Author Archives: Andreas Wolf

14. 11. Ehrenamtsbörse

Sie kennen sicher auch in Ihrem Bekannten- und Freundeskreis, Bürger, die sich ehrenamtlich engagieren. Dazu gibt es in Buch einige Möglichkeiten, für die Gesellschaft etwas freiwillig und unentgeltlich zu tun. Ob bei der Freiwilligen Feuerwehr, dem THW, im Selbsthilfe- und Stadtteilzentrum in unserem Bucher Bürgerhaus, um nur einige zu nennen.

Download (PDF, 1.18MB)

Auch die Mitglieder unseres Bürgervereines engagieren sich, als ein Beispiel möchte ich die Arbeitseinsätze im Schlosspark nennen. Nicht zu vergessen, die Mitglieder der Kirchengemeinden oder in den Schulvereinen. Allerdings ist es schwer, neue Mitstreiter, vor allem auch jüngere, zu finden. Oft ist es so, dass die „Ehrenamtlichen“ nicht nur eine ehrenamtliche Tätigkeit ausüben. Dabei ist es keine Pflicht, Mitglied des Bürgervereines zu sein, um etwas für Buch zu tun. Die Arbeit mit den Flüchtlingen “Willkommen in Buch” wäre ohne ehrenamtliche Helfer nicht zu schaffen. Der Förderverein zum denkmalgetreuen Wiederaufbau des Turmes der barocken Schlosskirche in Berlin-Buch e. V. hat nicht nur Geld gesammelt, sondern auch das kulturelle Leben in Buch bereichert. Die meiste Arbeit in den Sportvereinen ist ehrenamtlich. Die Veranstaltungen im Ludwig-Hoffmann-Quartier wären ohne die Arbeit unseres Partnervereins Kultur im Quartier e.V. nicht möglich gewesen. Und das Ronald McDonald Haus Berlin-Buch ist bereits über 5 Jahre alt und auch hier wird ehrenamtlich „gearbeitet“.

Am 14. November 2019 von 15:00 bis 18:00 Uhr haben bei einer Freiwilligenbörse gemeinnützige Vereine, Projekte und Initiativen die Möglichkeit, Besucher*innen über Angebote in der ehrenamtlichen Arbeit zu informieren. Die Besucher*innen sollen das vielfältige Spektrum von ehrenamtlichen Tätigkeiten in Buch kennenlernen. Das Angebot reicht vom Engagement im Bereich Kultur und Bildung über Flüchtlingshilfe bis zu soziales und Sport. Die Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung liegt in den Händen des Team BENN Berlin-Buch .

Bitte kontaktieren Sie bei Interesse an einer Teilnahme Frau Kindermann vom BENN-Team Buch über p.kindermann@albatrosggmbh.de oder unter 030 32533990 und senden ihr den angehängten Fragebogen ausgefüllt bis zum 31. Oktober zurück.

Die Vereine und Initiativen sind aufgefordert, das Ehrenamt sichtbar zu machen. Sie sind herzlich eingeladen.

Ihr Andreas Wolf, Bucher Bürgerverein

Download (PDF, 123KB)

Download (PDF, 265KB)

Erneuerung A 114 – Info-Veranstaltung

Am 23.10.2019 findet ein zweiter Öffentlichkeitstermin im Max-Delbrück- Centrum in Buch statt. Sie sind herzlich eingeladen.

Download (PDF, 475KB)

Geplante Baumassnahmen A 114

Freiwilliger Arbeitseinsatz im Schlosspark Buch

Der Bucher Bürgerverein führt seinen monatlichen Arbeitseinsatz in unserem Schlosspark durch.

Schlossparkeingang Alt-Buch

Der restaurierte Parkeingang in Alt-Buch

Die Wege müssen geharkt werden, Unkraut beseitigt und die Beete müssen gepflegt werden. Fleißige Helfer sind immer willkommen.

