Monthly Archives: Mai 2019

In Buch geplant: Protonentherapiezentrum

Ein weiter Weg zur Heilung

Mara bekämpft Krebs mithilfe von Protonen

Mara* bekommt 2015 die Diagnose Ewing-Sarkom. Zu diesem Zeitpunkt ist sie gerade einmal acht Jahre alt. Für sie und ihre Familie bricht eine Welt zusammen. Eine lange Therapiephase im Kampf gegen den Krebs beginnt. Dafür reist Mara sogar extra nach Dresden.

Mara aus Fürstenwalde ist heute ein normaler 12-jähriger Teenager. Sie geht zur Schule und trifft sich in ihrer Freizeit gerne mit Freunden. Doch es gab eine Zeit in Maras Leben, da waren diese Dinge nicht möglich.

„Unsere Tochter war acht Jahre alt, als wir ihr erklären mussten, dass sie Krebs hat. Sie war fast ein komplettes Jahr Dauergast in der Kinderonkologie“, sagt Maras Mutter.

Die vielen täglichen Ängste und Sorgen aus dieser Zeit lassen Mara und ihre Eltern so langsam hinter sich – gemeinsame Gespräche und Offenheit helfen dabei. Aktuell erinnern noch diffuser Haarausfall, weshalb Mara noch heute ein Kopftuch trägt und eine Fußheberschwäche an diesen Lebensabschnitt voller unzähliger Untersuchungen und Therapien.
Der bösartige Tumor, der bei Mara diagnostiziert wird, ist ein Ewing-Sarkom am Kreuzbein. In Deutschland erkranken derzeit jährlich etwa 2 von 1.000.000 Kindern unter 15 Jahren (etwa 36 Kinder pro Jahr) neu an einem solchen Sarkom. Die Ursachen für die Entstehung eines Ewing-Sarkoms sind unbekannt. Weder äußere Einflussfaktoren, noch vererbte genetische Faktoren scheinen eine wesentliche Rolle zu spielen.
Die meisten dieser Sarkome wachsen und streuen sehr schnell, sodass die Erkrankung ohne eine wirksame Behandlung tödlich verläuft. Bei Mara haben sich glücklicherweise keine Metastasen gebildet.

Die Therapie beginnt

Die Achtjährige kommt zur Therapie in das Helios Klinikum Berlin-Buch. Die Experten der Kinder-und Jugendmedizin sind auf Krebserkrankungen bei den kleinen Patienten spezialisiert. Das Kinderkrebszentrum ist bundesweit eines der größten Zentren für Kinderonkologie. Ein Team aus speziell ausgebildeten, erfahrenen Mitarbeitern ist auf die besonderen Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen ausgerichtet.
Mara erhält unmittelbar nach Diagnosestellung im September 2015 eine über eineinhalb Jahre dauernde, hochintensive Chemotherapie. In dieser Zeit finden die Eltern im Ronald-McDonald-Haus auf dem Klinikgelände eine Möglichkeit des Rückzugs – „für manche Wut, Verzweiflung, Trauer und Angst. So konnten wir jeden Tag bei unserem Kind sein, sie begleiten und unterstützen, ohne zusätzlichen Stress oder stundenlang nach Hause fahren zu müssen“, sagen Maras Eltern.

Dann steht fest: eine lokale Strahlentherapie muss zusätzlich erfolgen. Da in diesem Fall altersbedingt mit erheblichen Nebenwirkungen bei einer bei einer konventionellen Bestrahlung zu rechnen ist, auch gegeben durch die Nähe zum Rückenmark, besteht der Entschluss für eine Protonentherapie. Bei dieser Form der Therapie kommt es zu einem kleineren Strahlenfeld aufgrund der höheren Präzision der Bestrahlung.

„Die Protonentherapie ist eine moderne, anerkannte Bestrahlungs-methode in der Onkologie.

PD Dr. med. Patrick Hundsdörfer, Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin im Helios Klinikum Berlin-Buch.
Copyright: Th. Oberländer

Sie gilt als hochpräzise und schonend, und   kommt daher vor allem zur Behandlung von  Kindern und jungen Erwachsenen infrage sowie für Patienten, bei denen der Tumor in der Nähe empfindlicher Körperregionen liegt, wie beispielsweise das Rückenmark“, erläutert PD Dr. med. Patrick Hundsdörfer, Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin im Helios Klinikum Berlin-Buch. „Die Protonentherapie ermöglicht somit, die Heilungschancen zu erhöhen und die Nebenwirkungen zu verringern.“

Von der Gesundheitshauptstadt Berlin nach Dresden zur Protonentherapie

Mara wird nach Dresden verlegt, da in Berlin keine Protonentherapie verfügbar ist. Ihre Eltern sind immer an ihrer Seite.
„Das Schlimmste an einer Krebsdiagnose bei einem Kind, ist dieses Schicksal zu akzeptieren. Der kleine Mensch ist derjenige, der alles über sich ergehen lassen muss.  Er versteht oft noch gar nicht, warum jetzt dieses Medikament, schon wieder Pflasterwechsel, noch eine OP oder warum man einfach seine Freunde nicht mehr so wie sonst sehen kann. Er erträgt das alles so unglaublich tapfer“, erzählt Maras Mutter.

