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Erst Verkehrsprobleme lösen – dann Wohnungsneubau

Rund 120 Einwohnerinnen und Einwohner von Buch und Karow waren der Einladung des Bucher Bürgervereins und der Redaktion zum Bucher Bürgerforum am 20. März gefolgt.

Das Thema: „Gibt es für Buch Wege aus dem Verkehrschaos?“

Der Vorsitzende unseres Bürgervereins, Steffen Lochow, machte am Anfang sehr deutlich, dass die jetzigen Angebote besonders in der Zeit des Berufsverkehrs nicht reichen. Und in den nächsten Jahren werden in Karow und Buch viele Neubauwohnungen entstehen. In einem Punkt waren sich an diesem Abend in der „Festen Scheune“ auf dem Stadtgut alle einig: Erst müssen die Verkehrsprobleme im Berliner Nordosten gelöst werden, bevor die Neubauwohnungen entstehen.

Oliver Friederici, seit 1995 im Berliner Abgeordnetenhaus, ist Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus. In seinem Einführungsvortrag verwies er auf das Verkehrskonzept des Berliner Senats für den Nordosten, das demnächst vorgestellt wird. (Wir werden Sie hier zeitnah informieren.) Daraus konnte er natürlich noch nicht berichten, er stellte den Antrag der CDU-Fraktion zu Verkehrsfragen vor, der Anfang April eingereicht wird.

Der Zuzug nach Berlin erfolgt vor allem in den Randgebieten Berlins. Pankow ist der am schnellsten wachsenden Stadtbezirk von Berlin. In den Berliner Randgebieten gibt es weder Carsharing-Angebote oder alternative Mobilitätsangebote. Herr Friederici ist vor allem dafür, dass die Verkehrspolitik alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt berücksichtigen muss. Jeder Einwohner, jede Einwohnerin hat das Recht, das Verkehrsmittel zu nutzen, das er möchte. Wenn es ein kostengünstiges und leistungsfähiges ÖPNV-Angebot gibt, steigen viele PKW-Fahrer auf den Bus oder die Bahn um. Das konnte in einigen Städten Deutschlands bereits erreicht werden. Es soll Fahrradschnellstrassen geben, die Ampelschaltungen müssen in Berlin intelligenter werden und sich dem aktuellen Verkehrsfluss anpassen. Der Güterverkehr muss raus aus den Ortsteilen, wo es möglich ist. Die Problematik der vielen Brandenburger Pendler kann nur zusammen mit Brandenburg gelöst werden. Die CDU-Fraktion ist für P & R-Parkplätzen auf Brandenburger Territorium entlang der S-Bahn. Die S 2 nach Bernau muss im 10-Minuten-Takt fahren, in Buch sollte ein Regionalbahnhof entstehen. Die Tram M 2 und die U 2 müssen in Zukunft weiter ausgebaut werden. Besonders wichtig ist eine Änderung der Tarifzonen.

Johannes Kraft, Fraktionsvorsitzender der CDU Fraktion in der BVV Pankow, betonte in seinem Statement, dass der Pendlerverkehr von Brandenburg nach Berlin eingeschränkt werden muss. Die BVV Pankow lehnt einen Turmbahnhof Karow ab und priorisiert einen Regionalbahnhof Buch. Dadurch könnte die S-Bahn entlastet werden und eine kurze Verbindung zum BER entstehen.

Im Rahmenplan Buch-Süd sollen die neuen Wohngebiete möglichst autofrei sein. Dafür sollen Kiezparkhäuser entstehen. Ganz konkret können die Planungen dafür erst gemacht werden, wenn feststeht, wieviel Wohnungen gebaut werden.

In der sachlich geführten Diskussion ging es wieder einmal um den Autobahnanschluss in Karow. Hier gibt es nach wie vor stark abweichende Positionen. Bei allen Fragen zum Verkehr müssen auch die gesundheitlichen Folgen beachtet werden, so Herr Peters von der Bürgerinitiative BINO (e.V.). An allen P & R-Parkplätzen müssen in Zukunft Ladesäulen für E-Autos entstehen, hierfür könnte es dann ein Kombiticket geben.

Steffen Lochow stellte die Idee eines S-Bahnhofes Bucher Strasse vor. Vorteil wäre, dort ist viel Platz für einen großen P & R-Parkplatz und er wäre leicht zu erschließen.

Natürlich wurde über die schlechten Fuß- und Radwege in Buch diskutiert. Gerade die Fußwege zum Bucher Bürgerhaus, rund um die Gänsegruppe sind eine Zumutung. Die mangelnde Straßenbeleuchtung in einigen Strassen, z.B. der Franz-Schmidt-Strasse war ebenfalls ein Thema.

Dr. Scheller, Geschäftsführer der Campus Berlin-Buch GmbH, erklärte in einem kurzen Statement, das auf dem Campus ein Auto von Stadtmobil für Carsharing bereitsteht. Diese Carsharing-Möglichkeit können auch Bucher Einwohnerinnen und Einwohner nutzen. Bei starker Nachfrage könnte dieses Auto auch an einem zentralen Ort in Buch stehen. Zurzeit muss das Auto wieder am Campus abgestellt werden.

Steffen Lochow lud ein, sich aktiv in der Arbeitsgruppe Verkehr des Bucher Bürgervereins zu beteiligen und gemeinsam nach Lösungen für die Verkehrsprobleme zu suchen.

Abschließend stellte der Bucher Bürgerverein folgende Forderungen:

Handlungsfelder für den Verkehr in Berlin-Buch und Umgebung

Innerörtliche Maßnahmen

  1. Verringerung der Verkehrsbaustellen und Beschleunigung der Bauarbeiten
  2. Sanierung der Gehwege, um sie mit Rollatoren begehen zu können in den Straßen Alt Buch, Karower Straße, Zepernicker Straße, Schwanebecker Chaussee, Franz-Schmidt-Straße
  3. Beleuchtung der Gehwege in der Franz-Schmidt-Straße
  4. Errichtung des durchgängigen Radwegs vom S-Bahnhof zum Forschungscampus und zum HELIOS-Klinikum
  5. Erweiterung des P&R-Parkplatzes am S-Bahnhof
  6. Bau einer Ladestation für Elektrofahrzeuge auf dem Bahnhofsvorplatz

 

Anbindung an die Nachbarorte

  1. Bau von Radwegeverbindungen vom Radweg Berlin-Usedom ab Bahnhofsvorplatz zu den Radwegen über Hobrechtsfelde nach Wandlitz, über Lindenberger Weg nach Ahrensfelde, über Schwanebecker Chaussee nach Schwanebeck, über Hobrechtsfelder Chaussee nach Französisch-Buchholz und nach Schönerlinde
  2. Verdichtung des S-Bahnverkehrs durch Verlängerung des S-Bahnlinie Flughafen BER-Pankow bis Bernau
  3. Verlängerung der S-Bahn von Wartenberg bis Karower Kreuz
  4. Verlängerung der U 2 von Pankow bis zu den Neubaustandorten in Blankenburg und Karow

 

Anbindung an den Fernverkehr

  1. Errichtung des Regionalbahnhofs Berlin-Buch
  2. Anbindung der Karower Chaussee an die Autobahn A 10

 

Bei der Planung des Wohnungsneubaus in Buch sind vorrangig die dann ab 2024/26 entstehenden neuen Verkehrsprobleme zu lösen.

