Erfolgreicher Auftakt für Bucher Bürgerforen 2019

Das war ein gelungener Auftakt für die Bucher Bürgerforen des Jahres 2019. Die Redaktion „Bucher Bote“ und der Bürgerverein hatten am 31. 01. in die „Feste Scheune“ zum Thema „Entwicklung der Wohnquartiere und des sozialen Zusammenhalts in Berlin-Buch“ eingeladen. Das sehr zahlreiche Publikum zeigte einmal mehr, dass der Bürgerverein sich den drängenden und aktuellen Fragen stellt und versucht, kompetente Auskünfte zu finden. Als Gäste waren u.a. die Berliner Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Frau Breitenbach und der Pankower Bezirks-bürgermeister, Sören Benn anwesend.

Eins stand am Ende der Veranstaltung fest, in den nächsten zwei, drei Jahren wird es in Buch keinen Bauboom geben.

Die HOWOGE hat in Berlin zurzeit ca. 61.000 Wohnungen, bis 2026 soll der Bestand auf ca. 75.200 Wohnungen wachsen. In Buch hat die HOWOGE 3.624 Wohnungen und einen Leerstand von 1,4 Prozent. Es gibt in Buch eine sehr gute Vernetzung vieler Akteure und Ansprechpartner. Kooperationen mit Schulen und Vereinen, wie z.B. der Bucher Bildungsverbund zeigen, dass sich die HOWOGE ihren sozialen Anforderungen stellt. Im Moment hat die HOWOGE für Buch keine Neubauten geplant.

Herr Dahlke berichtete über das Wachsen des Ludwig-Hoffmann-Quartiers an der Wiltbergstrasse. Der ehemalige ÖB I hat sich zu einem lebendigen Stadtquartier entwickelt. Dazu beigetragen haben die Sanierung und Umbauten der ehemaligen Klinikgebäude zu 2 Schulen und 3 Kitas. Die große Sporthalle ist fast fertig und auch die 4. Kita. Bis 2020 soll es im LHQ ca. 900 Wohnungen geben. Herr Dahlke betonte auch die gute Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuren. Der Bucher Bürgerverein ist für ihn ein kompetenter und engagierter Ansprechpartner. Unser Partnerverein Verein “Kultur im Quartier” hat mit verschiedenen Veranstaltungen dazu beigetragen, dass das LHQ eng mit den anderen Wohngebieten Buchs verzahnt ist.

Die WBG “Wilhelmsruh” e.G. / Buch hat ca. 790 Wohnungen in Buch. In den letzten 5 Jahren investierte die WBG ca. 19 Millionen Euro in Buch. Im Frühjahr wird die Gestaltung eines weiteren Innenhofes begonnen. 85 Prozent der Wohnungen der WBG Wilhelmsruh sind barrierefrei bzw. -arm.

Alle Wohnungsanbieter setzen viel daran, dass sich die Mieterinnen und Mieter möglichst lange in ihren Wohnungen wohlfühlen können.

Das gilt auch für die EWG Pankow e.G. / Buch, die in Buch rund 3.300 Wohnungen besitzt. Auch hier wurde in den letzten Jahren viel investiert.

Das Planungsbüro PFE berichtete ausführlich über den aktuellen Stand des Rahmenplanes Buch-Süd. Die jetzige Vorzugsvariante sieht ca. 1400 neue Wohnungen in diesem Gebiet vor. Da der Senat in diesem Gebiet eine Gemeinschaftsschule für bis ca. 1000 Schülerinnen und Schüler und der Standort noch nicht festgelegt ist, dauern die Planungen für Buch-Süd länger. Geplant sind auf der nördlichen Brunnengalerie neben dem Bucher Bildungs- und Integrationszentrum (BIZ) ein Wohngebiet, auf der südlichen Seite an der Autobahn und entlang des Kappgrabens Gebäude für die Erweiterung des Campus Buch. Der Panke-Platz soll aufgewertet werden. Eine Quartiersgarage soll dazu dienen, den Individualverkehr (PKW) von den Wohngebieten fernzuhalten. Das Bezirksamt Pankow BA Pankow/Rahmenplan Buch-Süd wird auf seiner Webseite über die weitere Planung des Rahmenplanes Buch-Süd informieren.

In der sehr sachlich geführten Diskussion gab es wie erwartet Fragen zur Änderung des FNP im Bereich am Sandhaus. Die Senatorin, Frau Breitenbach betonte, dass hier nicht sofort die Bagger anrollen werden. Fest steht, das die Moorlinse auf jeden Fall erhalten werden soll. Es ist noch keine Entscheidung gefallen, wie es mit den ehemaligen Regierungskrankenhäusern weitergeht.

Der Bezirksbürgermeister, Sören Benn bezeichnete in der Diskussion die Moorlinse als ein Juwel, was unbedingt geschützt werden muss. Er betonte die Wichtigkeit des geplanten Bucher Bildungs- und Integrationszentrum auf der Brunnengalerie. Es soll ein kulturelles Zentrum werden und so das kulturelle Leben in Buch bereichern. Da es in der Diskussion einige Fragen zum Verkehr gab, betonte der Bürgermeister, dass es für den Nordosten Berlins eine zukunftsfähige Lösung der Verkehrsprobleme geben muss. Zu den Verkehrsfragen in Buch und Umgebung führt der Bucher Bürgerverein im März ein Bürgerforum durch. Da wird es sicherlich auch noch einmal um den Turmbahnhof Karow und den Regionalbahnhof Buch gehen.

Der Vorsitzende unseres Bürgervereins, Steffen Lochow, zog am Ende der sehr informativen Veranstaltung ein positives Resümee. Die Schlosskirche Buch bekommt ihren Kirchturm wieder, der 3. Bauabschnitt der Bucher Schlossparkpassage hat unübersehbar begonnen, die Arbeiten an der Wiltbergstrasse gehen voran und auch der Rahmenplan Buch-Süd nimmt immer konkretere Formen an. Also gute Aussichten für eine positive weitere Entwicklung von Buch.

Das nächste Bucher Bürgerforum findet am 26. Februar im Bucher Bürgerhaus zum Thema „Bucher Schulen und Sporteinrichtungen“ statt. Sie sind herzlich eingeladen.

Posted on 2. Februar 2019, in aktuelles vom Verein, Stadtumbau and tagged , . Bookmark the permalink. Leave a Comment.

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