Fast drei Monate durchgehend ist die Familie in Dresden zur Protonen-therapie. Täglich wird bestrahlt. Gewohnt hat die Familie während der Behandlung in einer Eltern-Patienten Villa.
Die Familie berichtet von den damit verbundenen Herausforderungen:
„Wir haben nur ein Kind, hatten zu der Zeit noch keinen Hund und unsere Arbeitgeber haben uns für den Zeitraum der Behandlung freigestellt. Also keine größeren Verpflichtungen. So war es uns möglich, einige Monate in einer anderen Stadt zu verbringen. Wäre jedoch nur einer der genannten Punkte anders, wäre es natürlich wesentlich leichter und angenehmer die Protonentherapie in Wohnortnähe durchführen zu können. Was uns jetzt allerdings Nerven, Urlaubstage und Organisation kostet, ist der jährliche Nachsorgetermin in Dresden.
Für eine kurze Visite verbunden mit Wartezeiten und insgesamt fünf Stunden Fahrzeit, ist der Aufwand einfach zu enorm“, erzählt Maras Familie.

Größtes onkologisches Zentrum

Das Universitätsklinikum Charité und Helios planen die Einrichtung eines Protonentherapiezentrums in Buch. Dazu haben beide Einrichtungen einen Kooperationsvertrag geschlossen. Die Kooperation mit Helios erlaube, dass auch Charité-Patienten an dem geplanten Zentrum behandelt werden.
Bereits jetzt ist das Helios Klinikum Berlin-Buch das größte onkologische Zentrum bei Helios. Der Anteil onkologischer Fälle beträgt 25%. Neben dem größten Sarkomzentrum Deutschlands bündelt das Klinikum eine große Kinderonkologie und verschiedene Zentren, etwa für Leber-, Darm- und gynäkologische Tumoren unter einem Dach. Von bislang weltweit 50 Standorten für Protonentherapie befinden sich fünf in Deutschland. Zentren bestehen in Essen, Dresden, Marburg, Heidelberg und München. Das Berliner Zentrum könnte den Nordosten Deutschlands versorgen.

„Es gibt im Berliner Norden eine beträchtliche Anzahl potentieller Patienten, die maßgeblich von dieser innovativen Therapieform am Standort Berlin-Buch profitieren würden“, sagt Dr. Hundsdörfer.

Zurückhaltend zeigen sich jedoch die Berliner Krankenkassen. Die Kapazitäten seien für die Anzahl Patienten, die dafür infrage kämen, ausreichend. Doch Dr. Hundsdörfer ist sich sicher: „Das geplante Protonentherapiezentrum wird aufgrund seiner regionalen Alleinstellung und der verkehrsgünstigen Lage für Patienten aus dem ganzen Nordosten Deutschlands sowie für internationale Patienten einen weiteren Patientenzustrom auslösen.“

Hier und Jetzt

Mara ist aktuell in Remission, ohne Hinweis auf Krankheitsaktivität. Mit viel Kraft, Durchhaltevermögen, einer großen Portion Hoffnung und natürlich mithilfe von Protonen geht es ihr wieder gut. Maras Mutter findet anerkennende Worte für ihre Tochter: „Wir haben ein wundervolles Mädchen und sind um jeden Tag und jede Minute mit ihr dankbar. Wir sind stolz, auf ihre Stärke, ihr Mitgefühl und ihr bedingungsloses Vertrauen allen Menschen gegenüber, die sie während dieser Zeit begleitet haben. Wenn wir sie nach ihren Zukunftsplänen fragen: Sie möchte später Kinderonkologin werden.“

*Name geändert

(Quelle: PM Helios-Klinikum Berlin-Buch 23.05.2019; Julia Talman )

Helios-Klinikum Berlin-Buch

Langer Tag der StadtNatur

Seit 2007 rückt die Stiftung Naturschutz Berlin einmal im Jahr den Artenreichtum Berlins in den Fokus. 400 bis 500 Veranstaltungen an 130 bis 160 Orten, und dies binnen 26 Stunden: Das zieht sogar die eventerprobten Hauptstädter*innen in den Bann.