Treffpunkt: 10:00 Uhr, Parkeingang Alt-Buch/ Rosenbeet

Dienstag, 22. Oktober 2019

Denkmalgerechte Erneuerung von Teilen des Schlossparks Buch

Wikipedia/Schlosspark Buch

Zukunftsort Berlin-Buch

Logo Berlin-Buch

Buch ist 2030 ein Musterbeispiel für die gelungene Entwicklung eines Wirtschafts-, Forschungs- und Wohnstandortes von überregionaler Bedeutung und prägt den Berliner Norden als Standort für Wohnen und Arbeiten. Die Umnutzung der einst als Klinik genutzten Flächen nördlich der Wiltbergstraße bietet in alten und neuen Gebäuden Raum für Wohnen, Kultur, Bildung und Begegnung. Davon profitiert der gesamte Stadtteil. Es ist ein Stadtteil mit eigener und erlebbarer Identität und ein gefragter, attraktiver Wohnort.

Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung

Zukunftsorte in Berlin

Berlin-Buch: Green Health City – für die Zukunft der Medizin

Berlin-Buch ist ein international renommierter Wissenschafts-, Medizin- und Technologiestandort im Nordosten Berlins. Rund 6.500 Menschen arbeiten hier in der Gesundheitswirtschaft. Herzstück ist der 32 Hektar große Campus Berlin-Buch, der exzellente Forschungsinstitute auf den Gebieten der molekularen Medizin und Pharmakologie sowie der klinischen Forschung beherbergt – und einen der größten Biotechparks Deutschlands. Mit seiner klaren Ausrichtung auf Biomedizin und interdisziplinären Kooperationen verfügt der Campus über ein herausragendes Innovations- und Wachstumspotenzial. Dieses Profil wird durch die Kliniken am Standort komplettiert.

Ab 2022 wird der BerlinBioCube im BiotechPark Berlin-Buch zusätzliche 8.000 qm Labor- und Bürofläche und attraktive Services für Start-ups in den Life Sciences bieten.

Innovationen von morgen – heute erleben!

  1. November 2019

(FU Berlin – Henry-Ford-Bau, Garystrasse 35, 14195 Berlin)

Wie kann ein Enzym Plastikmüll zersetzen? Wie sparen intelligente Laternen unsere Zeit? Wie schütze ich meine Gelenke bei voller Bewegungsfreiheit? Wie hilft eine Wetterstation bei automatischer Gebäudesteuerung? Wie funktioniert induktives Laden von E-Autos?

Antworten auf diese Fragen finden Sie schon heute – an den elf Berliner Zukunftsorten. Wissenschaft und Wirtschaft entwickeln dort in engem Zusammenspiel Technologien der Zukunft. Ob Exzellenzuniversität, Weltkonzern oder Start-up – die Zukunftsorte entfalten ihre eigene Kreativität.

Am 07. November 2019 haben Sie Gelegenheit, sich anzuschauen, woran z. B. in Adlershof, auf dem EUREF-Campus, dem Campus Buch oder in Berlin Südwest gearbeitet wird. Nehmen Sie Einblick in die Welt der Zukunft, denn:

Die Zukunft wird gut. Weil wir sie machen.

Zukunftsorte in Berlin/Veranstaltung

Veranstaltungen in Buch

Verkehrsvision 2030 für den Nordosten

Kennen Sie schon die U 10. Sie soll vom Alex über Buch bis Bernau fahren. Das war nur ein Vorschlag aus der Verkehrsvision 2030, die als Diskussionsgrundlage für die Veranstaltung am 15. Oktober auf dem Gemeindehof Karow der Berliner Stadtmission diente.

Dirk Stettner, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin und Johannes Kraft (Vorsitzender der CDU-Fraktion in der BVV Pankow und Mitglied des Ausschusses für Verkehr und öffentliche Ordnung) hatten zu dieser Veranstaltung eingeladen. Als Gast war Jens-Holger Kirchner, Beauftragter des Senats für Verkehrsinfrastrukturvorhaben eingeladen. Das bei diesem heiklen Thema Verkehr der Saal bis auf den allerletzten Platz gefüllt war, verwunderte niemand. Denn die Verkehrsprobleme in der Region Nordost nehmen leider zu.

