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Städtebaulicher Rahmenplan Buch-Süd

Städtebaulicher Rahmenplan Buch-Süd


Untersuchungsgebiet
Bild: Bezirksamt Pankow von Berlin

Das Untersuchungsgebiet für den Rahmenplan „Buch-Süd“ wird begrenzt durch die Wiltbergstraße im Norden, die Karower Chaussee im Osten, den Kappgraben im Süden und die Bahnlinie im Osten. Es ist im Wesentlichen geprägt durch die in industrieller Bauweise errichteten Wohngebiete „Buch III“ und „Buch IV“ mit den dazugehörigen Infrastruktureinrichtungen. Zusammenhängende Flächen im Süden sind noch unbebaut.

Grundsätzlich werden durch eine Rahmenplanung bestehende Entwicklungspotenziale in einem größeren zusammenhängenden städtischen Bereich ermittelt, untersucht und bewertet. Dabei werden bereits vorliegende Planungen überprüft und vertiefend untersucht. Der Rahmenplan selbst stellt keine Rechtsgrundlage dar, auf deren Grundlage z. B. Bauvorhaben genehmigt oder versagt werden können. Er gehört zu den sogenannten informellen Planungen.

Der Rahmenplan Buch-Süd wurde am 05.05.2020 durch das Bezirksamt Pankow von Berlin beschlossen. Die Ergebnisse stellen unter Einbeziehung aktueller Entwicklungen eine weitere Konkretisierung des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) für den Ortsteil Buch aus dem Jahr 2014/2015 dar. Hier wurden bereits eine Vielzahl von Handlungsfeldern und Maßnahmen benannt, die in den kommenden Jahren, vornehmlich auf der Grundlage des Programms „Stadtumbau“ umgesetzt werden sollen. Dabei spielen u. a. die Qualifizierung der sozialen Infrastruktur, die Aufwertung des Wegesystems und die Entwicklung des Pankeparks eine wichtige Rolle. Diese Themen bilden auch Schwerpunkte in der Rahmenplanung.

Ein weiterer Schwerpunkt im Rahmenplan ist die Untersuchung von Bauflächenpotenzialen und deren Integration in die bestehende städtebauliche Situation.

Es erfolgte eine Bestandsaufnahme u. a. durch die Auswertung von Plangrundlagen und Konzepten sowie die Ermittlung zusätzlicher Bedarfe für die Ausstattung mit Schulen, Kitas, Grün- und Spielflächen (soziale und grüne Infrastruktur). Des Weiteren wurde das Netz der Straßen und Wege sowie der technischen Leitungen betrachtet und konzeptionelle Aussagen getroffen. Ebenso wurde die Anbindung des neuen Wohnquartiers an den S-Bahnhof Buch betrachtet und auch das vorhandene Stellplatzangebot bewertet.


Städtebaulicher Rahmenplan
Bild: Bezirksamt Pankow von Berlin

Für die Potenzialflächen wurden Struktur- und Nutzungskonzepte in Varianten erarbeitet und in einem Diskurs mit den Fachverwaltungen, Eigentümern und sonstigen wichtigen Akteuren sowie den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort erörtert. Die dabei ermittelte Vorzugsvariante wurde in einem Bebauungs- und Nutzungskonzept unter Benennung von Maßnahmen, Handlungsempfehlungen und Umsetzungsstrategien konkretisiert und den Handlungsfeldern Wohnen, soziale Infrastruktur, Gewerbe und Einzelhandel, Freiraum und Mobilität zugeordnet.

Das bedeutendste Wohnungsbaupotenzial soll mit ca. 650 Wohneinheiten im südlichen Bereich „Buch IV“ als autoarmes Quartier ergänzen. Hierzu sind weitere vertiefende Konzepte und ein Bebauungsplanverfahren erforderlich.
Für den Teil von „Buch III“ (nördlicher Teil des Rahmenplangebiets) wurde untersucht, wie dieser durch Wohnungsneubau punktuell ergänzt werden kann.

Im Erarbeitungsprozess der Rahmenplanung wurden Standorte für den zusätzlichen Bedarf einer Gemeinschaftsschule im Bearbeitungsgebiet geprüft. Hierfür waren weitergehende Untersuchungen erforderlich, um die bevorzugte Eignung für einen Standort nachzuweisen und ein mit den zuständigen Fachämtern abgestimmtes Planungsergebnis zu erzielen. Dabei ging es u. a. um die Analyse naturräumlicher Gegebenheiten, Lärmschutz, Verkehrsbelastung und Erschließung. Im Ergebnis einer vergleichenden Standortanalyse wurde die Variante mit der Gemeinschaftsschule auf der nördlichen Brunnengalerie als Vorzugsvariante in den Rahmenplan übernommen.

Als weitere Maßnahmen für die soziale Infrastruktur sind auch die Aufwertung des Pankesportplatzes, die Sanierung der bestehenden Skateanlage und die Erweiterung der Hufelandschule vorgesehen. Mit dem Bau des Bildungs- und Integrationszentrums auf der nördlichen Spitze der „Brunnengalerie“ soll 2022 begonnen werden.

Während der nördliche Teil der „Brunnengalerie“ nun insgesamt der sozialen Infrastruktur vorbehalten sein wird, ist für den südlichen Teil hauptsächlich die Ansiedlung von Gewerbe mit dem Schwerpunkt biomedizinischer Forschung und Produktion und für soziale Infrastruktureinrichtungen vorgesehen.

Brunnengalerie

Brunnengalerie von der Autobahn aus gesehen

Der Freiraum im Gebiet soll durch die Renaturierung der Panke und des Kappgrabens sowie durch die Aufwertung des Pankeparks eine neue Qualität erhalten.

Hinsichtlich der Verbesserung der Mobilität sind u. a. die Verlängerung einzelner Straßen im Gebiet (Max-Burghardt-Straße, Friedrich-Richter-Straße, Bruno-Apitz-Straße), die Einrichtung eines Radweges auf der alten Industriebahn, sowie eine Mobilitätsstation mit Fahrradparkhaus an der S-Bahn-Station Buch vorgesehen.