An der Seite von über 350 Expert*innen aus Verbänden, Verwaltungen und Vereinen erfahren Sie an diesem Tag nicht nur, welche tierischen Bewohner direkt vor Ihrer Haustür leben, sondern Sie lernen auch Naturräume kennen, die sonst unzugänglich sind – vom wild-grünen Hinterhof bis zum Naturschutzgebiet. Naturkundliche Kanutouren, Vogelstimmenwanderungen, Honigschleudern und viele andere, nicht alltägliche Führungen und Mitmachaktionen machen das Erleben von Flora und Fauna in Berlin zu einem einzigartigen Ereignis.

Schön, dass viele der jährlich über 20.000 Besucher*innen nicht genug bekommen können und die vielen beteiligten Akteur*innen und ihre grünen Entdeckungen vom Langen Tag wieder besuchen.

Und übrigens: Die Begeisterung für den Langen Tag der StadtNatur hat inzwischen auch den Rest Deutschlands erreicht. Wir freuen uns darüber und sind stolz darauf, dass inzwischen auch in Hamburg, Bremen, Bochum, Kiel, Dessau­-Roßlau, Erlangen, Augsburg, Görlitz, Dresden und Nürnberg Lange Tage oder Nächte der StadtNatur stattfinden.

Langer Tag der Stadtnatur

(Stand der Plätze: 24. Mai 2019; 18:00 Uhr)

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Sa., 25.05.19 15:00 – 18:00 Uhr:

Matsch Moor

Ein matschiges Spektakel in der Wilden Welt Moorwiese

 

1.0 km:  Pankow / Spielkultur Berlin-Buch e. V.

  • Sa., 25.05.19 15:00 – 18:00 Uhr:

Exkursion zum Naturschutzgebiet Karower Teiche

2.1 km:  Weißensee / Museum für Naturkunde

Anmeldung erforderlich – noch 3 freie Plätze

  • Sa., 25.05.19 21:00 – 23:00 Uhr:

Auf Spurensuche von Fledermaus, Kauz und Co.

Abendlicher Rundgang an den Karower Teichen

 

2.2 km:  Pankow / Verein Jordsand zum Schutz der Seevögel und der Natur e. V.

  • Sa., 25.05.19 17:00 – 19:00 Uhr:

Wanderung zu den Pferden der Landschaftspflege im Berliner Forst

2.8 km:  Pankow / Berliner Forsten, Forstamt Pankow

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So., 26.05.19 09:00 – 11:30 Uhr:

Naturbeobachtungen im “wilden” Bucher Forst

Morgendliche Führung

 

  • So., 26.05.19 10:00 – 13:00 Uhr:

Der Hobrechtswald – eine halboffene Waldlandschaft

Wanderung über die Waldweide

 

2.8 km:  Pankow / Berliner Forsten, Forstamt Pankow

Anmeldung erforderlich – noch mehr als 12 freie Plätze

Es sind wie zu erwarten war, einige Veranstaltungen in unserer Region ausgebucht.

 

Helios-Klinikum Buch: “Chronisch krank – raus aus dem Aus”

Experten aus dem Helios Klinikum Berlin-Buch laden gemeinsam mit der rbb-Redaktion Praxis zur Patientenveranstaltung „Chronisch krank- raus aus dem Aus“ am Freitag, den 24. Mai von 14:00 – 16:00 Uhr ein. Thema ist alles rund um das Leben mit einer chronischen Erkrankung.

Porträt Prof. Baberg

Professor Baberg
Copyright: Th. Oberländer

„Wird eine chronische Erkrankung diagnostiziert, dann ist das für die Betroffenen häufig ein Schock. Sie müssen sich auf ein anderes Leben einstellen, das häufig gekennzeichnet ist von langwierigen Therapien, Unsicherheit und Schmerzen“, sagt Prof. Dr. med. Henning T. Baberg, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Kardiologie und Nephrologie im Helios Klinikum Berlin-Buch.

 

 

Kein Einzelfall

Mehr als 40 Prozent der Deutschen sind chronisch krank, dabei sind Frauen etwas häufiger betroffen als Männer. Sie leben mit chronischen Atemwegs- oder Muskel-Skelett-Erkrankungen, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, mit Krebs, Rheuma oder dauerhaften Schmerzen. Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit eines solchen Leidens.