Präsentation des Abends als pdf:

Bitte um Entschuldigung! Bei der Ankündigung zum Bürgerforum habe ich aus Versehen 20:00 Uhr angegeben. Unsere Bürgerforen beginnen in der Regel um 18:00 Uhr.

Ihr Andreas Wolf, Bucher Bürgerforum

BUCHER BÜRGERFORUM 20. 03.

Der Bucher Bürgerverein und die Redaktion unserer Lokalzeitung laden Sie ganz herzlich ein zum Bucher Bürgerforum am 20. März 2019 um 20:00 Uhr in der „Festen Scheune“ auf dem Stadtgut Alt-Buch.

Thema: Gibt es für Buch Wege aus dem rot-grünen Verkehrschaos?

Diskutiert werden strategische verkehrspolitische Lösungen für Buchs wachsende Region. Zu Gast ist der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Oliver Friederici.

Herr Friederici kann uns dann darüber berichten, welche Auswirkungen der am 26. Februar 2019 durch den Berliner Senat beschlossene Nahverkehrsplan 2019 bis 2023 samt Bedarfsplanung bis 2035 auf unsere Region haben wird.

Nahverkehrsplan

Ich habe für Sie mir einige Punkte des Nahverkehrsplanes angesehen (Er umfasst 385 Seiten).

Unter der Überschrift „Ausbaumaßnahmen im Bahn-Regionalverkehrs- und S-Bahn-Netz“ finden Sie auf Seite 231 folgende Passage:

„Am Kreuz der Stettiner Bahn mit dem Berliner Außenring entsteht der Turmbahnhof Karower Kreuz (Inbetriebnahme nach 2025 – s. Seite 295) mit zwei Ebenen. Durch den neuen Turmbahnhof verbessern sich die Umsteigemöglichkeiten zwischen den dort verkehrenden S-Bahn- und Bahn-Regionalverkehrslinien und somit die Verknüpfung der Bezirke im Osten Berlins.“ Damit ist die Entscheidung gegen einen Regionalbahnhof Buch gefallen oder gibt es noch Möglichkeiten, diesen Bahnhof in Buch, der u.a. vom Bezirksamt Pankow und der BVV Pankow gefordert wird, möglich zu machen?

„In Ergänzung zur stadtweiten positiven Nachfrageentwicklung im öffentlichen Nahverkehr durch das Bevölkerungswachstum und weitere Marktanteilsgewinne wurden hierbei u. a. auch folgende lokale Schwerpunkte der städtebaulichen Entwicklungen berücksichtigt:

der weitere Ausbau der Wissenschafts-, Wirtschafts- und Wohnungsstandorte in Adlershof und Buch

Die nachfolgend dargestellten Maßnahmen führen zu deutlichen Kapazitätserweiterungen. Beispielweise führt eine Erhöhung der Zuglänge von 6-auf 8-Wagenzüge (wie u.a. bei der S1-und S2-Tageszuggruppe vorgesehen) zu einer Kapazitätserweiterung um rund 33Prozent je Fahrt.“

Tabelle 36: Geplante Angebots- und Kapazitätsausweitungen der S-Bahn bis 2030

S2 Tageszuggruppe (Buch – Lichtenrade) mit 8-Wagen-Zügen

S6 Angebotsausweitung Buch – Ostring – Adlershof (zusätzliche Zuggruppe Buch – Grünau)

Außerdem ist eine Ausweitung des 10-Minuten-Taktes auf der S 2 vorgesehen, was aber nur in Abstimmung mit dem Land Brandenburg erfolgen kann.

Die Einführung neuer Metrobuslinien mit entsprechender Anpassung von Fahrplänen und Leistungsvolumen sowie ggf. auch Linienführungen ist in der Laufzeit des NVP auf folgenden Korridoren zu prüfen (die Liniennummern sind vorläufige Arbeitstitel):

M58: Buch –Karow –Blankenburg –Niederschönhausen –Schönholz –Osloer Straße

Soweit einige Auszüge aus dem neuen Nahverkehrsplan. Viele Probleme im Strassen- und Schienenverkehr müssen aber möglichst bald behoben werden, um den Anforderungen der wachsenden Stadt und auch unseres Ortsteiles gerecht zu werden. Es gibt zu viele Baustellen zugleich und sie dauern zu lange. Der Berliner Senat will voraussichtlich im April ein Verkehrskonzept für den Nordosten von Berlin vorlegen. Hoffentlich ist dort auch eine Stelle für einen Baukoordinator vorgesehen.

Welche Möglichkeiten hat z.B. die BVG, die Fahrpläne der Busse besser einzuhalten. Wie können die Ortsteile von Panketal besser durch den ÖPNV mit dem S-Bahnhof Buch angebunden werden, um den Parkplatzproblemen entgegen zu wirken. Immer wieder wird auch über eine bessere Verbindung zwischen dem S-Bahnhof Buch und Gut Hobrechtsfelde diskutiert, insbesonders an den Wochenenden.

Die Strassen-, Fuss- und Radwege, ebenso die Beleuchtung sind zum Teil in schlechtem Zustand. Wann entsteht der geplante Radschnellweg vom S-Bahnhof zum Campus und zurWie kann den PKW-Fahrern klar gemacht werden, dass der abgesenkte Bordstein nicht zum Parken ist. Für Gehbehinderte mit Stock oder Rollator sind diese Übergänge genauso wichtig wie für Kinderwagen. Aber auch die Entsorgungsbetriebe wie BSR und Alba benötigen diese abgesenkten Bordsteine.

Wer kontrolliert in unseren Wohngebieten die Einhaltung von Tempo 30? Besonders von der Groscurthstrasse, der Wolfgang-Heinz-Strasse oder der Theodor-Brugsch-Strasse gibt es immer wieder Beschwerden von Anwohnern, dass dieses Tempolimit nicht eingehalten wird.

Wir laden Sie herzlich ein zum Bürgerforum zum Thema Verkehr am 20. März, 18:00 Uhr in der „Festen Scheune“, Stadtgut Alt-Buch

Ihr Andreas Wolf, Bucher Bürgerverein

Buch bekommt zwei neue Schulen

Berlin-Buch bekommt in den nächsten 2 Jahren mindestens zwei neue Schulen. Darüber berichtete der Pankower Bezirksstadtrat Dr. Thorsten Kühne, Stadtrat für Schule, Sport, Facility Management und Gesundheit am 26. Februar auf dem Bucher Bürgerforum.

