Wissenschaft für alle! 20 Jahre Gläsernes Labor

Das Gläserne Labor feiert 20-jähriges Bestehen. Ein Interview mit den Wegbegleitern Dr. Ulrich Scheller und Claudia Jacob von der Campus Berlin-Buch GmbH.

Wie kam es zur Gründung des Gläsernen Labors?
Ulrich Scheller: Als 1996 der Aufbau des Biotechnologieparks Berlin-Buch auf Hochtouren lief, sollten nicht nur Start-ups Labore und Büros beziehen und marktfähige Biotech-Produkte und Dienstleistungen entwickeln. Es sollte auch ein Forum für den Dialog zwischen der Öffentlichkeit und der Wissenschaft etabliert werden. Die Gründungsidee des ESF*-Projekts „Gläsernes Labor“ war daher, in einem eigens dafür eingerichteten Labor über biomedizinische Forschungsthemen und –methoden zu informieren. Bürgerinnen und Bürger waren eingeladen, gemeinsam mit den Forschenden vom Campus zu experimentieren. Dazu wurde die denkmalgeschützte Remise auf dem Campus umgebaut und mit Laboren, Seminarräumen und Ausstellungsflächen ausgestattet.

Wie startete das Projekt?
Ulrich Scheller: Die ersten Versuche wurden mit Berliner Biologielehrern und angehenden Biolaboranten des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) erprobt. Am 22. März 1999 hatten wir bereits eine Tageszulassung als Genlabor, obwohl das Gläserne Labor noch Baustelle war. Anlass war, dass wir Drehort für die Sendung „Wissenschaft live“ waren, moderiert von Ranga Yogeshwar und übertragen vom Fernsehsender Phoenix. Eine bessere Einführung kann man sich kaum wünschen! Die offizielle Eröffnung war dann am 19. April. Zu unseren Kursen meldeten sich ausnahmslos Lehrkräfte mit ihren Schulklassen an, so dass sich bereits abzeichnete, dass sie künftig das Hauptpublikum sein würden. Bis Jahresende experimentierten etwa 1.500 Schüler in den vierstündigen Laborkursen „Isolierung der DNA aus einer Tomate“, „DANN-Detektive (Genetischer Fingerabdruck)“und „Leuchtende Bakterien“. Der enorme Bedarf der Berliner Schulen hat dazu geführt, dass aus dem Biotech-Schaulabor eines der besucherstärksten Schülerlabore geworden ist.

Was ist das Besondere am Gläsernen Labor?
Claudia Jacob: Das Gläserne Labor gibt über verschiedene Altersstufen hinweg Impulse für wissenschaftliche Neugier – bereits kleine Kinder profitieren davon im Forschergarten. Pro Jahr experimentieren 14.000 Schüler in Halbtagskursen zu Themen der Genetik, Zell- und Neurobiologie, aber auch der Wirkstoffchemie, Physik, Ökologie. Unsere Mitmachexperimente sind eng auf die aktuelle Forschung auf dem Campus bezogen und vermitteln dadurch Wissen, das noch nicht im Lehrbuch steht.

Hier finden Sie das komplette Interview

Gläsernes Labor, Campus Buch

Tipps zu Ostern

Der Bucher Bürgerverein wünscht Ihnen ein frohes Osterfest.

Hier noch einige Tipps für Ihr Osterfest.

Der Förderverein der FFW Schwanebeck lädt herzlich ein zum Osterfeuer am Donnerstag, dem 18. April ab 18:00 Uhr. Auf dem Feuerwehrgelände Schwanebeck, Dorfstrasse 7a erwartet Sie Live-Musik mit Party-Tune, Verköstigung und Gute Laune für Jung und Alt.

Bild von DarkWorkX

Am Samstag, den 20. April um ca. 17:00 Uhr wird das Osterfeuer auf dem Stadtgut Buch entzündet. Feuer und Flamme kann man erneut dieses Jahr zum traditionellen Entzünden des Osterfeuers auf unserem historischen Stadtgut Berlin-Buch, Alt-Buch 45-51 sein. In familiärer Atmosphäre kann gemeinsam dem Knacken des Holzes gelauscht und sich an den wohligen Flammen gewärmt werden. Für Verpflegung wird mit einem Grillstand gesorgt. Das Team des Restaurants „Zum Speicher“ lädt Sie herzlich ein, die Zeit auf dem Stadtgut Berlin-Buch zu genießen.

LEO´s Restauration, in Zepernick, Schönower Strasse, lädt Sie am Samstag, den 20. April ab 17:30 Uhr herzlich ein zum Osterfeuer mit Musik mit DJ Bubi, Grillwagen, Bier und Stockbrot.