Mit der Vorlage des Abschlussberichts in der Fassung vom März 2020 liegt nunmehr eine Darstellung der Gesamtergebnisse vor. Die Maßnahmen, Handlungsempfehlungen und Umsetzungsstrategien sind in Form von Steckbriefen zusammengefasst und ergeben auch eine Orientierung für den Umsetzungsprozess im Fördergeschehen des Programms „Stadtumbau“ im Gebiet Buch-Süd.

Download (PDF, 19.11MB)

Umweltverträglichkeitsstudie:

Download (PDF, 8.53MB)

Quelle und Ansprechpartner

Neues vom Rahmenplan Buch-Süd

Städtebaulicher Rahmenplan Buch-Süd

Das Untersuchungsgebiet für den Rahmenplan „Buch-Süd“ wird begrenzt durch die Wiltbergstraße im Norden, die Karower Chaussee im Osten, den Kappgraben im Süden und die Bahnlinie im Osten. Es ist im Wesentlichen geprägt durch die in industrieller Bauweise errichteten Wohngebiete „Buch III“ und „Buch IV“ mit den dazugehörigen Infrastruktureinrichtungen. Zusammenhängende Flächen im Süden sind noch unbebaut.

Bild: Bezirksamt Pankow von Berlin

Grundsätzlich werden durch eine Rahmenplanung bestehende Entwicklungspotenziale in einem größeren zusammenhängenden städtischen Bereich ermittelt, untersucht und bewertet. Dabei werden bereits vorliegende Planungen überprüft und vertiefend untersucht. Der Rahmenplan selbst stellt keine Rechtsgrundlage dar, auf deren Grundlage z. B. Bauvorhaben genehmigt oder versagt werden können. Er gehört zu den sogenannten informellen Planungen.
Der Rahmenplan Buch-Süd wurde am 05.05.2020 durch das Bezirksamt Pankow von Berlin beschlossen. Die Ergebnisse stellen unter Einbeziehung aktueller Entwicklungen eine weitere Konkretisierung des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) für den Ortsteil Buch aus dem Jahr 2014/2015 dar. Hier wurden bereits eine Vielzahl von Handlungsfeldern und Maßnahmen benannt, die in den kommenden Jahren, vornehmlich auf der Grundlage des Programms „Stadtumbau“ umgesetzt werden sollen. Dabei spielen u. a. die Qualifizierung der sozialen Infrastruktur, die Aufwertung des Wegesystems und die Entwicklung des Pankeparks eine wichtige Rolle. Diese Themen bilden auch Schwerpunkte in der Rahmenplanung.
Ein weiterer Schwerpunkt im Rahmenplan ist die Untersuchung von Bauflächenpotenzialen und deren Integration in die bestehende städtebauliche Situation.
Es erfolgte eine Bestandsaufnahme u. a. durch die Auswertung von Plangrundlagen und Konzepten sowie die Ermittlung zusätzlicher Bedarfe für die Ausstattung mit Schulen, Kitas, Grün- und Spielflächen (soziale und grüne Infrastruktur). Des Weiteren wurde das Netz der Straßen und Wege sowie der technischen Leitungen betrachtet und konzeptionelle Aussagen getroffen. Ebenso wurde die Anbindung des neuen Wohnquartiers an den S-Bahnhof Buch betrachtet und auch das vorhandene Stellplatzangebot bewertet.

Begrenzung Rahmenplan Buch-Süd

Bild: Bezirksamt Pankow von Berlin

Für die Potenzialflächen wurden Struktur- und Nutzungskonzepte in Varianten erarbeitet und in einem Diskurs mit den Fachverwaltungen, Eigentümern und sonstigen wichtigen Akteuren sowie den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort erörtert. Die dabei ermittelte Vorzugsvariante wurde in einem Bebauungs- und Nutzungskonzept unter Benennung von Maßnahmen, Handlungsempfehlungen und Umsetzungsstrategien konkretisiert und den Handlungsfeldern Wohnen, soziale Infrastruktur, Gewerbe und Einzelhandel, Freiraum und Mobilität zugeordnet.
Das bedeutendste Wohnungsbaupotenzial soll mit ca. 650 Wohneinheiten im südlichen Bereich „Buch IV“ als autoarmes Quartier ergänzen. Hierzu sind weitere vertiefende Konzepte und ein Bebauungsplanverfahren erforderlich.
Für den Teil von „Buch III“ (nördlicher Teil des Rahmenplangebiets) wurde untersucht, wie dieser durch Wohnungsneubau punktuell ergänzt werden kann.
Im Erarbeitungsprozess der Rahmenplanung wurden Standorte für den zusätzlichen Bedarf einer Gemeinschaftsschule im Bearbeitungsgebiet geprüft. Hierfür waren weitergehende Untersuchungen erforderlich, um die bevorzugte Eignung für einen Standort nachzuweisen und ein mit den zuständigen Fachämtern abgestimmtes Planungsergebnis zu erzielen. Dabei ging es u. a. um die Analyse naturräumlicher Gegebenheiten, Lärmschutz, Verkehrsbelastung und Erschließung. Im Ergebnis einer vergleichenden Standortanalyse wurde die Variante mit der Gemeinschaftsschule auf der nördlichen Brunnengalerie als Vorzugsvariante in den Rahmenplan übernommen.
Als weitere Maßnahmen für die soziale Infrastruktur sind auch die Aufwertung des Pankesportplatzes, die Sanierung der bestehenden Skateanlage und die Erweiterung der Hufelandschule vorgesehen. Mit dem Bau des Bildungs- und Integrationszentrums auf der nördlichen Spitze der „Brunnengalerie“ soll 2022 begonnen werden.
Während der nördliche Teil der „Brunnengalerie“ nun insgesamt der sozialen Infrastruktur vorbehalten sein wird, ist für den südlichen Teil hauptsächlich die Ansiedlung von Gewerbe mit dem Schwerpunkt biomedizinischer Forschung und Produktion und für soziale Infrastruktureinrichtungen vorgesehen.
Der Freiraum im Gebiet soll durch die Renaturierung der Panke und des Kappgrabens sowie durch die Aufwertung des Pankeparks eine neue Qualität erhalten.
Hinsichtlich der Verbesserung der Mobilität sind u. a. die Verlängerung einzelner Straßen im Gebiet (Max-Burghardt-Straße, Friedrich-Richter-Straße, Bruno-Apitz-Straße), die Einrichtung eines Radweges auf der alten Industriebahn, sowie eine Mobilitätsstation mit Fahrradparkhaus an der S-Bahn-Station Buch vorgesehen.
Mit der Vorlage des Abschlussberichts in der Fassung vom März 2020 liegt nunmehr eine Darstellung der Gesamtergebnisse vor. Die Maßnahmen, Handlungsempfehlungen und Umsetzungsstrategien sind in Form von Steckbriefen zusammengefasst und ergeben auch eine Orientierung für den Umsetzungsprozess im Fördergeschehen des Programms „Stadtumbau“ im Gebiet Buch-Süd.