Er komme sehr gern nach Buch, da er hier geboren wurde. Seine Besuche in Buch zeugen auch davon, dass es in Buch vorangeht.

Im Saal des Bucher Bürgerhauses waren leider nicht alle Plätze besetzt, obwohl dieses Thema: „Sind die Bucher Schulen und Sporteinrichtungen fit für die Zukunft?“ für viele Bucherinnen und Bucher und auch für Schüler interessant ist.

Pankow ist nach wie vor der am schnellsten wachsenden Stadtbezirk in Berlin. Der Berliner Senat geht in seiner Bevölkerungsprognose im Zeitraum von 2015 bis 2030 von einer Steigerung der Pankower Bevölkerung um ca. 16 Prozent aus.

Das erfordert neben der Sanierung bestehender Schulen auch den Schulneubau. Berlin wird mit der Schulbauoffensive diesen gewachsenen Anforderungen gerecht. Es wird geprüft, an welchen Schulen es möglich ist, Erweiterungen mit modernen Schulcontainern oder Modularen Ergänzungsbauten durchzuführen, wie z.B. bei der Grundschule Am Sandhaus. Im Schuljahr 2026/27 rechnet Pankow mit ca. 44.000 Schülerinnen und Schüler an öffentlichen Schulen.

Das Gebäude der ehemaligen Hufeland-Schule an der Karower Chaussee 97 wird abgerissen und hier baut der Senat eine neue Grundschule. Diese Schule wird der erste Schulneubau in Pankow sein, der nach dem Siegerentwurf des Architektenwettbewerbes des Senates gebaut wird. Sehr optimistisch ist eine Fertigstellung im August 2022, voraussichtlich 2023. Sie bietet ca. 576 Schülerinnen und Schüler Platz.

Innerhalb des Rahmenplanes Buch-Süd wird in diesem Gebiet eine neue Gemeinschaftsschule gebaut. Als Standorte werden zurzeit die Brunnengalerie neben dem geplanten Bucher Bildungs- und Integrationszentrum geprüft sowie die Standorte neben der Turnhalle der Marianne-Buggenhagen-Schule (Ernst-Busch-Strasse) und der Standort Wiltbergstrasse 29 G, wo das Gebäude der ehemaligen Fachschule für Sozialberufe steht.

Das hintere ehemalige Schulgebäude am Sportplatz soll für die Marianne-Buggenhagen-Schule reaktiviert werden.

Bei allen Schulneubauten in Pankow werden auch Sportflächen und Turnhallen mitgebaut. Der Bezirk prüft einen Ankauf der neuen Sporthalle im Ludwig-Hoffmann-Quartier, die für die Evangelische Schule und die Montessori-Gemeinschaftsschule gebaut wurde. Öffentliche Grünflächen sollen zur Bewegungsförderung aufgewertet werden. Den Bebauungsentwurf für den Panke-Platz hatte der Bezirksstadtrat Dr. Kühne am 25. Februar im Bucher Bürgerhaus vorgestellt.

In der Diskussion ging es vor allem um die Hufeland-Schule. Das Gebäude und die Sporthalle bräuchten dringend eine Sanierung. Hier muss geprüft werden, ob es Möglichkeiten gibt, eine Teilsanierung in den nächsten Jahren durchzuführen. Es gibt konkrete Bestrebungen, in Buch eine evangelische Sekundarschule zu bauen. Hier gibt es noch kein passendes Grundstück.

Bei allen Vorhaben besteht nicht nur in Pankow ein großes Problem. Es gibt weder in den Bezirksämtern genügend Personal, um die Vorhaben zu planen und durchzuführen, es gibt kaum Bauleiter für den Schulneubau, aber es fehlen auch Lehrerinnen und Lehrer. Ca. 50 Prozent der neu eingestellten Lehrkräfte sind in Pankow zurzeit Seiten- oder Quereinsteiger.

Das Bürgerforum zeigte deutlich, dass durch die wachsende Stadt eine Schulbauoffensive dringend nötig war. Auch Berlin-Buch wird davon in den nächsten Jahren profitieren. Der geplante Wohnungsneubau macht deutlich, dass die Schulneubauten und die Modernisierungsvorhaben oder Erweiterungen der vorhandenen Schulen dringend nötig sind.

Weiterführende Informationen:

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Seite 28 Grundschule Am Sandhaus

Seite 47 Neubau GS Karower Chaussee 97

Seite 64 Hufeland-Schule

Seite 77 Marianne-Buggenhagen-Schule

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Das nächste Bucher Bürgerforum findet am 20. März 2019 um 18:00 Uhr in der „Festen Scheune“ auf dem Stadtgut Alt-Buch statt. Es geht dabei um alle Fragen rund um den Verkehr in Buch. Eingeladen ist Herr Friedrici, Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz des Abgeordnetenhauses Berlin.

Ihr Andreas Wolf, Bucher Bürgerverein

 

 

BUCHER BÜRGERFORUM 26. Februar

Die Redaktion unserer Lokalzeitung und der Bucher Bürgerverein laden Sie herzlich ein zum 2. Bucher Bürgerforum des Jahres am 26. Februar um 18:00 Uhr.

Das Thema: „Sind die Schulen und Sportstätten fit für die Zukunft?“ Zu Gast im Bucher Bürgerhaus ist Pankows Schul- und Sportstadtrat Dr. Kühne.

Begleiten Sie mich kurz auf einer Reise durch die Bucher Schulen. In der Grundschule Am Sandhaus lernen zurzeit ca. 380 Schüler. Sie ist eine sportbetonte Grundschule mit ökologischer Orientierung. Das Schulgebäude der Halbtagsgrundschule mit offenem Ganztagsbetrieb ist über 100 Jahre alt. Es gibt in Berlin keine Schule, die einen Schulwald hat. Seit Jahren arbeitet die Grundschule Am Sandhaus mit der Revierförsterei Buch zusammen. Im Freizeitbereich (Hort) werden zurzeit ca. 180 Kinder betreut.

Im Ludwig-Hoffmann-Quartier an der Wiltbergstrasse entstanden zwei Schulen, die Evangelische Schule Buch. Die Schule führt bis zur 6. Klasse und steht in Trägerschaft der Schulstiftung der Evangelischen Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Standort der Schule ist das Haus 27 im Ludwig-Hoffmann-Quartier an der Wiltbergstraße 90 (ehemals Städt. Klinikum Buch Teil I). Die Evangelische Schule ist eine verlässliche Halbtagsgrundschule mit ergänzender Betreuung.