Am Ostersonntag und Ostermontag ist von 09:30 – 14:00 Uhr Osterbrunch für 15,95 EUR pro Person.

Das Ristorante „Il Castello“ in Buch, Karower Strasse bietet Ihnen einen Osterbrunch am Ostersonntag, dem 21. 04. in der Zeit von 10:00 – 14:30 Uhr zum Preis von 16,90 EUR an.

Oder lieber raus in die Natur? Nur eine halbe Stunde von Berlin entfernt im Naturpark Barnim leben Koniks in freier Natur. Besuchen sie die kostenfreie Führung mit Tierpsychologin/Therapeutin Antonia Gerke zum Thema “Pferde als Landschaftspfleger”. Ostersonntag und Ostermontag jeweils ab 17:00 Uhr. Treffpunkt: Scheune auf dem Gut Hobrechtsfelde.  

Das Restaurant „Zum Speicher“ auf dem Stadtgut Buch, Alt-Buch 45-51, lädt Sie am Ostermontag, dem 22. April in der Zeit von 11:00 – 15:00 Uhr zum Osterbrunch für 19,00 EUR pro Person.

Am 20. April lädt die allod Immobilien- und Vermögens-verwaltungsgesellschaft alle Bewohner der Karower Liegenschaften ein, ab 18:00 Uhr am Schönerlinder Weg / Ecke Alt Karow das Osterfeuer zu genießen. Groß und Klein dürfen sich auf tolle Unterhaltung freuen. Musik, verschiedene Köstlichkeiten und tolle Aktionen für Kinder werden dabei für gute Laune sorgen. Schauen Sie vorbei und verbringen Sie mit uns einen angenehmen Abend.

Die evangelische Schlosskirchengemeinde Buch führt am Ostersonntag, um 06:00 Uhr eine Andacht am Osterfeuer mit Tauferinnerung und ein anschließendes Osterfrühstück im Gemeindehaus durch, das an das Ende der Fastenzeit erinnern soll.

Sicherlich gibt es noch mehr Veranstaltungen zu Ostern in unserer Region, es war nur eine kleine Auswahl.

Nähere Einzelheiten, wie Anmeldung oder Kosten, entnehmen Sie bitte unserem Veranstaltungskalender.

Ihr Andreas Wolf, Bucher Bürgerverein

“Berliner Morgenpost”: Interview mit Steffen Lochow

An dieser Stelle möchten wir Sie auf ein sehr interessantes Interview aufmerksam machen, das vor kurzem der Redakteur der Berliner Morgenpost, Thomas Schubert, mit dem Vorsitzenden unseres Bürgervereines, Steffen Lochow geführt hat.

„Buch wird immer beliebter. Steffen Lochow vom Bucher Bürgerverein sieht bei der Verkehrsplanung dringenden Bedarf.

Pankow. Zwischen Spitzenforschung und touristischen Reize: Steffen Lochow, der Vorsitzende des Bucher Bürgervereins, äußert sich zu Risiken und Chancen des Entwicklungsschubs. Der 42 Jahre alte IT-Administrator lebt seit elf Jahren im Kiez.

Es gab Jahre, da stand Buch für günstiges Wohnen in Plattenbauten. Wofür steht es jetzt?

Steffen Lochow: Auf der einen Seite ist es ein Ort der Innovation durch den Forschungscampus, auf der anderen Seite ein Potenzialgebiet für jede Menge neuen Wohnraum. Aber Buch ist auch ein Potenzialgebiet für Tourismus in Berlin am grünen Tor zu Brandenburg. Und was den Verkehr angeht, ist es für mich in Berlin leider die Staustelle Nummer eins.

Was plagt die Bucher in Sachen Verkehr? Welche Nadelöhre gibt es?

Die Nadelöhre fangen schon vor Buch an. Wenn man aus Richtung Berlin kommt, hängt man zum Beispiel in Blankenburg fest. Egal wohin man schaut: Die Straßenkapazität reicht einfach nicht aus. Auch beim öffentlichen Personennahverkehr hat man es schwer. In die Stadt hinein haben wir zum Beispiel nur zwei Buslinien, die im 20-Minuten-Takt verkehren. 36.000 Menschen sind in Buch und Karow ansässig. Wenn aber nur etwa 900 Personen pro Stunde mit Bussen bewegt werden können, ist das zu wenig. Man ist gezwungen, aufs Auto auszuweichen – aber das geben wiederum die Straßen nicht her.