Zum Anfang der Veranstaltung wurde auf das Positionspapier der 17 Vereine und Bürgerinitiativen hingewiesen. Es wurde im August beschlossen und Johannes Kraft hat es als Antrag in die Sitzung der BVV Pankow am 11. September eingebracht.

(Mobilität im Nordosten Pankows I: Mobilitätshub an der Bucher Straße)

Download (PDF, 227KB)

Dabei geht es u.a. um den bedarfsgerechten Ausbau der Verkehrs-infrastruktur und um eine maßvolle Bebauung in den Gebieten Buchholz, Buch, Karow und Blankenburg. Auch unser Verein hat dieses Positions-papier mitgestaltet.

Nach den aktuellen Planungen sollen in unsere Region Nordost ca. 37 800 Menschen ziehen. Die Diskussion zeigte, dass es aber jetzt schon Lösungen für den Verkehr geben muss.

Jens-Holger Kirchner begrüßte die Veranstaltung. Als ehemaliger Bezirksstadtrat in Pankow und gern gesehener Gast bei vielen Veranstaltungen in unserer Region kennt er sich natürlich hier sehr gut aus. Ja, es gibt sehr viele Baustellen, aber es wird höchste Zeit für Sanierungen von Straßen, Brücken oder der A 114.

(Zum aktuellen Stand bei der A 114 lädt die Senatsverwaltung für Verkehr für den 23. Oktober um 18:30 Uhr auf dem Campus Buch zu einer Infoveranstaltung ein. Die Einladung sehen Sie am Ende dieses Artikels)

Herr Kirchner forderte auf, Lösungen gemeinsam mit den Brandenburger Gemeinden im „Speckgürtel“ zu suchen. Allerdings wird sich auch das individuelle Verhalten aller Verkehrsteilnehmer ändern müssen.

Alle Diskussionsteilnehmer forderten die zügige Veröffentlichung der Verkehrsuntersuchung für den Raum Nordost.

Dirk Stettner betonte, dass es ein tragfähiges Konzept für den Verkehr im Nordosten geben muss. Deshalb hat er gemeinsam mit Johannes Kraft diese Verkehrsvision 2030 entworfen. Sie fordern eine U-Bahn, weil mit dieser die meisten Fahrgäste befördert werden können. Eine Straßenbahnlinie zur Erschließung des Wohnungsbauprojektes Blankenburger Süden reicht auf keinen Fall. Herr Kirchner betonte, dass die Bahnhofstrasse in Blankenburg sich auf jeden Fall ändern wird. Die Blankenburger Bürgerinitiativen Wir sind Blankenburg fordern eine bessere Kommunikation zwischen ihnen und dem Senat.

Unser Vorsitzender, Steffen Lochow fand in dieser Verkehrsvision 2030 viele Punkte unserer Positionen wieder. Der S-Bhf. Bucher Strasse als Mobilitätshub (Umsteigemöglichkeiten zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln) oder den Regionalbahnhof Buch wird auch von unseren Mitgliedern favorisiert. Der Turmbahnhof Karow wird abgelehnt. Im Gespräch mit der Zeitung „Berliner Woche“ (vom 16. Oktober)  antwortete Steffen Lochow: „Gerade im Hinblick auf die geplanten Bauprojekte im Nordosten und den bevorstehenden Zuzug Zehntausender Menschen ist die Schaffung einer vernetzten Verkehrsdrehscheibe der einzige Ausweg aus der katastrophalen Verkehrssituation in der Region“. Die S 2 muss einen 10-Minuten-Takt auf der gesamten Strecke fahren. Ein Kiezbus in Buch müsste auf jeden Fall auch Panketal anfahren, um die Pendlerströme zu begrenzen.

Die Karower Initiativen haben an vielen Veranstaltungen, Planungs-konferenzen oder ähnlichem teilgenommen und leidenschaftlich diskutiert. Ihre Vorschläge finden leider kaum Berücksichtigung. Und auch in Karow sind die Strassen an ihren Belastungsgrenzen angekommen.