Quelle und Ansprechpartner: Rahmenplan Süd

Download (PDF, 19.11MB)

Rahmenplan Buch-Süd: Brunnengalerie

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

da es zur Zeit noch nicht möglich ist, eine große Veranstaltung zur Diskussion des aktualisierten Rahmenplanes Buch-Süd durchzuführen, habe ich einige Pläne für die Brunnengalerie aus diesem Rahmenplan aufgeführt. (nur Auszüge) Ich kann mich noch gut an die hitzigen Diskussionen erinnern, was aus der Brunnengalerie in Zukunft werden soll. Also, lesen Sie sich die jetzigen Pläne gut durch, um später mitzudiskutieren und das Beste für die Bucherinnen und Bucher zu errichen.

Andreas Wolf, Bucher Bürgerverein

Brunnengalerie

Brunnengalerie von der Autobahn aus gesehen

Neue Mitte Buch

  • Herbeiführung einer Entscheidung als Standort für einen kooperativen Bildungsstandort Buch-Karow, Bildungszentrum mit Stadtbibliothek, Musikschule, Volkshochschule, Veranstaltungssaal und dem gläsernen Labor.

 

  • Qualifizierung der Übergänge Schlosspark-Passage zum 3. Bauabschnitt über Walter-Friedrich-Straße im Rahmen der Zentrumserweiterung
  • Qualifizierung der Wegeverbindungen innerhalb des Ortsteils
  • Qualifizierung der Anbindung an das „Alte Zentrum Buch“
  • Fortführung des B-Plan-Verfahrens zur Entwicklung der Brunnengalerie
  • Qualifizierung vorhandener Schulsportgelände an der Panke und deren Einbindung in den geplanten Gesundheitsparcours im Pankepark

 

Buch-Süd

  • Konzeptionelle Entwicklung von Wohnungsbau Buch IV und Qualifizierung der angrenzenden Außenbereiche (Schwimmhalle und Marianne-Buggenhagen-Schule)
  • Qualifizierung der Industriebahn für den Fahrradverkehr u.a. als Vernetzung der Gebiete östlich und westlich der Brunnengalerie
  • Pankeraum als Naherholung, Konzept und Neuanlage des Pankeparks, Qualifizierung und Anbindung mit der Entscheidung zum weiteren Umgang mit den bestehenden und leergezogenen Gebäuden der ehemaligen Berufsschule
  • Weiterentwicklung der Brunnengalerie, Ausweisung Mischgebiet, Schwerpunkt Gewerbe, Festlegung der wichtigen Wegebeziehungen über die Brunnengalerie

 

Zudem sind wichtige Verbindungen für Fuß- und Radfahrer zurzeit kaum vorhanden, in schlechtem Zustand oder schlecht erkennbar. Insbesondere der Weg entlang der Panke und die Verlängerung der Schlossparkpassage bis hin zum zukünftigen BIZ auf der Brunnengalerie sind hier zu nennen. Diese müssen ausgebaut und sollen in den nächsten Jahren entsprechend qualifiziert werden.

Die Baupotentialflächen der Brunnengalerie liegen im Innenbereich nach § 34 BauGB. Dort ist allerdings die vorherrschende Grünnutzung prägend, sodass auch hier ein B-Plan zur Entwicklung der Flächen notwendig ist. Laut Aufstellungsbeschluss für die B-Pläne 3-42 und 3-43 für die nördliche und südliche Brunnengalerie sollen für diese “die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Ansiedlung innovativer Betriebe der biomedizinischen Forschung und Produktion geschaffen werden, um eine Stärkung des Standorts Buch als forschungsnaher Wirtschaftsstandort zu erreichen.”

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Des Weiteren ist der Neubau eines Bildungs- und Integrationszentrums (BIZ) an der nördlichen Spitze der Brunnengalerie sowie eine Qualifizierung und Erweiterung der Hufeland-Schule vorgesehen. Anstatt einer Sekundarschule soll innerhalb des Rahmenplangebietes nach den aktuellen Planungen der Senatsverwaltung und des Bezirks eine Gemeinschaftsschule mit 3-zügiger Grundschule, 4-zügiger Sekundarstufe I und 3-zügiger Sekundarstufe II entstehen (siehe Kapitel 3).

Das BIZ mit Stadtbibliothek, Volkshochschule, Musikschule und gläsernem Labor des Campus Berlin-Buch soll an der Ecke Wiltbergstraße/Karower Chaussee den nördlichen Auftakt zur Entwicklung der Brunnengalerie markieren. Das BIZ ist ein wichtiger Bestandteil der Integrationsarbeit in Buch.

Es ist geplant den Kappgraben zu renaturieren, den Parkplatz an der Max-Burghardt-Straße zu entsiegeln und Baumpflanzungen auf der südlichen Brunnengalerie durchzuführen. An der letztgenannten Stelle kommt es zu einem Dissens mit den in der bezirklichen Rahmenplanung vorgesehen Flächen zur Campuserweiterung, der der Senatsverwaltung für Umwelt- und Verkehr bereits zur Berücksichtigung mitgeteilt wurde.

Im Bereich der ehemaligen Brunnengalerie verlaufen in Nord-Süd-Richtung zwei Haupttrinkwasserleitungen mit Nennweiten von 400 bis 600 mm. Beide Leitungen führen vom Zwischenpumpwerk Buch (ehemaliges Wasserwerk) über das Gelände der Brunnengalerie, parallel zur Karower Chaussee, in unterschiedlichen Abständen, in Richtung Ortsteil Karow. Nach Auskunft der BWB wurden die Leitungen 1987 verlegt und haben eine Lebensdauer von etwa 100 Jahren. Die BWB plant dementsprechend keine Sanierung der Leitungen. Die Tiefe der Leitungen liegt etwa bei 1,2-1,8 m bis zur Rohroberkante. Eine Überbauung ist nicht möglich.  Grundsätzlich ist eine Verlegung der Leitungen möglich.