Wir wissen, dass in Buch mindestens 4000 Wohnungen neu gebaut werden sollen. Bereitet Ihnen das Sorge?

Wenn es ganz extrem kommt, sind es sogar zwischen 6500 bis 9500 Wohneinheiten. Das bedeutet, wir könnten bei 30.000 neuen Einwohnern landen – dann würde sich Buch knapp verdoppeln. Um diese Menschen zu bewegen, braucht es ein ganz neues Denken. Ein Knackpunkt dabei sind die Pläne für den Bahnhof Karower Kreuz. Der ist verkehrlich schlecht erschlossen. Man müsste die Massen an Verkehrsteilnehmern erst einmal dort hinbringen. Und da ist nicht eine Straße. Dieser Verkehrsknoten würde Sinn machen, wenn er dicht an einem Wohngebiet liegt. So ist er schlecht gedacht.

Hier finden Sie das komplette Interview

Campus Buch: Einweihung der Jung-Büste im Wissenschaftsmuseum

Am 03. April 2019 wurde im Wissenschaftsmuseum die Büste des Pharmakologen Prof. Friedrich Jung (1915-1997) eingeweiht

Die Vernissage vereinte Mitglieder der Jung-Familie, ehemalige Schüler, Freunde, Mitstreiter und Kollegen vom Bucher Campus, aus der Charité, der pharmazeutischen Industrie und der Leibniz-Sozietät. Im Fokus der Veranstaltung stand – neben Jung – die Schöpferin der Büste, die Bildhauerin Anna Franziska Schwarzbach. Von der Künstlerin steht bereits im Skulpturenpark des Bucher Campus ein Mahnmal für die Mordopfer des nationalsozialistischen Euthanasieprogramms, in das während der Zeit des Nationalsozialismus auch das frühere Hirnforschungsinstitut involviert war.

Büste Prof. Jung

Büste von Prof. F. Jung (Foto. S. Oßwald)

Der „Hausherr“ Ulrich Scheller, Geschäftsführer der Berlin-Bucher Campusverwaltung, hieß die Anwesenden herzlich willkommen. Anschließend erinnerte sich Prof Detlev Ganten an kritisch-konstruktiven Gespräche mit Jung in seiner Zeit als Gründungsdirektor des Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC). Ausführlich betonte er den Nutzen der Kunst für die Geschichtsbewahrung. Die Künstlerin Frau Schwarzbach erörterte die weit zurückreichende Entstehungsgeschichte der Jung-Büste. Dabei betonte Frau Schwarzbach die Unterstützung, die sie bei ihrer Arbeit am o. g. Euthanasiedenkmal von Prof. Jung erfahren hatte.

Nach der Enthüllung der Büste dankte der Jung-Schüler, Prof. Peter Oehme, auch im Namen der Jung-Familie, allen Akteuren und Teilnehmern der Vernissage für ihre aktive Mitwirkung und gratulierte Frau Schwarzbach zu ihrem gelungenen Werk. In einer kurzen biografischen „Rückblende“ ging Prof. Oehme noch auf die Zeit von Jung bei seinem akademischen Lehrer Wolfgang Heubner von 1939 – 1945 ein.

Friedrich Jung
Friedrich Jung wurde am 21. April in Friedrichhafen am Bodensee geboren. Nach einem Studium der Medizin und anschließenden Lehr- und Forschungsaufgaben an den Universitäten in Tübingen und Würzburg, folgte er 1949 Angeboten der Akademie der Wissenschaften und der Humboldt Universität nach Ost-Berlin. Dort leitete er den Aufbau bzw. Wiederaufbau der pharmakologischen Institute in Berlin-Buch und in der Charité. Aus seiner Schule gingen mehrere Ordinarien und leitende Wissenschaftler hervor. 1972 wurde er Direktor des auf dem Bucher Campus neugegründeten Zentralinstitutes für Molekularbiologie (ZIM) der Akademie der Wissenschaften der DDR. Zusätzlich nahm er zahlreiche nationale und internationale gesundheits- und wissenschaftspolitische Aufgaben wahr. So gelang es ihm, als Vorsitzender des Zentralen Gutachterausschusses für den Arzneimittelverkehr beim Ministerium für Gesundheitswesen, eine international vorbildliche Arzneimittel-gesetzgebung in der DDR auf den Weg zu bringen. Nach seiner Emeritierung 1980 war er weiter wissenschaftspolitisch aktiv und bearbeitete wissenschaftlich mit einer kleinen Arbeitsgruppe rezeptorpharmakologische Probleme.