Außerdem entstand im Ludwig-Hoffmann-Quartier die Montessori-Gemeinschaftsschule Buch. Sie wurde 2012 gegründet. Lernen und Leben in gegenseitiger Anerkennung – Anerkennung von Verschiedenheit – individualisiertes Lernen in einer Gemeinschaft, das ist ihr Leitbild.

An der Walter-Friedrich-Strasse ist der rote Ergänzungsbau der Hufelandschule nicht zu übersehen.

Sie ist eine Integrierte Sekundarschule. Das Hauptgebäude, in dem früher ein Gymnasium war, sowie die Turnhalle sind eigentlich ein dringender Sanierungsfall, insbesonders die Fassade.

Eine weitere Schule in Buch ist die Marianne-Buggenhagen-Schule an der Ernst-Busch-Strasse. Sie ist eine Schule für Schüler mit dem Förderschwerpunkt “körperlich – motorische Entwicklung”. Vor kurzem wurde eine Lehrküche für Schülerinnen und Schüler eröffnet. Beim jetzigen Stand des Rahmenplanes Buch-Süd soll das hintere Schulgebäude direkt am Sportplatz wieder für den Schulbetrieb nutzbar gemacht werden.

Innerhalb des Rahmenplanes Buch-Süd soll eine Gemeinschaftsschule errichtet werden, hier wird zurzeit an der Findung des besten Standortes gesucht. Am Standort der ehemaligen Hufelandschule in der Karower Chaussee will der Berliner Senat für 16,8 Millionen Euro eine neue Schule errichten.

Und wie sieht es mit den Sportanlagen in Buch aus? Die Sporthalle der Marianne-Buggenhagen-Schule ist relativ neu und wird rege genutzt. Im Ludwig-Hoffmann-Quartier bekommen die beiden Schulen in den nächsten Wochen eine moderne Dreifelder-Sporthalle, wie Herr Dahlke auf dem letzten Bürgerforum berichtete. Hier wird geprüft, wie eine außerschulische Nutzung praktikabel ist. Auf einer Veranstaltung am Montag, dem 25. Februar im Bucher Bürgerhaus wird das Bezirksamt Pankow von 18:00 bis ca. 20:00 Uhr über die Pläne für den Panke-Platz informieren. Wünschenswert wäre, die bisherigen Aktivitäten und Einsätze zu integrieren. Die Wiedereröffnung unserer Schwimmhalle ist zurzeit noch nicht absehbar. Ab dem 1. März 2018 ist die Schwimmhalle Buch geschlossen. Sie wird entkernt und gründlich modernisiert und erhält eine komplett neue Gebäudehülle, die wärmegedämmt wird. Auch für die Gäste ändert sich etwas: Die Saunaanlage wird um Ruheräume und die Badehalle mit einem kleinen Wintergarten erweitert und aufgewertet. In dem Wintergarten wird ein Kleinkind-Planschbecken neu errichtet. Die Wiedereröffnung ist für den Winter 2019/20 geplant.

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Da die Attraktivität unseres Wohnortes Buch weiter verbessert werden soll, könnte ich mir vorstellen, dass Buch wieder eine Kegel- oder Bowlingbahn bekommt. Vielleicht im Keller des Bildungs- und Integrationszentrums? Sie haben bestimmt noch mehr Vorschläge und Fragen. Da wir in Buch durch den Campus und die Kliniken viele qualifizierte Arbeitsplätze haben, darf die Frage nach einem Gymnasium in Buch nicht fehlen. Durch die Arbeit des Bildungsverbundes Buch soll die Zusammenarbeit aller an Bildung Interessierten vor Ort in Buch in besonderer Weise gestärkt werden. Das Ziel ist es, allen Kindern und Jugendlichen bestmögliche Bildungschancen zu ermöglichen.

Damit haben Sie einen kleinen Einblick in die Thematik bekommen. Wir laden Sie herzlich ein, mitzudiskutieren, welche weitere Entwicklung Buch nimmt. Ob die Schulen und Sportanlagen fit für die Zukunft sind, werden wir am Ende des Bürgerforums wissen.

Schulflyer Hufelandschule:

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Schulkonzept Marianne-Buggenhagen-Schule:

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Einladung Bebauungskonzept Panke-Platz:

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Erfolgreicher Auftakt für Bucher Bürgerforen 2019

Das war ein gelungener Auftakt für die Bucher Bürgerforen des Jahres 2019. Die Redaktion „Bucher Bote“ und der Bürgerverein hatten am 31. 01. in die „Feste Scheune“ zum Thema „Entwicklung der Wohnquartiere und des sozialen Zusammenhalts in Berlin-Buch“ eingeladen. Das sehr zahlreiche Publikum zeigte einmal mehr, dass der Bürgerverein sich den drängenden und aktuellen Fragen stellt und versucht, kompetente Auskünfte zu finden. Als Gäste waren u.a. die Berliner Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Frau Breitenbach und der Pankower Bezirks-bürgermeister, Sören Benn anwesend.

Eins stand am Ende der Veranstaltung fest, in den nächsten zwei, drei Jahren wird es in Buch keinen Bauboom geben.

Die HOWOGE hat in Berlin zurzeit ca. 61.000 Wohnungen, bis 2026 soll der Bestand auf ca. 75.200 Wohnungen wachsen. In Buch hat die HOWOGE 3.624 Wohnungen und einen Leerstand von 1,4 Prozent. Es gibt in Buch eine sehr gute Vernetzung vieler Akteure und Ansprechpartner. Kooperationen mit Schulen und Vereinen, wie z.B. der Bucher Bildungsverbund zeigen, dass sich die HOWOGE ihren sozialen Anforderungen stellt. Im Moment hat die HOWOGE für Buch keine Neubauten geplant.

Herr Dahlke berichtete über das Wachsen des Ludwig-Hoffmann-Quartiers an der Wiltbergstrasse. Der ehemalige ÖB I hat sich zu einem lebendigen Stadtquartier entwickelt. Dazu beigetragen haben die Sanierung und Umbauten der ehemaligen Klinikgebäude zu 2 Schulen und 3 Kitas. Die große Sporthalle ist fast fertig und auch die 4. Kita. Bis 2020 soll es im LHQ ca. 900 Wohnungen geben. Herr Dahlke betonte auch die gute Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuren. Der Bucher Bürgerverein ist für ihn ein kompetenter und engagierter Ansprechpartner. Unser Partnerverein Verein “Kultur im Quartier” hat mit verschiedenen Veranstaltungen dazu beigetragen, dass das LHQ eng mit den anderen Wohngebieten Buchs verzahnt ist.

Die WBG “Wilhelmsruh” e.G. / Buch hat ca. 790 Wohnungen in Buch. In den letzten 5 Jahren investierte die WBG ca. 19 Millionen Euro in Buch. Im Frühjahr wird die Gestaltung eines weiteren Innenhofes begonnen. 85 Prozent der Wohnungen der WBG Wilhelmsruh sind barrierefrei bzw. -arm.