Planung

Um auf den Flächen der Brunnengalerie Baufreiheit zu erhalten, müssen die in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Wasserleitungen verlegt werden. Für das nördliche Baufeld mit einer Nord-Süd Ausdehnung von ca. 400 m ermittelt die BWB überschlägig ca. 1 Mio. EUR nur für den unbefestigten Bereich. Beim Einbau im Straßenraum ist mit zusätzlichen Kosten zu rechnen. Für eine Neutrassierung im südlichen Teilbereich sind von der BWB für ca. 800 m überschlägig 1,5 Mio. EUR veranschlagt worden (inkl. querende Leitung). Hierbei handelt es sich, wie nördlichen Teilbereich, um eine erste grobe Schätzung nach Richtwerttabellen.

Mit der BIM/Brunnengalerie als Flächeneigentümerin und den Berliner Wasserbetrieben wurde die Frage einer möglichen Neuordnung und Bündelung erörtert. Aufgrund der Abhängigkeiten und dem Bestand weiterer Medientrassen in der Brunnengalerie (Gas, Telefon etc.) wurde gemeinsam mit den Senatsverwaltungen für Wirtschaft, Energie und Betriebe (SenWEB) sowie für Stadtentwicklung und Wohnen (SenSW) und dem Bezirksamt entschieden, einen Raumverteilungsplan erarbeiten zu lassen.

Die Vorzugsvariante sieht 10 ha gewerbliche Bauflächen für die Erweiterung des Campus Berlin-Buch auf der südlichen Brunnengalerie sowie nördlich entlang des Kappgrabens vor. Die Bereiche auf der südlichen Brunnengalerie eignen sich aufgrund ihrer räumlichen Nähe zum Campus für die Unterbringung von Forschungsgebäuden, Laboren sowie Verwaltungs- und Bürogebäude als direkte Campuserweiterung.

Auf der nördlichen Brunnengalerie bietet sich in Ergänzung der westlich und östlich angrenzenden Wohnbauflächen ebenfalls die Entwicklung eines Wohngebietes an. Die Wohnnutzung fügt sich gut in die Umgebung des geplanten BIZ auf der Nordspitze der Brunnengalerie ein. Das AWO-Refugium ist nicht als dauerhafte Einrichtung angelegt, sodass die Flächen ab 2020 in Anspruch genommen werden können. Insgesamt können somit in Buch-Süd auf 12,3 ha bei einer maximalen GFZ von 1,5 ca. 1.400 neue Wohneinheiten entstehen.

In der Bewertung der detaillierten Kriterien auf Grundlage der Massenstudien erhält die Variante B-3 mit dem Gemeinschaftsschul-Standort (siehe Abbildung 51 oder Plan 3 (f) im Anhang A Kartenband) im Bereich der nördlichen Brunnengalerie mit einer zur Karower Chaussee orientierten Schulbebauung die höchste Punktzahl. Diese Variante bietet aufgrund guter Anbindung an den ÖPNV, guter Erschließungsvoraussetzungen, der Erfüllung aller Schulbaunormen (mit Großspielfeld, auch für den Vereinssport) sowie mit verhältnismäßig geringen Eingriffen in Natur und Landschaft die besten Voraussetzungen. Darüber hinaus ist eine Abschirmung von Verkehrs- und Lärmbelastungen infolge der Stellung der Gebäude zu erwarten.

Im Ergebnis der vergleichenden Standortanalyse wird die Variante B-3 mit der Gemeinschaftsschule auf der Brunnengalerie als Vorzugsvariante in den Rahmenplan übernommen.

Auf der nördlichen Brunnengalerie soll eine neue Gemeinschaftsschule errichtet werden. Als weitere Neubauten sind die beiden Kitas in den Neubaugebieten Buch IV sowie auf der nördlichen Brunnengalerie und das BIZ an der Ecke Wiltbergstraße und Karower Chaussee zu nennen.

Aufgrund der steigenden Bedarfe in der wachsenden Stadt werden am südlichen Ende der Brunnengalerie ein Revierstützpunkt des SGA und ein Ersatzstandort für die BSR eingeordnet.

Im neu geplanten Wohngebiet Buch IV und in der nördlichen Brunnengalerie werden jeweils eine Fläche von 3.000 m² für zwei Kitas mit jeweils 150 Plätzen ausgewiesen. Dafür wird der Standort der ehemaligen Kita an der Friedrich-Richter-Straße 8-10 (Grundstücksfläche 6.000 m²), in der zurzeit die Musikschule untergebracht ist, aufgegeben.

Es ist vorgesehen das Netz um 4.300 m Fuß- und Radwege zu erweitern. Unter anderem ist eine Aufwertung der Wege entlang der Panke, eine Qualifizierung der Anbindung an den Bahnhof Buch und eine Verbesserung der Wegeverbindung an der ehemaligen Industriebahn zwischen dem Nord- und dem Südteil des Untersuchungsgebietes sowie zur benachbarten Wohnsiedlung durch vielfältige Wege in der Brunnengalerie vorgesehen. Zudem ist eine direkte, autofreie Radwegverbindung zwischen Bahnhof Buch und dem Campus Berlin-Buch östlich der Karower Chaussee auf der Trasse der ehemaligen Industriebahn geplant.

Gemeinschaftsschule Neubau

Die nördliche Brunnengalerie (zwischen BIZ und Boardinghouse) ist für den Neubau einer Gemeinschaftsschule und einer Kita vorgesehen. Für den Bebauungsplan 3-42 bedeutet dies, die bisherige Zielsetzung Gewerbe zu Gunsten der Gemeinschaftsschule und der Kita als Fläche für Gemeinbedarf zu ändern. Zusätzlich ist für die Einordnung und räumliche Organisation des Schulstandortes eine Machbarkeitsstudie erforderlich. Im Rahmen der Machbarkeitsstudie sind die Wegebeziehungen zu berücksichtigen.