Nach der deutschen Einheit und der Abwicklung der Akademie gehörte Prof. Jung 1993 zu den Gründungsmitgliedern der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin.

Am 05. August 1997 verstarb Friedrich Jung und wurde auf dem Berlin-Bucher Waldfriedhof neben seiner Ehefrau Waltraut, geb. Schwartzkopff, beigesetzt.

Text: Peter Oehme und Silke Oßwald

Quelle: Leibnizsozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.

 

Wie geht es weiter mit unserem “Panke-Platz”

Die zu erneuernde Sportanlage für Schulen und Vereine soll ein Begegnungsort bleiben

“Der Panke-Platz ist mehr als ein Sportplatz”, dieser Satz von Stadtplaner André Kima bildete das Schlusswort der Informationsveranstaltung zur Neugestaltung der Sportanlagen im Pankepark am 25. Februar 2019 im Bucher Bürgerhaus. Er könnte zum Leitmotiv der weiteren Planungen werden, denn einerseits werden die lange Zeit wenig genutzten Anlagen wieder für die Hufeland-Schule und die Bucher Sportvereine gebraucht, andererseits ist hier mit viel Engagement ein Ort der Begegnung entstanden, den Buch mit seinen drei Flüchtlingsunterkünften und vielen sozial schwachen Haushalten dringend braucht. Diesen Begegnungsort zu erhalten, das war das Anliegen der meisten Diskussionsbeiträge des Abends.

Die vom Bezirksamt Pankow beauftragte und aus dem Stadtumbau-Programm finanzierte Machbarkeitsstudie zur Erneuerung der Sportanlagen wurde von Jens Henningsen vom Büro Henningsen Landschaftsarchitekten und der Architektin Nicole Schiemann vom Büro Medebach Redeleit vorgestellt. Gekommen waren auch der u.a. für Schule und Sport zuständige Bezirksstadtrat Dr. Torsten Kühne sowie weitere Vertreter des Bezirksamts, der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen sowie der Stadtumbaubeauftragte von der Planergemeinschaft eG.

Aufgabe der Studie war es, die drei wichtigen Nutzungen auf der Fläche zu integrieren: Schulsport, Vereinssport und Gemeinwesenarbeit. Die Fläche wird dazu geringfügig erweitert und um ein Sportfunktionsgebäude ergänzt. Ein Platzwart soll die Anlage täglich von 8 bis 22 Uhr in allen nicht durch Schule oder Vereine belegten Bereichen offen halten und nach dem rechten sehen.

Aufgabe der Studie war es, die drei wichtigen Nutzungen auf der Fläche zu integrieren: Schulsport, Vereinssport und Gemeinwesenarbeit. Die Fläche wird dazu geringfügig erweitert und um ein Sportfunktionsgebäude ergänzt. Ein Platzwart soll die Anlage täglich von 8 bis 22 Uhr in allen nicht durch Schule oder Vereine belegten Bereichen offen halten und nach dem rechten sehen.

In einem ersten Bauabschnitt ab 2021 ist mit Mitteln aus dem Stadtumbau-Programm der Bau des Sportfunktionsgebäudes mit Umkleidekabinen, Sanitäreinrichtungen und einem Mehrzweckraum geplant. Im zweiten Bauabschnitt wird der große Sportplatz inklusive Flutlichtanlage und Ballfangzaun neu gebaut. Daneben entstehen ein Kleinspielfeld aus Kunstrasen, ein Basketballfeld, ein Beachvolleyballplatz, eine 75-Meter-Laufbahn, eine Weitsprung- und eine Kugelstoßanlage sowie Flächen zur freien Nutzung mit Schach, Tischtennis und Boule-Bahn, auf denen auch die mit FEIN-Mitteln (Programm zur Förderung von freiwilligem Engagement in Nachbarschaften) entstandenen Chill-Out-Möbel und die unkonventionellen “Müll”-Sportgeräte ihren Platz finden.

Vertreter*innen des Bucher Bürgervereins und vom BENN-Integrations-Team sowie Sozialarbeiter von Gangway e.V. und von der Jugendfreizeiteinrichtung “Der Alte”, die sich seit Jahren für den Ort engagieren, plädierten leidenschaftlich dafür, die temporären Sportanlagen möglichst zu erhalten, die mit Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund und mithilfe von Partnern und Sponsoren seit 2016 entstanden sind.