Einladung zur Patientenveranstaltung „Chronisch krank – raus aus dem Aus“

Leben auch Sie mit einer chronischen Erkrankung? Haben Erfahrungen mit oder Probleme bei der medizinischen Behandlung Ihrer chronischen Erkrankung oder Fragen dazu? Waren oder sind Sie gezwungen, Ihre Arbeit aufzugeben, stehen Sie vor der Frühberentung oder haben Fragen zu Reha-Angeboten?

Dann laden wir Sie und Ihre Angehörigen herzlich ein, an unserer Veranstaltung gemeinsam mit rbb-Praxis zum Thema „Chronisch krank- raus aus dem Aus“ teilzunehmen. Am 24.5.2019 von 14.00 bis 16.00 Uhr können Sie im Foyer des Helios Klinikums Berlin-Buch Fragen stellen. Vor Ort sind Experten aus den Klinikbereichen Orthopädie, Onkologie, Kardiologie, Nephrologie, Neurologie und Neurochirurgie des Klinikums sowie Vertreter von Krankenkassen und der Deutschen Rentenversicherung.

Veranstaltungshinweis

Freitag, 24. Mai 2019

14:00 – 16:00 Uhr

Helios Klinikum Berlin-Buch

Schwanebecker Chaussee 50

13125 Berlin

Treffpunkt: Foyer Haupteingang

  • Experten aus den Fachbereichen Orthopädie, Onkologie, Kardiologie, Nephrologie, Neurologie und Neurochirurgie beantworten Fragen aus dem Publikum
  • Durch das Programm führt Prof. Dr. med. Henning T. Baberg, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Kardiologie und Nephrologie im Helios Klinikum Berlin-Buch
  • Kostenfreie Teilnahme
  • Anmeldung nicht erforderlich
  • Parkplätze vorhanden

(Quelle: PM Helios-Klinikum Berlin-Buch )

BUCHER BÜRGERFORUM „Naherholung für die Bucher“

Der Bucher Bürgerverein und die Redaktion

laden Sie ganz herzlich ein zum Bucher Bürgerforum am Donnerstag, den 23. Mai um 18:00 Uhr in der „Festen Scheune“ auf dem Stadtgut Buch.

Das Thema ist im Mai „Naherholung für die Bucher“. Als Gäste sind eingeladen Dr. Peter Gärtner (Naturpark Barnim), Vertreterinnen der Wirtschaftsförderung Pankow, Romeo Kappel (Forstamt Pankow), Olaf Zeuschner (Revierförsterei Buch) und Rudolf J. Kaltenbach (Steine ohne Grenzen).

Im Gegensatz zu vielen anderen Berlinerinnen und Berlinern haben wir es in Buch nur wenige Minuten bis in die Natur, beispielsweise in den Naturpark Barnim. Es fällt auf, das in der heutigen, etwas hektischen Zeit es immer mehr Angebote gibt, sich in der Natur zu erholen. Nicht nur am “Langen Tag der StadtNatur” am 25. und 26. Mai gibt es in Buch und Umgebung viel zu entdecken. Sehr beliebt sind die Familiensonntage, die unsere Waldschule Bucher Forst anbietet, aber auch die verschiedenen Ferienprogramme. Seit kurzem bietet die Stiftung Naturschutz Berlin „Führungen“ mit ´naturbegleitern´ an. Ein bewusster Aufenthalt in der Natur reduziert den daraus entstandenen Stress, befördert das Wohlbefinden und die Gesundheit. Hier setzt das Pilotprojekt die ´naturbegleiter´ an. Sie machen Naturerfahrungen für alle möglich, indem sie diejenigen ansprechen, die das urbane Grün bisher noch nicht oder nicht mehr für sich nutzen. Es gibt in Zusammenarbeit mit dem Familienzentrum Buch vom SEHstern e.V. extra Programme für Familien. Die konkreten Termine entnehmen Sie bitte unserem Veranstaltungskalender.