Alle Wohnungsanbieter setzen viel daran, dass sich die Mieterinnen und Mieter möglichst lange in ihren Wohnungen wohlfühlen können.

Das gilt auch für die EWG Pankow e.G. / Buch, die in Buch rund 3.300 Wohnungen besitzt. Auch hier wurde in den letzten Jahren viel investiert.

Das Planungsbüro PFE berichtete ausführlich über den aktuellen Stand des Rahmenplanes Buch-Süd. Die jetzige Vorzugsvariante sieht ca. 1400 neue Wohnungen in diesem Gebiet vor. Da der Senat in diesem Gebiet eine Gemeinschaftsschule für bis ca. 1000 Schülerinnen und Schüler und der Standort noch nicht festgelegt ist, dauern die Planungen für Buch-Süd länger. Geplant sind auf der nördlichen Brunnengalerie neben dem Bucher Bildungs- und Integrationszentrum (BIZ) ein Wohngebiet, auf der südlichen Seite an der Autobahn und entlang des Kappgrabens Gebäude für die Erweiterung des Campus Buch. Der Panke-Platz soll aufgewertet werden. Eine Quartiersgarage soll dazu dienen, den Individualverkehr (PKW) von den Wohngebieten fernzuhalten. Das Bezirksamt Pankow BA Pankow/Rahmenplan Buch-Süd wird auf seiner Webseite über die weitere Planung des Rahmenplanes Buch-Süd informieren.

In der sehr sachlich geführten Diskussion gab es wie erwartet Fragen zur Änderung des FNP im Bereich am Sandhaus. Die Senatorin, Frau Breitenbach betonte, dass hier nicht sofort die Bagger anrollen werden. Fest steht, das die Moorlinse auf jeden Fall erhalten werden soll. Es ist noch keine Entscheidung gefallen, wie es mit den ehemaligen Regierungskrankenhäusern weitergeht.

Der Bezirksbürgermeister, Sören Benn bezeichnete in der Diskussion die Moorlinse als ein Juwel, was unbedingt geschützt werden muss. Er betonte die Wichtigkeit des geplanten Bucher Bildungs- und Integrationszentrum auf der Brunnengalerie. Es soll ein kulturelles Zentrum werden und so das kulturelle Leben in Buch bereichern. Da es in der Diskussion einige Fragen zum Verkehr gab, betonte der Bürgermeister, dass es für den Nordosten Berlins eine zukunftsfähige Lösung der Verkehrsprobleme geben muss. Zu den Verkehrsfragen in Buch und Umgebung führt der Bucher Bürgerverein im März ein Bürgerforum durch. Da wird es sicherlich auch noch einmal um den Turmbahnhof Karow und den Regionalbahnhof Buch gehen.

Der Vorsitzende unseres Bürgervereins, Steffen Lochow, zog am Ende der sehr informativen Veranstaltung ein positives Resümee. Die Schlosskirche Buch bekommt ihren Kirchturm wieder, der 3. Bauabschnitt der Bucher Schlossparkpassage hat unübersehbar begonnen, die Arbeiten an der Wiltbergstrasse gehen voran und auch der Rahmenplan Buch-Süd nimmt immer konkretere Formen an. Also gute Aussichten für eine positive weitere Entwicklung von Buch.

Das nächste Bucher Bürgerforum findet am 26. Februar im Bucher Bürgerhaus zum Thema „Bucher Schulen und Sporteinrichtungen“ statt. Sie sind herzlich eingeladen.

Sie sind eingeladen: BUCHER BÜRGERFORUM

Einfahrt Stadtgut Buch

Der Bucher Bürgerverein

und die Redaktion unserer Lokalzeitung „Bucher Bote“ laden Sie ganz herzlich ein zum ersten Bucher Bürgerforum des Jahres 2019. Es findet am Donnerstag, dem 31. Januar 2019 in der Zeit von 18:00 bis ca. 20:00 Uhr in der „Festen Scheune“ unseres Stadtgutes Alt-Buch statt.

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Thema: „Entwicklung der Wohnquartiere und des sozialen Zusammenhalts in Berlin-Buch“

Das Anliegen ist es, die Bürger über die aktuelle Wohnungssituation zu informieren und Vorstellungen und Empfehlungen für den zukünftigen Wohnungsneubau in Berlin-Buch zu diskutieren. Im Mittelpunkt soll dabei die Beibehaltung der Wohnungsvielfalt und die Erweiterung des Angebots von angemessenem Wohnraum mit entsprechendem infra-strukturellem Umfeld, insbesondere mit vielfältigen Begegnungsorten, für die in Berlin-Buch tätigen bzw. zusätzlich benötigten Mediziner, Pflegekräfte, Wissenschaftler, technischen Mitarbeiter, Studenten und Auszubildenden stehen.

Die HOWOGE, das Ludwig-Hoffmann-Quartier, die WBG “Wilhelmsruh” e.G. und die EWG Pankow e.G. möchten Sie über die Entwicklung des Wohnungsbestandes in Buch, die gegenwärtigen und für 2019/20 geplanten Investitionen sowie eine mögliche Beteiligung am kommenden Wohnungsneubau in Berlin-Buch informieren. Das Planungsbüro PFE informiert Sie über den Stand der Rahmenplanung Buch-Süd.

Danach wird es sicher eine sehr rege Diskussion zur weiteren Entwicklung unseres Ortsteiles geben. An der Diskussion wird die Berliner Senatorin, Frau Elke Breitenbach und der Pankower Bürgermeister, Sören Benn teilnehmen.

WBG Wilhelmsruh GroscurthstrasseIn den letzten Jahren wurden viele Häuser in Buch saniert und modernisiert. Das Buch Potential für Wohnungsneubau hat, ist unbestritten. Dieser muss aber mit der gleichzeitigen weiteren Verbesserung der Infrastruktur erfolgen. Und die Bucherinnen und Bucher wollen weiter „im Grünen“ wohnen. Der Berliner Senat hat in seiner Sitzung am 08. Januar 2019 auf Vorlage der Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Katrin Lompscher, fünf Änderungen des Berliner Flächennutzungsplans (FNP) beschlossen. Pressemitteilung Senat Berlin vom 08. 01. 2019 (Wir berichteten) Der FNP gibt einen Überblick über die wichtigsten Planungsziele der Stadt und wird durch Änderungsverfahren ständig aktuell gehalten.