Der Bauablauf soll so gestaltet werden, dass Teile des Platzes immer zugänglich sind; auch der Namenszug “Panke-Platz” soll nach der Neugestaltung wieder sichtbar für den gemeinsam gestalteten Platz werben. Es sei nicht leicht gewesen, aber die Identifikation mit dem Panke-Platz sei über die Jahre gewachsen. Heute werde er gut angenommen. Um dieses wertvolle Engagement der Jugendlichen nicht zu verspielen, sei es wichtig, sie auch bei der Neugestaltung aktiv einzubeziehen.

(Leider waren sehr wenige Besucher gekommen, deswegen veröffentlichen wir diesen Bericht von Anka Stahl hier noch einmal.)

Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung

Download (PDF, 2.12MB)

Am 04. Mai 2019 findet auf dem Panke-Platz ein großes Sport- und Begegnungsfest statt.

 

Neues vom Helios-Klinikum Buch

Kinderklinik im Helios Klinikum Berlin-Buch erhält neuen Chefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Patrick Hundsdörfer

Privatdozent Dr. med. Patrick Hundsdörfer wechselt vom Campus Virchow-Klinikum der Charité nach Berlin-Buch. Der Facharzt für Kinderheilkunde verfügt über besondere Fachkompetenz auf dem gesamten Gebiet der Pädiatrie, mit dem Schwerpunkt auf Kinderhämatologie und –onkologie.

“Wir sind froh, mit Priv.-Doz. Dr. med. Patrick Hundsdörfer einen so hervorragenden und erfahrenen Spezialisten auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendmedizin in unserem Klinikum begrüßen zu können und freuen uns über die Zusammenarbeit und die Weiterentwicklung unseres Fachspektrums. Seine speziellen Kenntnisse aus der Onkologie kommen der interdisziplinären Zusammenarbeit sehr zugute.”, betont Prof. Dr. med. Henning T. Baberg, Ärztlicher Direktor des Helios Klinikums Berlin-Buch.

Dr. Hundsdörfer und sein Team der Kinder- und Jugendmedizin betreuen und behandeln mit größter Erfahrung und Kompetenz junge Patienten. Sie kümmern sich um Körper und Seele und behandeln sämtliche akuten und chronischen Kinder- und Jugendkrankheiten.

 

Prof. Dr. med. Michael Ritter wird neuer Chefarzt der Klinik für Angiologie, Diabetologie und Endokrinologie

Ab dem 1. April 2019 wird Prof. Dr. med. Michael Ritter die chefärztliche Leitung der Angiologie, Diabetologie und Endokrinologie übernehmen. Er ist bereits seit 2014 als Leiter der Diabetologie und Endokrinologie tätig. Mit dem Zusammenschluss mit der Angiologie wird die enge Verzahnung zwischen den Fachabteilungen betont.

„Wir freuen uns sehr, dass Prof. Dr. med. Michael Ritter dank seiner hervorragenden fachlichen Expertise die medizinische Kompetenz bei der Behandlung diabetischer, endokrinologischer und angiologischer Erkrankungen stärken wird“, betont Prof. Dr. med. Henning T. Baberg, Ärztlicher Direktor des Helios Klinikums Berlin-Buch.

Seit 2014 ist Prof. Ritter im Helios Klinikum Berlin-Buch als Leiter der Diabetologie und Endokrinologie tätig und verfügt über eine außerordentliche Expertise auf diesem Gebiet. Nun erfolgt der Zusammenschluss mit der Angiologie.

 

Das spricht für eine Impfpflicht gegen Masern

Der Bezirk Rockland im US-Bundesstaat New York hat den Notstand aufgrund eines Masernausbruchs ausgerufen: Es wurden zuletzt 153 Fälle registriert, obwohl die Krankheit dort im Jahr 2000 für ausgerottet erklärt worden war. Aktuell treten auch in Deutschland vermehrt Masern auf. Aus diesem Grund kommt es derzeit zu Diskussionen über eine Impfpflicht. Zu diesem Thema sprachen wir mit Prof. Dr. Lothar Schweigerer, dem Chefarzt unserer Klinik für Kinder- und Jugendmedizin.

Das Robert Koch-Institut (RKI) ist als zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und -prävention zuständig für die Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von Krankheiten. Vor allem in den letzten Jahren ist es zu Häufungen von Maserninfektionen gekommen: 2017 wurden 929 Fälle vom Robert Koch-Institut übermittelt – 2016 waren es noch 325.

Der Chefarzt für die Abteilung Kinder- und Jugendmedizin im Helios Klinikum Berlin-Buch, Herr Prof. Dr. med. Lothar Schweigerer, erklärt:

„Bei Masern handelt es sich um eine Virusinfektion, die zu schwerwiegenden Komplikationen führen kann, darunter Mittelohr-, Lungen- und Gehirnentzündungen. Leider gibt es dagegen keine wirksame Behandlung.“

Die Prävention mittels der Schutzimpfung ist deshalb weltweit die empfohlene Maßnahme.

