schlichtweg aus Gründen des Landschafts- und Naturschutzes nicht entwickelt werden. Die Flächen zwischen A 10 und A 114 sind als Gewerbeflächen im FNP ausgewiesen und werden derzeit in einer Studie unter Beteiligung von Senat, Bezirk und Wirtschaftsförderung in Richtung Gewerbe entwickelt. Insgesamt sind nur ca. 137 ha der von der Bürgerstadt Buch gekennzeichneten Flächen (769 ha) als Wohngebiete entwickelbar, das entspricht ca. 18 Prozent der von der Initiative in den Blick genommenen Fläche. „Die Aussage, dass sich 70 Prozent der Fläche in Landeseigentum befänden, können wir nicht nachvollziehen und dass die Region verkehrstechnisch gut erschlossen sein soll, ist absurd“, erklärt Sören Benn weiter.

Das Bezirksamt Pankow informiert über die Flächen im Einzelnen.
Eine Karte und alle Fakten zu den einzelnen Entwicklungsständen in der beigefügten Anlage.

(Quelle: PM Bezirksamt Pankow )

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