Brunnengalerie Süd

Die südliche Brunnengalerie (zwischen Wolfgang-Heinz-Straße und Max-Burghardt-Straße) ist als eine von zwei Erweiterungsflächen für den Campus Berlin-Buch vorgesehen. Hier sollen auf der Grundlage einer Bebauungsstudie von yellow Z (im Auftrag von CBB) Bauflächen für forschungsorientiertes Gewerbe, d.h. v.a. Laborstandorte angeboten werden.

 

 

Top Thema des Monats Juni:

Bis 1150 neue Wohnungen geplant Lesen Sie hier bitte weiter

Hier finden Sie den kompletten Rahmenplan Buch-Süd:

Download (PDF, 19.11MB)

Bau des 3. BA Schlossparkpassage geht voran

Mit großem Interesse verfolgen die Bucher Einwohnerinnen und Einwohner und ihre Gäste die Bauarbeiten am 3. BA der Schlossparkpassage. Die beiden Fotos wurden innerhalb weniger Wochen aufgenommen. Die Eröffnung ist ca. 14 Tage vor Ostern 2021 geplant. Derzeitige Mieter sind dann Denns-Biomarkt und Drogerie Müller.

06.04.2020 3. BA Schlossparkpassagen

23. Mai 2020 Fotos: Wolf

Aus dem aktualisierten Rahmenplan Buch-Süd:

Insbesondere der Weg entlang der Panke und die Verlängerung der Schlossparkpassage bis hin zum zukünftigen BIZ auf der Brunnengalerie sind hier zu nennen. Diese müssen ausgebaut und sollen in den nächsten Jahren entsprechend qualifiziert werden.

Der zentrale Versorgungsbereich Buch ist mit einer Gesamtverkaufsfläche von 9.040 m² und 36 Betrieben ein Stadtteilzentrum im Bezirk Pankow (siehe Abbildung 23). Mit den Schlossparkpassagen östliche der Bahn und den Discountern westlich der Bahn gibt es zwei Einzelhandelsschwerpunkte, dabei wird die Bahntrasse als Barriere wahrgenommen.
Die Angebotsschwerpunkte liegen in den Kategorien Nahrungsmittel/Getränke/Tabakwaren, Drogeriewaren/Kosmetik/Parfümerie sowie Kleidung. Der Großteil der Verkaufsfläche (5.140 m²) deckt den kurzfristigen Bedarf ab, auf 3.770 m² werden Güter des mittelfristigen Bedarfs angeboten und nur auf 130 m² finden sich Angebote für den langfristigen Bedarf.
Generell wird im Einzelhandelskonzept des Bezirks Pankow sowie im Stadtentwicklungsplan (StEP) Zentren 2030 nur ein geringer städtebaulicher und einzelhandelsrelevanter Handlungsbedarf gesehen. Weiterhin ist eine Stärkung des Zentrums durch den bereits erfolgten Abriss des Sonderpostenmarktes „1000 kleine Dinge“ und der Projektentwicklung im Kreuzungsbereiche Walter-FriedrichStraße/Wiltbergstraße in Planung. Der Bezirk Pankow strebt aufgrund der prognostizierten Einwohnerentwicklung und dem voraussichtlichen Wohnungsneubau eine Aufstufung zu einem Stadtteilzentrum an.

Das Ortsteilzentrum Buch an der Wiltbergstraße wird um den 3. Bauabschnitt der Schlossparkpassage ergänzt. Dafür wurde das Gebäude des Einzelhändlers „1000 kleine Dinge“ abgerissen.

Teile der Groscurthstraße sollen im Rahmen der Errichtung des BIZ qualifiziert werden und mit straßenbegleitenden Parkplätzen ausgestattet werden.

Neue Mitte Buch

• Herbeiführung einer Entscheidung als Standort für einen kooperativen Bildungsstandort Buch-Karow, Bildungszentrum mit Stadtbibliothek, Musikschule, Volkshochschule, Veranstaltungssaal und dem gläsernen Labor.

• Qualifizierung der Übergänge Schlosspark-Passage zu, 3. Bauabschnitt über Walter-FriedrichStraße im Rahmen der Zentrumserweiterung

• Qualifizierung der Wegeverbindungen innerhalb des Ortsteils

• Qualifizierung der Anbindung an das „Alte Zentrum Buch“

• Fortführung des B-Plan-Verfahrens zur Entwicklung der Brunnengalerie

• Qualifizierung vorhandener Schulsportgelände an der Panke und deren Einbindung in den geplanten Gesundheitsparcours im Pankepark

 

Das BIZ mit Stadtbibliothek, Volkshochschule, Musikschule und gläsernem Labor des Campus BerlinBuch soll an der Ecke Wiltbergstraße/Karower Chaussee den nördlichen Auftakt zur Entwicklung der Brunnengalerie markieren. Das BIZ ist ein wichtiger Bestandteil der Integrationsarbeit in Buch.

Download (PDF, 19.11MB)

 

Baufortschritte in Buch

Ich war wieder unterwegs zu den großen und kleinen Baustellen in Buch. Sehr interessiert verfolgen die Einwohnerinnen und Einwohner von Buch die Bauarbeiten am 3. Bauabschnitt unserer Schlossparkpassagen.

Schon jetzt kann man gespannt sein, wie der Bau fertig aussieht, den die Firma CONEX Baugesellschaft mbH hier errichtet und welche Mieter dann einziehen.

An vielen sanierten und renovierten Gebäuden, aber auch an Spielplätzen finden Sie ein Schild Fördergebiet Stadtumbau Ost.  Hier können Sie sich über den aktuellen Stand informieren.

Die Kinder und Jugendlichen unseres Ortsteiles beobachten ganz genau die Arbeiten für ihre neue Skaterbahn in der Wolfgang-Heinz-Strasse direkt an der ehemaligen Industriebahn.

Voraussichtlich im Mai soll sie eröffnet werden. Rund 460.000 EUR aus dem Programm Stadtumbau werden hier verbaut.

Nur wenige Meter daneben in der Walter-Friedrich-Strasse entsteht zurzeit ein wunderschöner, neuer Spielplatz.

Wenn das Wetter mitspielt, könnte er bereits im April von den Bucher Kindern erobert werden.

Auch an der Kreuzung Karower Chaussee/Wiltbergstrasse/Lindenberger Weg sieht man schon, wie diese Kreuzung bald aussehen wird. Die Autofahrer, aber besonders auch die Busfahrer freuen sich schon jetzt auf die Fertigstellung dieser Kreuzung.