Eltern, die ihre Kinder nicht impfen lassen, gefährden auch diejenigen, welche sich krankheitsbedingt keine wichtigen Schutzimpfungen spritzen lassen dürfen. Der Professor betont: „Nur bei einer Durchimpfungsrate von 95 Prozent der Bevölkerung können auch die nicht geimpften Personen profitieren und haben Schutz vor bestimmten Infektionskrankheiten.“

Prof. Schweigerer: „Kinderärzte raten dringend dazu, die kostenfreien Impfungen wahrzunehmen. Nur so können wir den hohen Standard der Kindergesundheit weiter garantieren. Außerdem müssten Menschen geschützt werden, die aus medizinischen Gründen nicht gegen Masern geimpft werden könnten.“

PM Helios-Klinikum Buch

Helios-Klinikum Berlin-Buch

Facebook/Helios-Klinikum Buch

 

Bald “Fontane-Eck” in Buch

In den letzten Jahren ist es im Ortsbild von Buch nicht zu übersehen, dass Fontane einst in Buch weilte. Die Fontane-Freunde Buch, insbesonders die Familie Henke, trugen dazu bei, dass es in Buch im Ristorante “Il Castello”, dem ehemaligen Schlosskrug, ein Fontane-Zimmer gibt.

FontanezimmerAuf dem Stadtgut entstand ein Fontane-Fenster. Die Rasenfläche neben dem Biergarten des “Il Castello” soll den Namen “Fontane-Eck” bekommen. Ende März wurde hier ein Birnbaum gepflanzt und auf den Hochbeeten kamen Rosen in die Erde.

Wohnungsbauneubau in Buch – Aber Wie

Hier möchten wir Sie auf einen Beitrag der Berliner Abendschau vom 02. April hinweisen. Es geht um das Projekt Ludwig-Hoffmann-Quartier. Im Gespräch Andreas Dahlke, Projektentwickler des LHQ.

Abendschau-Beitrag

Ludwig-Hoffmann-Quartier

 

Neues vom Campus Buch

Die Eckert & Ziegler AG (ISIN DE 0005659700), ein Spezialist für isotopentechnische Anwendungen in Medizin, Wissenschaft und Industrie, hat das Geschäftsjahr 2018 mit einem Umsatz von rund 168,7 Mio. EUR abgeschlossen. Wie der Aufsichtsrat auf seiner Bilanzsitzung feststellte, betrug der Jahresüberschuss 16,1 Mio. EUR und das Ergebnis pro Aktie 3,12 EUR. Für das laufende Geschäftsjahr 2019 wird ein Jahresüberschuss von etwa 18 Mio. EUR erwartet. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 29. Mai 2019 die Zahlung einer Dividende in Höhe von 1,20 EUR pro dividendenberechtigter Aktie vorschlagen (Vorjahr: 0,80 EUR). Die vollständigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2018 werden am 5. April 2019 veröffentlicht.

PM Eckert&Ziegler AG

Professor John Ioannidis von der Universität Stanford kommt als Einstein BIH Visiting Fellow nach Berlin

Er ist einer der bekanntesten Forscher weltweit: John Ioannidis von der Universität Stanford veröffentlichte 2005 ein tausendfach zitiertes Paper mit dem provokanten Titel: Why most published research findings are false, zu Deutsch: Warum die meisten veröffentlichten Forschungsergebnisse falsch sind. Nun kommt John Ioannidis ans Berliner Institut für Gesundheitsforschung / Berlin Institute of Health (BIH), gefördert von der Einstein Stiftung und der Stiftung Charité, um als Einstein BIH Visiting Fellow am QUEST Center des BIH eine Dependance seines Stanforder Forschungszentrums METRICS aufzubauen, das METRIC-Berlin. Gemeinsam wollen METRIC-Berlin und das BIH QUEST Center die Forschung am BIH und der Charité – Universitätsmedizin Berlin, in Berlin und darüber hinaus auf eine neue Qualitätsstufe stellen.