Eine gute Gelegenheit, den Naturpark Barnim näher kennenzulernen, bietet die jährliche Radtour vom S-Bahnhof Buch zum Museumsfest im Barnim Panorama in Wandlitz. Am 18. August können Sie vom S-Bhf. Buch aufbrechen zu einer Ranger-Erlebnistour unter dem Titel: „Wanderfahrt zu Zauberplätzen im Barnim – Barnimer Heideblüte“. Die Tierpsychologin Antonia Gerke vom Pferdekultur Gut Hobrechtsfelde bietet betreute Führungen zu den Konikpferden in der Rieselfeldlandschaft Hobrechtsfelde an. Der Förderverein Naturpark Barnim e.V. setzt sich tatkräftig dafür ein, das Gut Hobrechtsfelde zu einem lohnenden Touristenziel auszubauen. Und Sie haben schon viel erreicht. Doch wie kommt man vom S-Bahnhof Buch zum Gut Hobrechtsfelde. Zu Fuß ist die Strecke ganz schön lang, mit dem Fahrrad ist es beschwerlich und einen ÖPNV-Anschluss gibt es nicht. Gab es nicht früher mit der Hobrechtsfelder Wirtschaftsbahn eine Verbindung vom Gut über den S-Bahnhof bis zum Werk Buch in der Schwanebecker Chaussee auf Schienen? Mit der S-Bahn aus Berlin bis zum S-Bahnhof Buch, umsteigen auf eine Draisine bis zum Gut Hobrechtsfelde, dort in der Natur sich erholen und toben und nach Kaffee und Kuchen oder Eis zurück mit der Draisine zum S-Bahnhof Buch und dann mit der S-Bahn in die City. Sicherlich gibt es Ideen für eine verkehrliche Anbindung vor allem an den Wochenenden, die einfacher zu realisieren sind. Davon könnte auch der Skulpturenpfad “Steine ohne Grenzen” profitieren.

Aber Buch bietet neben der Natur auch noch ein anderes Highlight. Die ehemaligen Krankenhausbauten von Ludwig Hoffmann und ihre heutige Nutzung sind nicht nur für Architekturinteressierte ein lohnendes Reiseziel.

Wer mit offenen Augen durch die Natur streift, wird sich auch dafür einsetzen, sie zu erhalten und zu pflegen. Die Moorlinse am S-Bahnhof Buch mit seiner vielfältigen Flora und Fauna muss trotz der geplanten Neubauten im geplanten Wohngebiet Buch V / Strasse Am Sandhaus erhalten bleiben!

Ich lade Sie herzlich ein zum Bucher Bürgerforum. Und vielleicht erhalten Sie von unseren Gästen neue Tipps für Ihre Naherholung.

Ihr Andreas Wolf, Bucher Bürgerverein

Sperrung Sellheimbrücke (Blankenburg/Karow) 03. – 15. Juni

Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz teilt mit:

Vollsperrung der Sellheimbrücke im Zuge der Karower Dammes und der Blankenburger Chaussee in Berlin Pankow OT Blankenburg/ Karow vom 03.06. bis 15.06.2019

Auf der Sellheimbrücke (Brücke über den Berliner Außenring der DB), sowie auf deren angrenzenden  Rampen muss der Fahrbahnbelag instandgesetzt werden.

Die Arbeiten werden in der Zeit vom 03.06 bis zum 15.06.2019 in einem Bauabschnitt ausgeführt. Das Brückenbauwerk und die angrenzenden Rampen werden für die Dauer der Maßnahme voll gesperrt.

Lediglich die Linienbusse der BVG dürfen die Baustelle wie gewohnt passieren.

Als Umleitung sind folgende Routen ausgeschildert:

Der Fahrzeugverkehr aus der südwestlichen Richtung (stadtauswärts) kommend muss die ausgewiesene Umleitungsstrecke im OT  Blankenburg entweder über die Bahnhofstraße nach Französisch Buchholz oder über den Blankenburger Pflasterweg zur (B 2) Dorfstraße (Malchow) über den Landkreis  Barnim nehmen.
Die nahegelegene Pankgrafenstraße ist aufgrund von dauerhaften Baumaßnahmen ebenfalls für den Umleitungsverkehr gesperrt.

Umleitung Selheimbrücke

Fahrzeuge von der BAB A 114 (Ausfahrt Bucher Straße) können regulär  links nach  Französisch Buchholz abfahren.  Fahrzeuge die rechts abfahren, müssen die weiträumige Umleitungsstrecke über die Hobrechtsfelder Chaussee über OT  Buch nehmen.

Der Fahrzeugverkehr aus der nordöstlichen Richtung (stadteinwärts) kommend muss im OT Buch die weiträumige Umleitungsstrecke über den Landkreis Barnim B 2 oder die Hobrechtsfelder Chaussee nach Französisch  Buchholz nehmen.

Der Fußgänger– und Radfahrverkehr wird nicht beeinträchtigt.