Darunter auch folgende Änderung:

Buch V/Am Sandhaus/ehemalige Krankenhäuser im Bezirk Pankow
Mit der FNP-Änderung wird eine weitere der großen Neubauflächen Berlins für die Entwicklung zu einem der neuen Stadtquartiere vorbereitet. Im Einzugsbereich des S-Bahnhofs Buch sind die Verdichtung bestehender Siedlungsstrukturen und Nachnutzung bereits bebauter Flächen vorgesehen und es können hier bis zu rund 3.300 Wohnungen neu entstehen. Gleichzeitig sollen Wald- und Offenlandflächen im Zusammenhang mit dem Naturpark Barnim erhalten und aufgewertet werden.

Für die neuen Bewohner von Buch muss es aber auch eine gute Verkehrsanbindung, ausreichend Kita- und Schulplätze, Einkaufsmöglichkeiten, aber auch mehr kulturelle und gastronomische Angebote geben.

Das Wohngebiet Buch IV wurde in den siebziger/achtziger Jahren nicht zu Ende gebaut. Auf der Freifläche an der Wolfgang-Heinz-Strasse neben der Sporthalle der Marianne-Buggenhagen-Schule ist noch Platz. Der Rahmenplan Buch-Süd wird Antwort darauf geben, ob hier neue Wohnungen entstehen können. Dabei ist auf eine gesunde, soziale Mischung der Einwohnerinnen und Einwohner zu achten. Für den großen Parkplatz neben dem NORMA-Supermarkt gibt es vielleicht auch erste konkrete Ideen. Und an der Autobahn sind Flächen für den Campus Buch im Gespräch gewesen.

Die ehemalige Schule an der Karower Chaussee wird abgerissen und weicht einem Schulneubau.

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Das Gebäude der Hufeland-Schule an der Walter-Friedrich-Strasse muss dringend saniert und modernisiert werden. An dieser Stelle darf die Frage nicht fehlen, ob Buch endlich wieder ein Gymnasium benötigt. Die Kita Friedrich-Richter-Strasse 36-38 wird umfassend energetisch saniert mit einer gleichzeitigen Erhöhung der Kapazität auf 200 Plätze. So steht es in der aktuellen Projekt- und Vorhabenliste des Bezirksamtes Pankow. Diese finden Sie auf der Startseite des Bezirksamtes Pankow.

Unübersehbar haben die Bauarbeiten für den 3. Bauabschnitt der Bucher Schlossparkpassagen begonnen.

Abriss "1000 kleine Dinge"

Foto vom 04. 12. 2018

Zukünftig soll die Wiltbergpromenade sich vom S-Bahnhof Buch über die Schlossparkpassagen bis zum dringend benötigten Bucher Bildungs- und Integrationszentrum auf der Brunnen-galerie an der Ecke Wiltbergstrasse/ Karower Chaussee entlangziehen.

Sie sehen, es gibt viele spannende Themen, die gemeinsam mit Ihnen diskutiert werden können. Buch kann weiter wachsen, aber so, das sich die alteingesessenen und die neuen Einwohnerinnen und Einwohner in unserem Ortsteil wohlfühlen können.

BUCHER BÜRGERFORUM, 31. Januar 2019; 18:00 Uhr

Buch bekommt Bildungs- und Integrationszentrum

Seit vielen Jahren gehört das Bucher Bürgerforum so selbstverständlich zu Buch wie der Campus oder unsere Schlosskirche. Die Redaktion „Bucher Bote“ und der Bucher Bürgerverein hatten zum wieder gut besuchten Bürgerforum im März den stellvertretenden Bezirksbürgermeister und Stadtrat für Stadtentwicklung und Bürgerdienste, Dr. Vollrad Kuhn eingeladen. Thema waren die anstehenden Investitionen aus verschiedenen Fördermitteln in Buch. In den letzten Jahren bis einschließlich 2017 sind aus dem Stadtumbau Ost ca. 22,8 Millionen Euro investiert worden. Diese Gelder wurden z.B. für die Sanierung von Kitas oder Spielplätzen genutzt. Die rege Diskussion zeigte aber auch wieder, dass es für viele Bucherinnen und Bucher nicht schnell genug geht.

Stadtumbaugebiet Buch

Ein Beispiel ist das lange geforderte und erwünschte Bucher Integrations- und Bildungszentrum. Der Berliner Senat stellt aus dem Förderprogramm „Sondervermögen Infrastruktur der wachsenden Stadt und Nachhaltigkeitsfonds“ (SIRWANA) 14 Millionen Euro für dieses Projekt zur Verfügung. Es entsteht auf der Brunnengalerie an der Ecke Karower Chaussee/Wiltbergstrasse. Voraussichtlicher Baubeginn ist 2020. Einziehen sollen in den viergeschossigen Bau u.a. die Stadtteilbibliothek, die Musikschule, Teile des Gläsernen Labors, aber es sollen auch Angebote der VHS Pankow geben. Für die   Bucher Einwohnerinnen und Einwohner wichtig, dass es einen großen Multifunktionssaal geben wird. Vor Baubeginn gibt es ein Bucher Bürgerforum zum Nutzungs- und Strukturkonzept.

Das Bildungszentrum wird mit dem 3. Bauabschnitt der Bucher Schlossparkpassagen („1000 kleine Dinge“) durch eine Fußgängerpromenade verbunden. Die Anwohner fragten in der Diskussion, wo dann neue Parkplätze entstehen sollen. Die Mietverträge für den 3. BA sind unterschrieben, informierte Herr Scholz von der Widerker Unternehmensgruppe. Ein Elektronikmarkt, ein Bioladen, ein Fitnessstudio ziehen dort ein, außerdem gibt es Räume für Büros und Praxen.

Auch in Buch wird es Wohnungsneubau geben, es gibt laut Senat und Bezirksamt Pankow Potential für ca. 1300 Wohnungen. Als erstes werden sie voraussichtlich im Gebiet Buch IV entstehen. Für das Gebiet Buch-Süd wird zurzeit einen Rahmenplan erstellt. Das Gebiet Buch-Süd liegt zwischen der Eisenbahnstrecke und der Karower Chaussee sowie der Autobahn und der Wiltbergstrasse. Für dieses Gebiet wurde ein Rahmenplan erstellt, der am 20. März dem Ausschuss Stadtentwicklung der BVV Pankow und im Mai auf einer Info-Veranstaltung (voraussichtlich 16. Mai; wir informieren Sie rechtzeitig) vorgestellt wird. Hoffentlich kommen zu dieser Veranstaltung auch viele Bürger aus diesem Gebiet. Innerhalb von Buch-Süd liegt die Brunnengalerie, eine Flüchtlingsunterkunft, eine ehemalige Kita in der Friedrich-Richter-Straße oder die Skaterbahn an der Wolfgang-Heinz-Straße. Die ehemalige Kita soll komplett saniert werden und eine Kapazität von ca. 200 Plätzen nach der Sanierung und Modernisierung betragen. Die Skaterbahn und der Sportplatz der Marianne-Buggenhagen-Schule werden in den nächsten Jahren ebenfalls saniert, so wie es auch auf dem Panke-Platz weitergehen wird.