John Ioannidis wird zunächst für drei Jahre Einstein BIH Visiting Fellow am Berlin Institute of Health sein. „Wir wollen herauszufinden, wie Forschung am besten funktionieren kann – und wie nicht“, umreißt Ioannidis sein Ziel für das METRIC Berlin. Dazu werden die Wissenschaftler*innen gemeinsam mit ihren Kolleg*innen vom BIH QUEST Center den Wissenschaftsprozess unter die Lupe nehmen: Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt? Wie werden Ergebnisse erzielt, überprüft und veröffentlicht? Und wie werden Wissenschaftler*innen bewertet, welche Anreize und Belohnungen bestehen im wissenschaftlichen System? „So wollen wir zu Empfehlungen kommen, die die Effektivität und den Wert der Forschung erhöhen – und damit die Bedeutung der Wissenschaft für die Gesellschaft“, erklärt Ioannidis.

Professor Axel Radlach Pries, Vorstandsvorsitzender (interim) des Berlin Institute of Health und Dekan der Charité, begrüßte den Zuwachs zum BIH: „Die Mission des BIH ist die Translation, also die Übertragung der Ergebnisse aus der Grundlagenforschung in die Anwendung. Nur wenn die Ergebnisse von hoher Qualität sind, kann der Schritt aus dem Labor zum Patienten gelingen. Diese Qualität bestmöglich zu fördern wird uns in Zukunft mit der Unterstützung des METRIC-Berlin noch besser gelingen.“

Hier finden Sie den vollständigen Artikel

Campus Cinema

  1. April 2019, 18:00 – 20:00 Uhr

Die Rapoports – Unsere drei Leben

MDC.C, Axon

Erst Verkehrsprobleme lösen – dann Wohnungsneubau

Rund 120 Einwohnerinnen und Einwohner von Buch und Karow waren der Einladung des Bucher Bürgervereins und der Redaktion zum Bucher Bürgerforum am 20. März gefolgt.

Das Thema: „Gibt es für Buch Wege aus dem Verkehrschaos?“

Der Vorsitzende unseres Bürgervereins, Steffen Lochow, machte am Anfang sehr deutlich, dass die jetzigen Angebote besonders in der Zeit des Berufsverkehrs nicht reichen. Und in den nächsten Jahren werden in Karow und Buch viele Neubauwohnungen entstehen. In einem Punkt waren sich an diesem Abend in der „Festen Scheune“ auf dem Stadtgut alle einig: Erst müssen die Verkehrsprobleme im Berliner Nordosten gelöst werden, bevor die Neubauwohnungen entstehen.

Oliver Friederici, seit 1995 im Berliner Abgeordnetenhaus, ist Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus. In seinem Einführungsvortrag verwies er auf das Verkehrskonzept des Berliner Senats für den Nordosten, das demnächst vorgestellt wird. (Wir werden Sie hier zeitnah informieren.) Daraus konnte er natürlich noch nicht berichten, er stellte den Antrag der CDU-Fraktion zu Verkehrsfragen vor, der Anfang April eingereicht wird.

Der Zuzug nach Berlin erfolgt vor allem in den Randgebieten Berlins. Pankow ist der am schnellsten wachsenden Stadtbezirk von Berlin. In den Berliner Randgebieten gibt es weder Carsharing-Angebote oder alternative Mobilitätsangebote. Herr Friederici ist vor allem dafür, dass die Verkehrspolitik alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt berücksichtigen muss. Jeder Einwohner, jede Einwohnerin hat das Recht, das Verkehrsmittel zu nutzen, das er möchte. Wenn es ein kostengünstiges und leistungsfähiges ÖPNV-Angebot gibt, steigen viele PKW-Fahrer auf den Bus oder die Bahn um. Das konnte in einigen Städten Deutschlands bereits erreicht werden. Es soll Fahrradschnellstrassen geben, die Ampelschaltungen müssen in Berlin intelligenter werden und sich dem aktuellen Verkehrsfluss anpassen. Der Güterverkehr muss raus aus den Ortsteilen, wo es möglich ist. Die Problematik der vielen Brandenburger Pendler kann nur zusammen mit Brandenburg gelöst werden. Die CDU-Fraktion ist für P & R-Parkplätzen auf Brandenburger Territorium entlang der S-Bahn. Die S 2 nach Bernau muss im 10-Minuten-Takt fahren, in Buch sollte ein Regionalbahnhof entstehen. Die Tram M 2 und die U 2 müssen in Zukunft weiter ausgebaut werden. Besonders wichtig ist eine Änderung der Tarifzonen.

Johannes Kraft, Fraktionsvorsitzender der CDU Fraktion in der BVV Pankow, betonte in seinem Statement, dass der Pendlerverkehr von Brandenburg nach Berlin eingeschränkt werden muss. Die BVV Pankow lehnt einen Turmbahnhof Karow ab und priorisiert einen Regionalbahnhof Buch. Dadurch könnte die S-Bahn entlastet werden und eine kurze Verbindung zum BER entstehen.