Tag der Städtebauförderung: Besuch im Stasikrankenhaus

Ein Blick in die Vergangenheit, bevor etwas Neues entsteht

Den 5. Tag der Städtebauförderung eröffneten der Berliner Staatssekretär für Wohnen, Sebastian Scheel und der Pankower Baustadtrat Vollrad Kuhn am 11. Mai 2019 in Buch. Der Ortsteil ganz im Norden von Pankow ist bekannt durch sein Netz an hochspezialisierten medizinischen Einrichtungen. Hier wird geforscht, geheilt und gelehrt – so wie es Berlins Stadtbaurat Ludwig Hoffmann vor mehr als 100 Jahren konzipiert hatte. Liebevoll restaurierte Stationen, moderne Kliniken und Forschungslabore prägen das Bild von Berlin-Buch.

Bis auf zwei Gebäude, die vor Jahren schon in einen Dornröschenschlaf versanken, nämlich die ehemaligen Krankenhäuser der DDR-Regierung und der Staatssicherheit. Bevor letzteres perspektivisch einer Wohnbebauung weichen soll, durfte man einen Tag lang einen Blick in das Innere des wuchtigen, 1980 eröffneten Gebäudes werfen. Insgesamt drei Führungen organisierte die Planergemeinschaft für Stadt und Raum eG, die als Gebietsbeauftragte des Stadtumbaugebietes Berlin-Buch über genaue Ortskenntnis verfügt und die Erneuerung und Weiterentwicklung zahlreicher öffentlicher Bauten und Freiflächen begleitet – von der Kita bis zum Sportplatz.

An diesem 11. Mai übernimmt die Führung der versierte Historiker Dr. Christian Halbrock von der Stasiunterlagen-Behörde (BStu). Da dieser Ort versteckt hinter hohen Bauzäunen aus Sicherheitsgründen für die Allgemeinheit nicht zugänglich ist, haben sich neben Sebastian Scheel zahlreiche Gäste angemeldet wie etwa Dr. Sandra Obermeyer, die zuständige Abteilungsleiterin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen. Die Neugierigen hatten zum Teil eine lange Anfahrt hinter sich, schließlich bekommt man selten solche Einblicke. Andere sind eigentlich Nachbarn, hatten das in den Stasi-Unterlagen als „Gebäude 100“ bezeichnete Haus aber noch nie betreten.

11. Mai 2019 Stasikrankenhaus

Christian Halbrock und die Planergemeinschaft hatten den Besuch gut vorbereitet: Mit Neonfarbe waren Laufwege gekennzeichnet, Lampen für die dunklen Flure bereit gelegt und an einzelnen Orten Kopien historischer Fotos aufgehängt. Den Besucher*innen blieb oft vor Staunen der Mund offen, denn Christian Halbrock hatte nicht nur zahlreiche Anekdoten parat, sondern nannte auch viele Fakten, die allgemeines Kopfschütteln verursachten. So war die Klink trotz Mangelwirtschaft mit der besten Medizintechnik aus dem Westen ausgestattet, verfügte über autarke Wärme- und Wasserversorgungen und hatte eine exzellente Personalausstattung – nicht nur in fachlicher, sondern auch in quantitativer Hinsicht. Herrschte in der DDR gerade in den 1980er Jahren im Gesundheitswesen überall ein eklatanter Mangel, so betreute hier eine Schwester nur zwei Patienten. Trotz der starken Vandalismus-Schäden am Gebäude wird sichtbar, dass auch bei der Raumgestaltung nicht gespart wurde, weder am Mobiliar noch bei der bemerkenswerten Kunst am Bau.

Zumindest diese für die Nachwelt zu bewahren, wäre eine lohnenswerte Aufgabe, so das Credo mehrerer Gäste. Manche wünschen sich, dass der Dornröschenschlaf andauern möge und die Natur hier einfach wuchern könnte. Doch die meisten finden gut, dass hier endlich etwas passiert und neue Wohnungen entstehen, so wie es im geänderten Flächen-nutzungsplan von 2019 dargestellt ist. Potenzielle Miet-Interessenten gibt es in dieser Stadt ohnehin mehr als genug.

Von: B. Gericke / Redaktion Stadtumbau

Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung

Tag der Städtebauförderung: Großes Interesse

Eingang StasikrankenhausKunst Kantinenbereich Stasikrankenhaus

 

 

Können Sie mir auf Anhieb sagen, wo diese beiden Bilder in Buch entstanden?

Diese Lampe steht an der Einfahrt zu einem Gebäude in der Hobrechtsfelder Chaussee. Und das leider durch Graffiti verunstaltete Kunstobjekt ist im Kantinenbereich dieses Gebäudes angebracht. Zum Tag der Städtebauförderung am 11. Mai hatte die Planergemeinschaft sowie Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und BA Pankow eingeladen zu Führungen im ehemaligen Stasi-Krankenhaus. Das Interesse war so groß, dass längst nicht alle Interessierten an den drei Führungen teilnehmen konnten.