Die BI Elisabethaue Randbebauung stellte ihren Kompromissvorschlag zur Teilbebauung vor. Herr Kirchner begrüßte diesen Vorschlag, weil er von den Bürgern kommt und eine gute Grundlage für das weitere Verfahren ist. Auch in Buchholz soll neu gebaut werden, so in der Ludwig-Quidde-Strasse

Das es in unserer Region Wohnungsneubau geben wird, war allen Teilnehmern klar. Aber es darf nicht das Maximum geben, sondern das Machbare.

Die Zukunftsversion 2030 sieht u.a. die Verlängerung von Straßenbahnen- und S-Bahnlinien vor. 11 km Straßenneubau, 2 Mobilitätshubs, 7,2 km Tramgleise oder der Regionalbahnhof Buch sind Teile dieses Plans.

Herr Stettner und Herr Kraft zogen am Ende der Veranstaltung ein positives Fazit. Es darf aber nicht die letzte Veranstaltung dieser Art sein. Denn der Wohnungsneubau kommt – das steht fest. Jetzt gilt es, eine tragfähige, ja auch ambitionierte Lösung für alle Verkehrsteilnehmer in unserer Region zu entwickeln und diese dann in die Tat umzusetzen.

Ihr Andreas Wolf, Bucher Bürgerverein

Download (PDF, 475KB)

Bucher Straße bekommt neue Brücke über die A 114

Pressemitteilung vom 14.10.2019

Im Zusammenhang mit dem Neubau der A114 wird die Bucher Straße eine neue Brücke erhalten. Der Neubau ist Bestandteil der grundhaften Erneuerung der Baumaßnahme BAB A 114.

Damit der Verkehr auf der Bucher Straße während der Abbruch- und Neubauarbeiten der neuen Brücke weitestgehend ohne Einschränkungen verlaufen kann, wird eine Umfahrung südlich der bestehenden Brücke über eine Ersatzbrücke eingerichtet. Für die Dauer der Bauarbeiten wird der Verkehr der Bucher Straße über die Behelfsumfahrung geleitet und zu den Anschlussstellen geführt.

Die Bauarbeiten beginnen ab Dienstag, den 15.10.2019, und werden voraussichtlich Ende 2021 abgeschlossen sein.

Die Verkehrsführung auf der BAB A 114 wird in Höhe der Anschlussstelle Bucher Straße in beiden Richtungen angepasst. In Fahrtrichtung Norden (stadtauswärts) wird eine Fahrstreifenaufteilung in Richtung Autobahndreieck Pankow (linker Fahrstreifen) oder zur Ausfahrt Bucher Str. (rechter Fahrtstreifen) ausgewiesen.

In Fahrtrichtung Süden (stadteinwärts) wird der Verkehr in Höhe der Brücke von zwei auf einen Fahrstreifen reduziert. Das Einfahren von der Anschlussstelle Bucher Straße auf die BAB A 114 ist hier über einen gesonderten Fahrstreifen möglich.

Weitergehende Informationen zum Bauvorhaben:

 

„KlarText“-Preis für Dr. Katrina Meyer; MDC-Forscherin

Mit „Verirrte Proteine“ gewinnt Katrina Meyer den „KlarText“-Preis für Wissenschaftskommunikation 2019. In dem allgemeinverständlichen Artikel über ihre Doktorarbeit erzählt sie, was sie in der MDC-Arbeitsgruppe bei Professor Matthias Selbach erforscht hat.

 

Proteine, Aminosäuren, Gene – in den Laboren des Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) dreht sich alles um komplizierte Vorgänge innerhalb von Zellen. So tragen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit ihrer Arbeit dazu bei, Krankheiten zu verstehen. Die Welt der Wissenschaft überschneidet sich dabei nur selten mit dem alltäglichen Leben von betroffenen Patientinnen und Patienten. Höchstens Gewebe- oder Blutproben von anonymen Erkrankten finden ihren Weg ins Labor.