Also, alles in Ordnung in Buch? Wenn ich mir die Brunnengalerie anschaue, leider nicht. Was passiert, wenn diese Fläche kaum gepflegt wird, sehen Sie auf dem Foto.

Zum Glück ist der Müllberg kurz nach dem Foto verschwunden. Der Bucher Bürgerverein fordert schon lange, die Brunnengalerie mehr zu pflegen. Bauarbeiten können erst beginnen, wenn ein großes Rohr verlegt wurde, das zurzeit unter dieser Fläche liegt. Wenn der aktualisierte Rahmenplan Buch-Süd vorgestellt wird, werden wir auch erfahren, ob die geplante Gemeinschaftsschule auf dem jetzigen Standort des AWO Refugium Buch errichtet werden soll.

Sie finden hier wie gewohnt die Termine zum Abschluss und feierlichen Eröffnung der Anlagen und Gebäude, wenn es soweit ist.

Ihr Andreas Wolf, Bucher Bürgerverein

Ausstellung der Entwürfe für den Neubau des Bildungs- und Integrationszentrum Buch (BIZ)

Der im Juli 2019 von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen ausgelobte Wettbewerb für den Neubau des Bildungs- und Integrationszentrum Buch (BIZ) in Berlin Pankow ist entschieden. Mit dem Wettbewerb sollte ein Entwurf für den Neubau des BIZ sowie die Gestaltung der Freianlagen auf dem Grundstück Groscurthstraße 21-33 in Berlin Buch gefunden werden, der sowohl gestalterisch als auch funktional überzeugt und einen Mehrwert für die Bewohner Buchs schafft.

Das BIZ richtet sich als kooperativer Bildungsstandort mit einem breitgefächerten Angebot von Bildungsmaßnahmen und Integrationsangeboten an die Anwohnerschaft und speziell an die umliegenden Wohngebiete.

Die in Buch vorhandenen Angebote der Stadtteilbibliothek und der Musikschule sollen verlagert und ausgeweitet werden. Weiterhin soll im BIZ ein neuer Unterrichtsstandort der Volkshochschule entstehen und kulturelle sowie lokalhistorische Angebote gemacht werden. Für Kinder im Grundschulalter bietet eine Außenstelle des Gläsernen Labors der Campus Berlin-Buch GmbH eine attraktive naturwissenschaftliche Forschungsmöglichkeit. Außerdem sollen zwei multifunktionale Veranstaltungsräume und ein Bistro mit Außensitzplätzen angeboten entstehen.

Der Siegerentwurf des Architekturbüros “karlundp” aus München.

“karlundp” BIZ Buch

Insgesamt reichten 18 Teams aus Architekten und Landschaftsarchitekten ein breites Spektrum an Lösungsvorschlägen für die anspruchsvolle Aufgabe ein, die von der Jury intensiv diskutiert wurden. Unter dem Vorsitz des Berliner Architekten Patrik Dierks entschied das Preisgericht nach ausführlicher Diskussion.

Hier die Einladung für geladene Gäste

Download (PDF, 554KB)

Nach der feierlichen Eröffnung für geladene Gäste am 19. November 2019 können Sie sich die Entwürfe ansehen. Am 19. November eröffnen Senatsbaudirektorin Regula Lüscher, Pankows Bezirksbürgermeister Sören Benn und der Vorsitzende des Preisgerichts, Patrik Dierks, die Ausstellung zu den Ergebnissen des Architekturwettbewerbs “Bildungs- und Integrationszentrum Berlin-Buch”. 

Die Entwürfe können bis zum 5. Dezember besichtigt werden.

Öffnungszeiten: Mo – Fr von 9:00 – 17:00 Uhr, Do 09:00 – 20:00 Uhr

Ort: Campus Berlin-Buch, Hermann-von-Helmholtz-Haus (Haus C84), Robert-Rössle-Str. 10, 13125 Berlin

So wird das Bucher Bildungs- u. Integrationszentrum aussehen

Berlin Buch: Nichtoffener Realisierungswettbewerb für das Bildungs- und Integrationszentrum – BIZ – entschieden

Ausstellung der Wettbewerbsbeiträge im Hermann-Helmholtz-Gebäude des Max-Delbrück-Centrums ab 20. 11. 2019
 

Der im Juli 2019 von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen ausgelobte Wettbewerb für den Neubau des Bildungs- und Integrationszentrum Buch (BIZ) ist entschieden. Mit dem Wettbewerb sollte ein gestalterisch und funktional überzeugender Entwurf für den Neubau des BIZ sowie die Gestaltung der Freianlagen auf dem Grundstück Groscurthstraße 21-33 gefunden werden.

18 Teams aus Architekten und Landschaftsarchitekten reichten ein breites Spektrum an Lösungsvorschlägen für die anspruchsvolle Aufgabe ein, die von der Jury intensiv diskutiert wurden. Unter dem Vorsitz des Berliner Architekten Patrik Dierks entschied das Preisgericht nach ausführlicher Diskussion wie folgt:

  1. Preis: karlundp, München (Architektur) und TOPOS – Stadtplanung Landschaftsplanung Stadtforschung, Berlin (Landschaftsarchitektur)
  2. Preis: riegler riewe architekten, Berlin (Architektur) und Mettler Landschaftsarchitektur, Berlin
  3. Preis: Adept ApS, Kopenhagen (Architektur) und Topotek 1, Berlin (Landschaftsarchitektur)

Eine Anerkennung erhielten DMSW Architekten + Susanne Raupach, Berlin (Architektur) mit hochC Landschaftsarchitekten, Berlin sowie Studio Andreas Heller Architects & Designers, Hamburg (Architektur) mit Bruun & Möllers, Hamburg (Landschaftsarchitektur).

Das Land Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, Referat Architektur, Stadtgestaltung, Wettbewerbe, hatte den nichtoffenen Realisierungswettbewerb im Auftrag des Bezirksamtes Pankow durchgeführt und koordiniert. 

Alle 18 eingereichten Wettbewerbsarbeiten werden ab dem 20. November 2019 im Hermann-Helmholtz-Gebäude des Max-Delbrück-Centrums in Berlin Buch (Robert-Rössle-Straße 10, 13125 Berlin-Buch) täglich von 9:00 bis 17:00 Uhr ausgestellt.