Im August 2002 wurde festgelegt, das Buch ein Fördergebiet in Berlin ist. Der Staatssekretär für Wohnen, Herr Scheel, sagte zur Eröffnung, das seitdem rund 27 Millionen Euro nach Buch flossen.

11.Mai 2019 Eröffnung Rundgänge Stasikrankenhaus

Und diese sind gut angelegt, denn Buch hat Wohnungsbaupotenzial und ist ein bedeutender Wirtschaftsstandort, aber Buch hat auch heute noch den Vorteil, dass man im Grünen wohnt. Trotz Wohnungsneubau soll der Charakter von Buch erhalten bleiben.

Der Bezirksstadtrat Vollrad Kuhn betonte in seiner kurzen Eröffnungsrede, dass das geplante Wohngebiet Buch V Strasse Am Sandhaus ein Potenzial von ca. 3000 Wohnungen hat, innerhalb des Rahmenplanes Buch-Süd gibt es ein Potenzial von ca. 2000 Wohnungen. Die beiden ehemaligen Regierungskrankenhäuser sollen kein Wohnstandort werden.

In der kleinen Ausstellung im Foyer des Krankenhauses wurden Beispiele aus Buch gezeigt, wo diese Fördermittel eingesetzt wurden. Das Bucher Bürgerhaus war einmal eine Kita und ist heute fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens.

Beispiele Fördergebiet Buch 1Beispiele Fördergebiet Buch 2

Der rote MEB (Modularer Ergänzungsbau) der Hufelandschule, die Jugendfreizeiteinrichtung „Der Alte“, die Kitas in Buch, Spielplätze und der Schlosspark Buch sind nur einige Beispiele.

Stadtumbau/Projekte in Buch

Die sehr informative Führung übernahm Dr. Heilbrock von der Stasi-Unterlagenbehörde. Er betonte gleich zum Anfang, dass die beiden Krankenhäuser an der Hobrechtsfelder Chaussee oft verwechselt werden. Das Stasikrankenhaus ging 1980 offiziell in Betrieb. Es wurden fast ausschließlich Technik und Ausstattungsgegenstände aus West-deutschland verwendet. Das Krankenhaus hatte 221 Betten und 4 OP-Säle. Bei Operationen mussten auch zwei Techniker bzw. Krankenschwestern aus Westdeutschland bzw. Westberlin anwesend sein. Wie unsere Bilder, die beim Rundgang am 11. Mai entstanden, ist durch Vandalismus in den letzten Jahren viel zerstört worden.Stasikrankenhaus 11.Mai 2019

Es ist äußerst schwierig, die beiden ehemaligen Krankenhäuser zu bewachen. Selbst Heizungen wurden zum Teil entwendet. Eine Sanierung des Hauses wäre sehr kostenintensiv und Buch braucht nicht noch ein Krankenhaus. Allerdings sind Abriss und Renaturierung ebenfalls sehr teuer.

 

Während des Rundgangs gab es die Frage, warum das Krankenhaus nicht weiter durch Helios genutzt wurde. Der Hauptgrund für den Neubau des Helios-Klinikums waren die damals sehr weiten Wege des medizinischen Personals zum Patienten. Im neuen Helios-Krankenhaus an der Schwanebecker Chaussee wurde vieles an einem Ort konzentriert.

Es gibt zurzeit keine eindeutige Aussage, was in Zukunft mit diesen beiden ehemaligen Regierungskrankenhäusern geschieht.

11. Mai 2019 Stasikrankenhaus

Der Rundgang, an dem neben vielen Bucherinnen und Bucher auch ehemalige Mitarbeiter teilnahmen, war sehr aufschlussreich. Zur Geschichte des Krankenhauses, aber auch zum heutigen Zustand.

Ihr Andreas Wolf, Bucher Bürgerverein

11. Mai Frühlingsfest im Ludwig-Hoffmann-Quartier

Auch in diesem Jahr geht es zum großen Frühlingsfest ins Ludwig-Hoffmann-Quartier. Unser Partnerverein “Kultur im Quartier e.V.” hat zusammen mit der SITUS GmbH ein abwechslungsreiches Programm erstellt. Sie sind herzlich eingeladen.

Frühlingsfest 11.Mai 2019 LHQ

Swingalarm 11.05.2019 LHQVerein “Kultur im Quartier”

Ludwig-Hoffmann-Quartier

 

Langer Tag der Stadtnatur 25./26. Mai

Langer Tag der StadtNatur 25./26. Mai

Langer Tag der StadtNatur 25. und 26. Mai 2019

Im Grußwort des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Michael Müller heißt es u.a.