Das BA Pankow setzt sich auch weiterhin für die Errichtung des Kirchturmes der Schlosskirche ein und unterstützt den Förderverein, so Bezirksstadtrat Dr. Kuhn. Außerdem wird an dem Plan festgehalten, die Trasse der ehemaligen Industriebahn als Radschnellverbindung zwischen dem S-Bahnhof Buch und dem Campus Buch. Das ist auch ein Teil des energetischen Quartierskonzepts Buch.

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Zum Beispiel wird geprüft, ob der 353 Bus als Elektrobus fahren kann.

Die Arbeiten im Bucher Schlosspark gehen voran, sie werden voraussichtlich 2010/21 beendet werden. Noch keine Aussage konnte zur Zukunft der ehemaligen Regierungskrankenhäuser an der Hobrechtsfelder Chaussee gemacht werden. Wie lange die Bauarbeiten an der Wiltbergstrasse gehen werden, ist ebenfalls ungewiss, da diese Arbeiten mit der Deutschen Bahn abgestimmt werden müssen, wenn die Eisenbahnbrücke Wiltbergstrasse saniert wird.

Einen großen Raum in der angeregten Diskussion nahmen der ruhende Verkehr ein. Es gibt zu wenig Parkplätze. Aber auch die Probleme vor allem älterer Menschen mit unsanierten Bürgersteigen und fehlenden Bordsteinabsenkungen wurden benannt.

Zum Tag der Städtebauförderung am 05. Mai 2018 wird es auch in Buch wieder eine Veranstaltung geben. (Nähere Informationen folgen auf dieser Webseite).

Mit vielen Informationen, aber auch einige ungeklärten Problemen, ging dieses Bucher Bürgerforum zu Ende. Die Redaktion „Bucher Bote“ und der Bucher Bürgerverein laden Sie ein, sich aktiv an der Entwicklung unseres Ortsteiles Buch zu beteiligen.

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung/Bucher Bürgerforum

 

Leuchtturmprojekte Stadtumbau Ost/ Ortsteil Buch

BUCHER BÜRGERFORUM 14. März 18:00 Uhr

BUCHER BÜRGERFORUM

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Bucherinnen und Bucher, der Bucher Bürgerverein und die Redaktion „Bucher Bote“ laden Sie herzlich ein zum ersten Bürgerforum in diesem Jahr in der „Festen Scheune“ auf dem Stadtgut Buch.

Zu Gast ist der Pankower Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung und Bürgerdienste, Herr Vollrad Kuhn.

Thema sind die 2018/19 laufenden und vorbereiteten Investitionen in Berlin-Buch aus dem Programm Stadtumbau und weiteren Programmen des Bezirksamts und des Berliner Senats, darunter die Baustelle Wiltbergstraße, die Situation im Schloßpark, die Errichtung des Bildungszentrums, die städtebauliche Gestaltung der ehemaligen Brunnengalerie an der Karower Chaussee und die Entwicklung des Tourismuskonzepts.

Schlosspark Buch

Schlosspark Buch im März 2018

Das sind sicherlich nur einige Themen, die den Bucherinnen und Buchern auf den Nägeln brennen. So werden immer wieder Standorte für Wohnungsneubau in Buch diskutiert. Hier müssen der Senat und das Bezirksamt bald etwas Konkretes und Verbindliches mitteilen. Und vorher sollten die Einwohner mitreden dürfen.

Die Bauarbeiten an der Wiltbergstrasse können erst zu Ende ausgeführt werden, wenn die Eisenbahnbrücke Wiltbergstrasse durch die Bahn grundlegend renoviert und vielleicht sogar verbreitert werden. Und dann sollte auch unser S-Bahnhof, der zum großen Teil unter Denkmalschutz steht, nicht nur einen neuen Farbanstrich bekommen. Der Bahnhof sollte zu einer Visitenkarte von Buch werden.

In einigen Presseberichten konnte mitgeteilt werden, dass der Berliner Senat die Mittel für das Bucher Integrationszentrum, das Begegnungszentrum oder das Bildungszentrum freigegeben hat. Wann erfolgt hier der Startschuss? Die hauptamtlichen sowie den ehrenamtlichen Helfern, die die Flüchtlinge in Buch unterstützen, wünschen sich, dass der Baubeginn am besten morgen erfolgt. Es soll auf der Brunnengalerie an der Ecke Wiltbergstrasse/Karower Chaussee entstehen.

Brunnengalerie

Brunnengalerie von der Autobahn aus gesehen

Es gibt in Buch noch viele Gebäude, die zurzeit nicht genutzt werden. Einige Beispiele:  ehemalige Regierungskrankenhäuser an der Hobrechtsfelder Chaussee oder das Waldhaus oder die ehemalige Fachschule für Sozialwesen in der Wiltbergstrasse (neben THW). Wenn Gebäude längere Zeit nicht genutzt werden, geht es den Gebäuden an die Substanz.

Sicher haben Sie noch mehr Fragen, wie es in unserem Ortsteil weitergehen soll. Deswegen kommen Sie zum BUCHER BÜRGERFORUM am Mittwoch, den 14. März 2018 um 18:00 Uhr in die „Feste Scheune“ auf dem Stadtgut Buch.

Einfahrt Stadtgut Buch

Vorhaben- und Projektliste des BA Pankow

Kita Fr.-Richter-Str.

ehemalige Kita in der Friedrich-Richter-Strasse

Aktuelle Projektliste des BA Pankow:

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Schlosspark Buch verändert sich

Schlossparkeingang Alt-Buch

Der restaurierte Parkeingang in Alt-Buch

In den nächsten Jahren wird sich im Schlosspark Buch einiges verändern. Voraussichtlich im Oktober diesen Jahres beginnt der 2. Bauabschnitt mit Fördergeldern aus dem Fördertopf Stadtumbau Ost in Höhe von 460.000 Euro. Das konnte Frau Leane Benjamin vom Straßen- und Grünflächenamt des Bezirkes Pankow auf dem Bucher Bürgerforum Open Air und direkt vor Ort im Schlosspark den interessierten Bucherinnen und Buchern mitteilen. Zu Gast war auch die zuständige Landschaftsarchitektin, Frau Brigitte Gehrke.

Frau Benjamin berichtete, das weitere Bauabschnitte in den nächsten Jahren folgen werden. Als Grundlage für die kommenden Arbeiten wurde das Parkpflegewerk von 1994 sowie Pläne von 1805 und 1763 genommen. Diese müssen nach den heutigen Bedürfnissen der Nutzer unseres Schlossparks angepasst werden. Ein wichtiger Punkt ist die Barrierefreiheit. Bis zum Baubeginn gab es viele Abstimmungen und Besichtigungen vor Ort. Da der Schlosspark Buch ein eingetragenes Gartendenkmal und seit kurzem auch Naturschutzgebiet ist, mussten die Pläne mit der Unteren und der Oberen Denkmalschutzbehörde sowie den zuständigen Behörden für den Naturschutz und dem Senat abgestimmt werden. Dabei gab es oft hitzige Diskussionen, die zu einem guten Ergebnis führten.