Im Rahmenplan Buch-Süd sollen die neuen Wohngebiete möglichst autofrei sein. Dafür sollen Kiezparkhäuser entstehen. Ganz konkret können die Planungen dafür erst gemacht werden, wenn feststeht, wieviel Wohnungen gebaut werden.

In der sachlich geführten Diskussion ging es wieder einmal um den Autobahnanschluss in Karow. Hier gibt es nach wie vor stark abweichende Positionen. Bei allen Fragen zum Verkehr müssen auch die gesundheitlichen Folgen beachtet werden, so Herr Peters von der Bürgerinitiative BINO (e.V.). An allen P & R-Parkplätzen müssen in Zukunft Ladesäulen für E-Autos entstehen, hierfür könnte es dann ein Kombiticket geben.

Steffen Lochow stellte die Idee eines S-Bahnhofes Bucher Strasse vor. Vorteil wäre, dort ist viel Platz für einen großen P & R-Parkplatz und er wäre leicht zu erschließen.

Natürlich wurde über die schlechten Fuß- und Radwege in Buch diskutiert. Gerade die Fußwege zum Bucher Bürgerhaus, rund um die Gänsegruppe sind eine Zumutung. Die mangelnde Straßenbeleuchtung in einigen Strassen, z.B. der Franz-Schmidt-Strasse war ebenfalls ein Thema.

Dr. Scheller, Geschäftsführer der Campus Berlin-Buch GmbH, erklärte in einem kurzen Statement, das auf dem Campus ein Auto von Stadtmobil für Carsharing bereitsteht. Diese Carsharing-Möglichkeit können auch Bucher Einwohnerinnen und Einwohner nutzen. Bei starker Nachfrage könnte dieses Auto auch an einem zentralen Ort in Buch stehen. Zurzeit muss das Auto wieder am Campus abgestellt werden.

Steffen Lochow lud ein, sich aktiv in der Arbeitsgruppe Verkehr des Bucher Bürgervereins zu beteiligen und gemeinsam nach Lösungen für die Verkehrsprobleme zu suchen.

Abschließend stellte der Bucher Bürgerverein folgende Forderungen:

Handlungsfelder für den Verkehr in Berlin-Buch und Umgebung

Innerörtliche Maßnahmen

  1. Verringerung der Verkehrsbaustellen und Beschleunigung der Bauarbeiten
  2. Sanierung der Gehwege, um sie mit Rollatoren begehen zu können in den Straßen Alt Buch, Karower Straße, Zepernicker Straße, Schwanebecker Chaussee, Franz-Schmidt-Straße
  3. Beleuchtung der Gehwege in der Franz-Schmidt-Straße
  4. Errichtung des durchgängigen Radwegs vom S-Bahnhof zum Forschungscampus und zum HELIOS-Klinikum
  5. Erweiterung des P&R-Parkplatzes am S-Bahnhof
  6. Bau einer Ladestation für Elektrofahrzeuge auf dem Bahnhofsvorplatz

 

Anbindung an die Nachbarorte

  1. Bau von Radwegeverbindungen vom Radweg Berlin-Usedom ab Bahnhofsvorplatz zu den Radwegen über Hobrechtsfelde nach Wandlitz, über Lindenberger Weg nach Ahrensfelde, über Schwanebecker Chaussee nach Schwanebeck, über Hobrechtsfelder Chaussee nach Französisch-Buchholz und nach Schönerlinde
  2. Verdichtung des S-Bahnverkehrs durch Verlängerung des S-Bahnlinie Flughafen BER-Pankow bis Bernau
  3. Verlängerung der S-Bahn von Wartenberg bis Karower Kreuz
  4. Verlängerung der U 2 von Pankow bis zu den Neubaustandorten in Blankenburg und Karow

 

Anbindung an den Fernverkehr

  1. Errichtung des Regionalbahnhofs Berlin-Buch
  2. Anbindung der Karower Chaussee an die Autobahn A 10

 

Bei der Planung des Wohnungsneubaus in Buch sind vorrangig die dann ab 2024/26 entstehenden neuen Verkehrsprobleme zu lösen.

Präsentation des Abends als pdf:

Bitte um Entschuldigung! Bei der Ankündigung zum Bürgerforum habe ich aus Versehen 20:00 Uhr angegeben. Unsere Bürgerforen beginnen in der Regel um 18:00 Uhr.

Ihr Andreas Wolf, Bucher Bürgerforum