„Vom Hühnerhof um die Ecke, Bienenvölkern auf Dächern bis zu versteckten Naturräumen in Hinterhöfen. Es gibt viel zu entdecken. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Naturschutzverbänden, Vereinen und Verwaltung können Sie sich auf Erkundungstouren und bei Mitmachaktionen zu Land und zu Wasser über die wunderbare Naturwelt Berlins informieren. Es erwartet Sie ein spannendes 26-Stunden-Programm mit über 500 Führungen und Aktionen, darunter einige Highlights, wie naturkundliche Schiffstouren.“

Natürlich gibt es auch in unserer Region zahlreiche Veranstaltungen zum Langen Tag der StadtNatur. Im nebenstehenden Veranstaltungskalender finden Sie viele Veranstaltungen in unserer Region. Wie in den letzten Jahren sind bei den Veranstaltungen, wo eine Anmeldung erforderlich ist, die Plätze sehr begehrt. Vielleicht finden Sie im Programm auf der Seite

Programm noch einige freie Plätze.

Der Archäologiespielprojekt Moorwiese in der Nähe des S-Bahnhofes Buch lädt am Samstag, dem 25. Mai von 15 bis 18 Uhr ein zu „Matsch Mooor“. Ein matschiges Spektakel in der Wilden Welt Moorwiese. Die Natur mit allen Sinnen Wahrnehmen. Vom Bauen und Spielen mit Lehm, Erde und Wasser. Bitte Bekleidung, die schmutzig werden darf, Badesachen und Handtuch mitbringen.

Bei einer ca. 5 km langen Wanderung mit der Tierpsychologin Antonia Gerke von Pferdekultur Gut Hobrechtsfelde am 25. Mai ab 17 Uhr steht das Leben der Pferde als Landschaftspfleger im Mittelpunkt. An der Stadtgrenze Berlins leben Herden der Robustrasse Konik der Agrar GmbH Hobrechtsfelde. Start ist der Parkplatz „Steine ohne Grenzen“, Hobrechtsfelder Chaussee.

Franziska Clauss und Christine Kuhnert vom Verein Jordsand zum Schutz der Seevögel und der Natur e. V. laden am Samstag, den 25. Mai um 21 Uhr bis ca. 23 Uhr ein zur Spurensuche von Fledermaus, Kauz und Co. Bei diesem abendlichen Rundgang an den Karower Teichen hoffen wir, mit Bat-Detektoren Fledermäuse zu entdecken, mit Glück werden wir einen Eulenvogel sehen, mit Sicherheit werden wir auch in der Dämmerung und Dunkelheit interessante Seiten der Natur kennenlernen. Start ist an der Panke-Brücke in der Pankgrafenstrasse.

Am Sonntag, den 26. Mai geht es ab dem S-Bahnhof Buch, Taxistand um 9 Uhr zu Naturbeobachtungen im „wilden“ Bucher Forst. Dr. Baeseler von der Aktion Tier – Menschen für Tiere e.V. lädt zu einer ca. 5 km langen Tour in die wildesten Teile des Bucher Waldes. Es geht durch Sumpfgebiete, vorbei an uralten Baumriesen und Spuren von Wildschweinen, wir hören mindestens dreißig verschiedene Vogelarten und können mit etwas Glück auch Kranich, Graureiher und Habicht beobachten. Wir laufen durch die Waldweide von Wildpferden und alten Hausrindern und können beobachten, wie diese Tiere den Bucher Wald nach ihren Vorstellungen verändern. Lassen Sie sich überraschen. Nach 2 – 3 Stunden sind wir dann wieder zurück am S-Bahnhof Buch.

Die Waldschule Bucher Forst und die Berliner Forsten bieten an diesen beiden Tagen auch verschiedene Veranstaltungen an.

Tickets für den Langen Tag der StadtNatur 2019 sind ab dem 29. April (12 Uhr) online, in rund 70 Vorverkaufsstellen in ganz Berlin sowie über die Service-Hotline erhältlich.

Ein 26-Stunden-Ticket (ein Ticket für alle Veranstaltungen) kostet 7 Euro, ermäßigt 5 Euro; ein Einzelveranstaltungsticket kostet 4 Euro.

Alle Informationen finden Sie auf der Internetseite:

Langer Tag der StadtNatur

Der Bucher Bürgerverein wünscht Ihnen interessante Einblicke in Flora und Fauna in unserer Region.

Ihr Andreas Wolf, Bucher Bürgerverein