Bezirksbürgermeister Sören Benn sagte zum Ergebnis: „Der ausgewählte Entwurf konnte unter einer Vielzahl hoch interessanter Entwürfe überzeugen. Markant ohne aufzutrumpfen und mit hoher Funktionalität gelingt eine Lern- und Begegnungslandschaft im Innen und Außen, die das Potential in sich birgt, der Nordberliner Stadtgesellschaft einen Ort der Begegnung, des Wissens und Wohlfühlens zu geben. Individuelle Lebensgestaltung findet hier ebenso ihren Raum, wie das nachbarschaftliche Miteinander. Die gelungene Verortung mit ihrer verbindenden Außengestaltung schafft ein neues lebendiges Zentrum Buchs.“

Das Bildungs- und Integrationszentrum entsteht auf der Brunnengalerie an der Ecke Karower Chaussee/Wiltbergstrasse. Vom S-Bahnhof bis zum BIZ soll eine “Flaniermeile” (durchgehender Weg) entstehen.

Das BIZ richtet sich als kooperativer Bildungsstandort mit einem breit-gefächerten Angebot von Bildungsmaßnahmen und Integrationsangeboten an die Anwohnerschaft und speziell an die umliegenden Wohngebiete. Die in Buch bereits vorhandenen Angebote der Stadtteilbibliothek und der Musikschule sollen verlagert und ausgeweitet werden. Weiterhin soll im BIZ ein neuer Unterrichtsstandort der Volkshochschule entstehen. Hinzu kommen kulturelle sowie lokalhistorische Angebote. Für Kinder im Grundschulalter wird eine Außenstelle des Gläsernen Labors der Campus Berlin-Buch GmbH eingerichtet. Außerdem sollen zwei multifunktionale Veranstaltungsräume und ein Bistro mit Außensitzplätzen entstehen.

Das Projekt wird mit 15,1 Millionen Euro aus Mitteln des Sondervermögens Infrastruktur der Wachsenden Stadt und Nachhaltigkeitsfonds (SIWANA) IV finanziert. Aus dem Stadtumbau-Programm werden weitere 1,5 Millionen Euro an Fördermitteln bereitgestellt.

Weitere Informationen zum Wettbewerb Neubau BIZ

Von: Grafik: karlundp Architekten, Luftbild: SenStadtWohn, bearbeitet von Dietsch Architekten

Buch bekommt zwei neue Schulen

Berlin-Buch bekommt in den nächsten 2 Jahren mindestens zwei neue Schulen. Darüber berichtete der Pankower Bezirksstadtrat Dr. Thorsten Kühne, Stadtrat für Schule, Sport, Facility Management und Gesundheit am 26. Februar auf dem Bucher Bürgerforum.

Er komme sehr gern nach Buch, da er hier geboren wurde. Seine Besuche in Buch zeugen auch davon, dass es in Buch vorangeht.

Im Saal des Bucher Bürgerhauses waren leider nicht alle Plätze besetzt, obwohl dieses Thema: „Sind die Bucher Schulen und Sporteinrichtungen fit für die Zukunft?“ für viele Bucherinnen und Bucher und auch für Schüler interessant ist.

Pankow ist nach wie vor der am schnellsten wachsenden Stadtbezirk in Berlin. Der Berliner Senat geht in seiner Bevölkerungsprognose im Zeitraum von 2015 bis 2030 von einer Steigerung der Pankower Bevölkerung um ca. 16 Prozent aus.

Das erfordert neben der Sanierung bestehender Schulen auch den Schulneubau. Berlin wird mit der Schulbauoffensive diesen gewachsenen Anforderungen gerecht. Es wird geprüft, an welchen Schulen es möglich ist, Erweiterungen mit modernen Schulcontainern oder Modularen Ergänzungsbauten durchzuführen, wie z.B. bei der Grundschule Am Sandhaus. Im Schuljahr 2026/27 rechnet Pankow mit ca. 44.000 Schülerinnen und Schüler an öffentlichen Schulen.

Das Gebäude der ehemaligen Hufeland-Schule an der Karower Chaussee 97 wird abgerissen und hier baut der Senat eine neue Grundschule. Diese Schule wird der erste Schulneubau in Pankow sein, der nach dem Siegerentwurf des Architektenwettbewerbes des Senates gebaut wird. Sehr optimistisch ist eine Fertigstellung im August 2022, voraussichtlich 2023. Sie bietet ca. 576 Schülerinnen und Schüler Platz.

Innerhalb des Rahmenplanes Buch-Süd wird in diesem Gebiet eine neue Gemeinschaftsschule gebaut. Als Standorte werden zurzeit die Brunnengalerie neben dem geplanten Bucher Bildungs- und Integrationszentrum geprüft sowie die Standorte neben der Turnhalle der Marianne-Buggenhagen-Schule (Ernst-Busch-Strasse) und der Standort Wiltbergstrasse 29 G, wo das Gebäude der ehemaligen Fachschule für Sozialberufe steht.

Das hintere ehemalige Schulgebäude am Sportplatz soll für die Marianne-Buggenhagen-Schule reaktiviert werden.

Bei allen Schulneubauten in Pankow werden auch Sportflächen und Turnhallen mitgebaut. Der Bezirk prüft einen Ankauf der neuen Sporthalle im Ludwig-Hoffmann-Quartier, die für die Evangelische Schule und die Montessori-Gemeinschaftsschule gebaut wurde. Öffentliche Grünflächen sollen zur Bewegungsförderung aufgewertet werden. Den Bebauungsentwurf für den Panke-Platz hatte der Bezirksstadtrat Dr. Kühne am 25. Februar im Bucher Bürgerhaus vorgestellt.

In der Diskussion ging es vor allem um die Hufeland-Schule. Das Gebäude und die Sporthalle bräuchten dringend eine Sanierung. Hier muss geprüft werden, ob es Möglichkeiten gibt, eine Teilsanierung in den nächsten Jahren durchzuführen. Es gibt konkrete Bestrebungen, in Buch eine evangelische Sekundarschule zu bauen. Hier gibt es noch kein passendes Grundstück.