Dr. Katrina Meyer; Bild: Felix Petermann, MDC

Im Fall der Forschungsarbeit von Dr. Katrina Meyer war das anders. Sie arbeitete konkret mit einer Patientin zusammen. Während ihrer Promotion am MDC durchforstete sie Datenbanken auf der Suche nach Genveränderungen, die Krankheiten hervorrufen. Dabei wollte Meyer Mutationen finden, die Proteine an einer ganz bestimmten Stelle verändern, in einem Proteinstückchen, das viele Forschende für eher unwichtig halten. Bei ihrer Recherche stieß sie auf eine Mutation, die das Glut1-Defizit-Syndrom verursacht. Erkrankte leiden an Krampfanfällen, die manchmal nur bei einer streng ketogenen Diät, durch den Verzicht auf Kohlenhydrate, etwas nachlassen. Schließlich spürte Meyer einen Arzt aus den USA auf, der eine Patientin mit der von ihr untersuchten Mutation im Gen für Glut1 behandelte. Von ihm erhielt Meyer Zellproben aus dem Arm der Patientin, die Meyer anschließend im Labor bearbeitete. Aus der unbekannten US-Patientin wurde Macie aus den USA, als sich irgendwann die Familie bei der MDC-Forscherin meldete. „Ihre Mutter hat Kontakt zu uns aufgenommen“, berichtet Meyer.

Der Kontakt zu Macie und ihrer Familie war für Meyer etwas ganz Besonderes. Diese Geschichte wollte Meyer gerne weitererzählen und schrieb deshalb einen Artikel für den „KlarText – Preis für Wissenschaftskommunikation“ – mit Erfolg: Am 10. Oktober 2019 zeichnete die Klaus Tschira Stiftung Meyers Text in der Kategorie „Biologie“ aus. Der Artikel „Verirrte Proteine“ erscheint u.a. im Wissensmagazin „KlarText“, einer Beilage der Wochenzeitung DIE ZEIT.

 

Protein auf Abwegen

Während ihrer Doktorarbeit am MDC ging die gebürtige Berlinerin den molekularen Ursachen auf den Grund, die das Glut1-Defizit-Syndrom bei Macie auslösen. Wie bei vielen anderen Erbkrankheiten auch sind die tatsächlichen Vorgänge in der Zelle, sagt Meyer, noch kaum erforscht. In der Arbeitsgruppe von Professor Matthias Selbach fand sie heraus, was die Mutation in Macies Zellen genau bewirkt. Auf Grund der Veränderung in dem kleinen Proteinstückchen von Glut1 scheint der Transport von Zucker vom Blut ins Gehirn nicht mehr zu funktionieren. Meyer stellte fest, dass dies bei Macie jedoch nur die halbe Wahrheit sein konnte: Die Mutation führe nicht etwa zu einem kaputten Protein, sondern zu einem verirrten: Glut1 war in Macies Zellen nicht in der Zellmembran, wo es eigentlich sein sollte, sondern es hatte sich ins Zellinnere verirrt. „Dort kann es seine Aufgabe als Transportmolekül aber gar nicht mehr ausführen“, schlussfolgert Meyer in ihrer Doktorarbeit. „Eine solche Veränderung im Protein lockt Moleküle an, die es dann ins Zellinnere verfrachten“, erklärt sie. Dieser Prozess heißt Endozytose: Die Zellmembran stülpt sich ein und nimmt Partikel aus der Umgebung und der Membran auf, die dann in der Zelle landen.

 

All dies erklärte Meyer auch Macies Familie. Glenna Steele ist Macies Mutter und Geschäftsführerin der „Glut1 Deficiency Foundation“, einer US-Stiftung, die Aufmerksamkeit für Menschen mit dieser Krankheit hervorrufen möchte. Meyer und Steele tauschten Bilder aus, von Macie in Disneyland – und dem Glut1-Protein an der falschen Stelle in der Zelle.

 

Macie und ihre Familie erfuhren durch den E-Mail-Kontakt mit Meyer, warum Glut1 seiner Funktion als Transportmolekül in Macies Körper nicht mehr nachkommen kann. Die Forschungsergebnisse wurden in der renommierten Fachzeitschrift „Cell“ veröffentlicht. Meyer kann sich vorstellen, dass es möglich wäre, mit dem Wissen um den Krankheitsmechanismus gezielte Medikamente zu entwickeln. „Eine Heilung für das Glut1-Defizit-Syndrom gibt es bislang leider noch nicht. Meine Arbeit liegt ja auch eher in der Grundlagenforschung. Es ist also leider unwahrscheinlich, dass Macie bald von meinen Ergebnissen profitieren wird“, sagt Meyer.