Das der Park den Buchern am Herzen liegt, merkte man an der interessanten und lebhaften Diskussion. Natürlich freuen wir uns über die weitere Entwicklung des Schlossparks. Doch am wichtigsten ist die Sauberkeit und die kontinuierliche Pflege des Parks. Zur Zeit fehlt dafür aber noch ausreichendes Personal und finanzielle Mittel. Eine Änderung der Pflegestufe wäre sehr hilfreich. Der Schlosspark Buch hat die Pflegestufe IV und damit leider die niedrigste. Frau Benjamin bedankte sich für den großen Einsatz des Bucher Bürgervereins und die vielen, freiwilligen Arbeitsstunden.

Freiwilliger Arbeitseinsatz im Schlosspark im April 2016

Im 2. Bauabschnitt wird die Grünfläche parallel zur Strasse Alt-Buch wieder als Terrasse gestaltet, historische Treppen wiederhergestellt genauso wie der Aussichtshügel. Dabei ist es auch wichtig, die Sichtachsen auf die Schlosskirche freizuschneiden.

Schlosskirche Buch

Es wird auch Baumfällungen geben. Die Kastanienallee soll vervollständigt werden, die Wege verändern sich. Dabei soll auch der jetzt diagonale Trampelpfad zwischen dem S-Bahnhof Buch und dem Ausgang Alt-Buch verschwinden. Hier haben fast alle Teilnehmer des Bürgerforums Bedenken, ob das gelingen wird. Zum Teil soll es auch noch einige Ausgrabungen geben, um den Standort der Treppen oder des ehemaligen Springbrunnens festzustellen.

Der Parkeingang an der Wiltbergstrasse kann erst in Angriff genommen werden, wenn die Straßenbauarbeiten abgeschlossen sind.

Die Einwohnerinnen und Einwohner von Buch freuen sich, das sich jetzt im Schlosspark wieder etwas tut. Der Bürgerverein wird sich auch in den kommenden Jahren für eine bessere Pflege, mehr Sauberkeit und eine behutsame Entwicklung des Parks einsetzen

Senatsverwaltung Stadtentwicklung / Schlosspark Buch

 

17. 7. BUCHER BÜRGERFORUM open Air: Schlosspark

Schlossparkeingang Alt-Buch

Der restaurierte Parkeingang in Alt-Buch

Die Redaktion “Bucher Bote” und der Bucher Bürgerverein laden Sie herzlich ein zum Bucher Bürgerforum open Air im Schlosspark Buch am Montag, den 17. Juli 2017 um 17:30 Uhr.

Zu Gast ist Frau Leane Benjamin, Bauleiterin für den Schlosspark. Sie stellt die Ausführungsplanung für die im September beginnende 2. Etappe der denkmalgerechten Rekonstruktion des Parks vor.

Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung in der Schlosskirche statt.

“Der Bucher Schlosspark ist ein Gartendenkmal im Herzen von Berlin-Buch. Die Panke schlängelt sich durch den Park mit seinem alten Baumbestand. Von den Gebäuden ist nur die barocke Schlosskirche erhalten.

Der Park wurde 1607 eingerichtet und durch das Anlegen von Parkgewässern 1813 zum offenen Landschaftspark umgestaltet. Seit 1907 ist er öffentlich zugänglich. Heute ist er Erholungsgebiet für die Patienten der Kliniken und ein wichtiger Identifikationsort für die Bucher Bevölkerung. Die Hauptwege im und um den Park haben eine wichtige Funktion als lokale Verbindung zwischen S-Bahnhof und dem Campus/Klinikum Buch sowie als Teil des Panke-Radwanderwegs.

Die historischen Wege und Wasserläufe sollen nach und nach in ihrer ursprünglichen Form wieder auferstehen. Ein Schritt in diesem Prozess ist die denkmalgerechte Wiederherstellung des Eingangsbereichs an der Straße Alt-Buch. Dies wird mit bezirklichen Investitionsmitteln von November 2013 bis zum Frühjahr 2014 realisiert. Zur denkmalgerechten Wiederherstellung gehören die Sanierung des Portals, die Ergänzung der drei Tore sowie der Einfriedung mit den Mauern und Schmuckgittern. Gleichzeitig wird die Platzfläche straßenseitig erneuert. Während der aktiven Bauphasen wird der Parkzugang Alt-Buch geschlossen sein.

Parkseitig wird der erste Abschnitt des Weges mit wassergebundener Wegedecke (Tennenbelag) erneuert und an den Rändern die historisch vorhandene doppelte Lindenreihe neu gepflanzt. Die Weiterführung dieses Weges mit der anschließenden Platzfläche und dem Weg entlang der Kirche wurde 2013 mit Mitteln aus dem Programm Stadtumbau Ost realisiert (siehe Lageplan unter Pläne/Grafiken rechts).

An der Wiltbergstraße wurde die historische Einfriedung mit dem Klinkersockel und den Ziergittern wiederhergestellt, der anschließende Drahtgitterzaun durch einen schlichten Stabzaun ersetzt und der letzte, noch nicht eingefriedete Abschnitt ebenfalls mit einem Zaun versehen.

In den kommenden Jahren wird die Erneuerung der Wege im Parkinnern mit Mitteln aus dem Stadtumbau-Programm weitergeführt. Zudem entsteht ein Parkpflegewerk, in dem die Geschichte und die verschiedenen Gestaltungsperioden des Parks dokumentiert sind. Auf dieser Grundlage können Lösungen für die Zukunft erarbeitet werden.”

Quelle: L. Benjamin/Bezirksamt Pankow, Tiefbau- und Landschaftsplanungsamt, bearb. A. Stahl, Fotos: Brigitte Gehrke

Stand: Juni 2014

http://www.stadtentwicklung.berlin.de/staedtebau/foerderprogramme/stadtumbau/Schlosspark-Buch.6979.0.html

Der Schlosspark Buch mit angrenzender Waldfläche ist inzwischen Naturschutzgebiet.

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Der Schlosspark Buch ist auch ein eingetragenes Gartendenkmal

Denkmalliste Berlin / Schlosspark Buch

Am Dienstag, den 18. Juli findet von 10:00 bis 12:30 Uhr der nächste freiwillige Arbeitseinsatz des Bucher Bürgervereins statt. Wir würden uns über viele, fleißige Helfer freuen. Treffpunkt ist wie immer: Parkeingang Alt-Buch / Rosenbeet