Bei allen Vorhaben besteht nicht nur in Pankow ein großes Problem. Es gibt weder in den Bezirksämtern genügend Personal, um die Vorhaben zu planen und durchzuführen, es gibt kaum Bauleiter für den Schulneubau, aber es fehlen auch Lehrerinnen und Lehrer. Ca. 50 Prozent der neu eingestellten Lehrkräfte sind in Pankow zurzeit Seiten- oder Quereinsteiger.

Das Bürgerforum zeigte deutlich, dass durch die wachsende Stadt eine Schulbauoffensive dringend nötig war. Auch Berlin-Buch wird davon in den nächsten Jahren profitieren. Der geplante Wohnungsneubau macht deutlich, dass die Schulneubauten und die Modernisierungsvorhaben oder Erweiterungen der vorhandenen Schulen dringend nötig sind.

Weiterführende Informationen:

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Seite 28 Grundschule Am Sandhaus

Seite 47 Neubau GS Karower Chaussee 97

Seite 64 Hufeland-Schule

Seite 77 Marianne-Buggenhagen-Schule

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Das nächste Bucher Bürgerforum findet am 20. März 2019 um 18:00 Uhr in der „Festen Scheune“ auf dem Stadtgut Alt-Buch statt. Es geht dabei um alle Fragen rund um den Verkehr in Buch. Eingeladen ist Herr Friedrici, Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz des Abgeordnetenhauses Berlin.

Ihr Andreas Wolf, Bucher Bürgerverein

 

 

Bürgerwerkstatt zum Rahmenplan Buch-Süd

RAHMENPLAN BUCH-SÜD

Sie sind herzlich eingeladen zur Bürgerwerkstatt zum Rahmenplan Buch-Süd am Mittwoch, dem 16. Mai von 18:00 bis 21:00 Uhr in der Festen Scheune, Stadtgut Buch, Alt-Buch 45-51.

Anwesend sein werden Vertreter des Bezirksamtes Pankow und das mit der Erarbeitung des Rahmenplans beauftragte Stadtplanungsbüro PFE. Die untersuchte Fläche ist ungefähr gleichbedeutend mit den Wohngebieten Buch III und IV. Es wird begrenzt von der Karower Chaussee und den Eisenbahngleisen sowie der Wiltbergstrasse und der Autobahn.

Der aktuelle “Bucher Bote” schrieb dazu:

„Ziel ist es, neuen Wohnraum zu schaffen, die Versorgung der neuen Bewohnerinnen und Bewohner sowie der jetzigen Anwohner mit den nötigen Einrichtungen der sozialen und grünen Infrastruktur zu gewährleisten sowie den Biotechnologiecampus durch Ausweisung neuer Flächen zukunftsfähig zu machen“, erklärte das Planungsbüro.

Wichtigste Grundlage ist das „Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept“ (ISEK) für den Ortsteil Buch aus dem Jahr 2014/2015 sowie die damals stattgefundenen Bürgerwerkstätten, in denen verschiedene Struktur- und Nutzungskonzepte für das Untersuchungsgebiet Buch-Süd entwickelt wurden. Diese werden im ersten Teil der Veranstaltung erläutert und es können Rückfragen gestellt werden. Im zweiten Teil des Abends sind interessierte Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, die Vor- und Nachteile der verschiedenen Nutzungskonzepte mit den Planenden zu diskutieren sowie Hinweise und Ideen für die weitere Planung einzubringen. Aufbauend darauf wird dann im weiteren Prozess ein Rahmenplan entwickelt, der als Grundlage für die zukünftige Entwicklung des Gebietes dienen wird. Die Meinungen und Anregungen der Bucherinnen und Bucher bilden eine wichtige Grundlage für den Rahmenplan, der die langfristige Entwicklung von Buch-Süd zu einem attraktiven Quartier für Wohnen und Arbeiten im Grünen sichern soll. Deshalb sollten sich viele Anwohner einbringen!“

Viele Bucherinnen und Bucher werden sofort festgestellt haben, dass die ehemalige Brunnengalerie in diesem Gebiet liegt. Und zur weiteren Entwicklung der Brunnengalerie gab es viele kontroverse Diskussionen.

Brunnengalerie

Brunnengalerie von der Autobahn aus gesehen

Fest steht, das an der Ecke Karower Chaussee / Wiltbergstrasse das Bucher Bildungs- und Integrationszentrum entstehen soll. Doch wann wird hier Baubeginn sein? Laut dem Einzelhandelskonzept des Bezirkes Pankow soll der 3. Bauabschnitt der Schlossparkpassagen („111 kleine Dinge“) mit dem Bucher BIZ verbunden werden. Aber wie? Die Trasse der ehemaligen Industriebahn soll eine Rad-Schnellverbindung zwischen dem S-Bahnhof Buch und dem Campus werden. Im Gebiet sollen auch Wohnungsneubauten entstehen. Im Gespräch ist dabei das Gelände zwischen Autobahn, Wolfgang-Heinz-Strasse und Ernst-Busch-Strasse. Auch für den NORMA-Parkplatz soll es mögliche Projekte für Neubau geben.

Kita Fr.-Richter-Str.

ehemalige Kita in der Friedrich-Richter-Strasse

Laut der aktuellen Vorhaben- und Projektliste des Bezirksamtes Pankow wird die ehemalige Kita Friedrich-Richter-Strasse 36 – 38 umfassend energetisch saniert mit einer gleichzeitigen Erhöhung der Kapazität auf 200 Plätze. Voraussichtlicher Baubeginn: IV. Quartal 2018.

sanierte Häuser W.-Friedrich-Strasse

sanierte Häuser in der W.-Friedrich-Strasse /Innenhof

In diesem Gebiet befinden sich auch mehrere Schulstandorte. Das Hauptgebäude und die Turnhalle der Hufeland-Schule in der Walter-Friedrich-Strasse sind sanierungsbedürftig, die Marianne-Buggenhagen-Schule möchte gern das zweite Gebäude direkt am Sportplatz mit nutzen. Außerdem gibt es noch ein leerstehendes Schulgebäude in der Wiltbergstrasse 29 am Gelände des Zivilschutzes/THW.

Schwimmhalle Buch

Schwimmhalle Buch

Sicherlich haben Sie auch sofort Ideen und Vorschläge für Buch-Süd. Dann sind Sie herzlich eingeladen, mitzudiskutieren.

Mittwoch, 16. Mai 2018; 18:00 – 21:00 Uhr; „Feste Scheune“, Stadtgut Buch