 

„Ich will keine falschen Hoffnungen wecken“

Meyer findet es wichtig über Forschung zu sprechen, auch mit Menschen, die selbst keine Wissenschaftlerinnen oder Wissenschaftler sind. Sie gehört zu den Forscherinnen, die auch auf Twitter über ihre Arbeit berichten. Mit dem „KlarText“-Artikel wendet sie sich nun zum ersten Mal an ein großes nicht-wissenschaftliches Publikum. „Mir liegt am Herzen, dass die Leute wissen, dass die Ergebnisse aus der Wissenschaft oft in einem ganz bestimmten Kontext erworben werden und nicht automatisch in Stein gemeißelt sind“, sagt sie. „Durch den Kontakt mit Macies Familie, wurde mir erst bewusst, welche Verantwortung wir als Forschende tragen – und, dass man nichts Unbedachtes sagen sollte, was falsche Hoffnungen wecken könnte.“ Auch wenn noch keine direkte Hilfe für Macies Erkrankung in Sicht ist, könnten Meyers Ergebnisse dennoch einen möglichen Anknüpfungspunkt für andere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler darstellen, die Therapien gegen das Glut1-Defizit-Syndrom oder andere Erbkrankheiten mit gleicher Ursache entwickeln wollen.

Für ihren Artikel über Macie und die verirrten Proteine erhält Meyer nun 5000 Euro Preisgeld und einen Platz in einem Workshop für Wissenschaftskommunikation. Insgesamt sechs Forschende zeichnete die Klaus Tschira Stiftung aus, in den Kategorien Biologie, Chemie, Geowissenschaften, Informatik, Mathematik, Neurowissenschaften oder Physik. „Mit dem Preis wollte Klaus Tschira den Dialog zwischen Forschenden und der Öffentlichkeit vorantreiben“, sagt Beate Spiegel, Geschäftsführerin der Klaus Tschira Stiftung.

(Quelle: Pressemitteilung des MDC )

Max-Delbrück-Centrum

Kontakte:
Christina Anders
Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft
Redakteurin, Abteilung Kommunikation
christina.anders@mdc-berlin.de  oder presse@mdc-berlin.de 

 

Wie weiter mit dem Verkehr im Nordosten?

“Jeden Tag erleben wir den Dauerstau im Nord-Osten Berlins. Pankow kommt nicht voran – weder kommen die Pendler zu ihren Arbeitsplätzen noch wir durch unsere Ortsteile. Auf den ÖPNV umzusteigen würden ja viele gern – aber die Schienenfahrzeuge sind überfüllt und die Busse stehen auch im Stau. Erst muss dieses Verkehrschaos gelöst werden, dann können wir alle durchatmen und freier über die weiteren Entwicklungen in unserem Bezirk miteinander sprechen.


Dafür haben der Vorsitzende der CDU-Fraktion in der Bezirks-verordnetenversammlung, Wahlkreiskandidat für Buch, Karow, Buchholz und Verkehrsexperte Johannes Kraft und ich (Dirk Stettner) den früheren Baustadtrat unseres Bezirkes, früheren Staatssekretär in der Senats-verkehrsverwaltung und heutigen Koordinator für Verkehrsprojekte in der Senatskanzlei Jens-Holger Kirchner eingeladen. Mit Herrn Kirchner werden die Initiativen aus unseren Ortsteilen sprechen. Wir werden Ideen vorstellen, wie wir den Nord-Osten verkehrlich gut erschließen können.
Wo muss eine U-Bahn hin?
Wo fehlt eine Mobilitäts-hub und was ist das überhaupt?
Wo brauchen wir eine Straßenbahn?
Anschluss an die B2?
TVN? Verlängerung der S75?
Autobahnanschluss Buch?
Turmbahnhof? …
Wir werden es in einem Termin kaum schaffen, aber wir fangen an. Wie soll unser Pankow 2030 aussehen? Lassen Sie uns reden!
Bitte sehr gern teilen, kommentieren, weitersagen – jeder ist willkommen.”

rbb-Abendschau: Neubau von Wohnungen

Neue Stadtquartiere für Berlin

14 neue Stadtquartiere plant der Senat für Berlin. Die Quartiere sind teilweise bereits im Bau oder sehr konkret geplant. Insgesamt sollen fast 45.000 Wohnungen entstehen – Wohnungen, die die Berliner dringend erwarten.

Baustart von Wohnungen in Buch 2021: 4400 Wohnungen (geplant)

rbb-Abendschau vom 10.10.2019

Senatsverwaltung Stadtentwicklung – Exposé Buch

Expose Buch Stand 04.01.2019

Download (PDF, 2.97MB)

Pressemitteilung des Bezirksamtes Pankow vom 11. 10. 2019

Bezirk Pankow übt erstmalig Vorkaufsrecht für unbebaute Flächen in Karow aus.

Der Bezirk Pankow übt das Vorkaufsrecht für zwei Flächen von zusammen mehr als 70.000 m² im Ortsteil Karow zugunsten zweier städtischer Wohnungsbaugesellschaften aus. Vollrad Kuhn (Bü90/Grüne), Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung und Bürgerdienste erklärt dazu: „Ich freue mich sehr, dass wir für die innerhalb der Rahmenplanung Karow liegenden Flächen nun den Vorkauf ausüben konnten. Zum ersten Mal wurde im Land Berlin für unbebaute Flächen, die im Flächennutzungsplan als Wohnbaufläche dargestellt sind, von diesem Instrument Gebrauch gemacht. Wir beobachten in Pankow mit Sorge, dass der Immobilienmarkt unbebautes Bauerwartungsland in den Fokus nimmt und auf die großen Stadterweiterungsflächen drängt. Dem wollen wir etwas entgegen setzen. Die vorgekauften Wohnbauflächen möchte Pankow gemeinsam mit den städtischen Wohnungsbaugesellschaften entwickeln, um den Neubau von bezahlbarem, sozialverträglichem Wohnraum zu sichern.

(vollständige PM Bezirksamt Pankow

Ihre Meinung ist gefragt!

Die Grünfläche um die Gänseplastik soll im Rahmen des Stadtumbaus attraktiver gestaltet werden.

Bucher Bürgerhaus

Am Donnerstag, dem 10. Oktober um 17:00 Uhr sollen daher die Anwohner*innen und Nutzer*innen in einer ersten Beteiligungs-veranstaltung nach ihren Ideen und Wünschen befragt werden. Die Wegebeläge, die Sitzmöglichkeiten und die Grüngestaltung stehen dabei im Mittelpunkt.

Download (PDF, 1.33MB)

“Berliner Morgenpost”: Millionen-Investitionen im Biotech-Park Buch

Von Joachim Fahrun, Berliner Morgenpost, 30.09.2019

“Der größte Berliner Standort für Biotechnologie erhält durch ein Gründerzentrum und mehrere Forschungsgroßgeräte einen neuen Schub.

Als einziger Berliner Stadtteil liegt Buch ganz im Norden Pankows außerhalb des Autobahnrings. Seine Lage ganz am Rande der Stadt prädestinierte Buch Ende des 19. Jahrhunderts als Standort für Krankenhäuser und Genesungsheime. In der Parklandschaft hat sich mit dem Biotech-Park Berlins größter Forschungs- und Produktionsstandort für Lebenswissenschaftler und Biotechnologie-Unternehmen herausgebildet. Und seit die Campus-Betreibergesellschaft vor gut einem Jahr in die Trägerschaft des Landes überging, steht Buch vor einem neuen Entwicklungsschub. Investitionen von deutlich über 100 Millionen Euro sind fest eingeplant, auch an einer Erweiterung des Campus um Flächen für Firmenzentralen und Produktionsstätten wird konkret gearbeitet….

Bitte lesen Sie hier weiter