Kerstin Radomski zu Gast am MDC

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Die CDU-Bundestagsabgeordnete und Haushaltsexpertin Kerstin Radomski hat Anfang August das MDC besucht. Die Politikerin informierte sich über Herz-Kreislauf-, Krebs- und Covid-19-Forschung sowie über die Möglichkeiten von Data Science und die klinische Anwendung von wissenschaftlichen Erkenntnissen.

„Forschung und Bildung sind wichtig für unsere Zukunft“, sagt Kerstin Radomski. Und so ist es nur folgerichtig, dass die CDU-Bundestagsabgeordnete und Mitglied im Haushaltsausschuss die Zeit der parlamentarischen Sommerpause Anfang August nutzte für einen Besuch am Berliner Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC). Schließlich möchten auch Finanzfachleute direkt erleben und erfahren, wohin die Mittel fließen, die sie freigeben. Das MDC wird zu 90 Prozent vom Bund und zehn Prozent vom Land Berlin gefördert.

Kerstin Radomski informierte sich in Vorträgen und bei einem Besuch im Labor über aktuelle Forschungsprojekte des MDC, hier im Gespräch mit Emanuel Wyler.
© Felix Petermann, MDC

Das Besuchsprogramm für Radomski, das Professorin Heike Graßmann, Administrative Vorständin des MDC, gemeinsam mit sieben Forscher*innen zusammengestellt hatte, gab Einblick in die organübergreifenden Forschungsansätze der MDC-Teams. Professor Norbert Hübner, stellvertretender Wissenschaftlicher Vorstand, erläuterte hierzu: „Krankheiten überschreiten häufig die Grenzen einzelner Gewebe und Organe und erfassen den gesamten Organismus.“ Deshalb arbeiteten die Forschungsteams oft kooperativ, sehr flexibel und interdisziplinär.

In ihren Vorträgen rückten die Wissenschaftler*innen vier Themen in den Fokus: Dr. Henrike Maatz präsentierte die neuesten Erkenntnisse der Herz-Kreislauf-Forschung. Sie skizzierte den „Zellatlas des menschlichen Herzens“, der aktuell vom MDC gemeinsam mit vielen internationalen Partnern erstellt wird. „Man könnte auch von einem Google-Maps fürs Herz sprechen: Wir können nicht nur detailliert kartieren und navigieren, sondern sogar die Türen zu einzelnen Häusern, sprich einzelnen Zellen, öffnen und hineinblicken“, sagte Maatz. Der Herzatlas wird dazu beitragen, einzelne Krankheitsprozesse wie die Entstehung von Kardiomyopathien, also Herzschwäche, bis ins kleinste Detail besser zu verstehen und spezifische therapeutische Ansätze zu finden. Dabei nutzen die Forscher*innen die neuesten Methoden der Einzelzell-Sequenzierung. Mit ihnen gelingt der immer tiefere und höchst spezifische Blick in die Vorgänge, die in jeder einzelnen Zelle des menschlichen Körpers stattfinden.

Vielversprechende Wege der Krebsforschung stellten Dr. Uta Höpken und Dr. Roland Schwarz vor. Höpken erläuterte die Entwicklung von zielgerichteten Designer-Immunzellen gegen Tumore, wie sie am MDC entwickelt werden: eine Methode, die ganz auf personalisierte Behandlung etwa von Lymphomen abzielt. Die wachsende Bedeutung der Bioinformatik bei der Vorbeugung und Behandlung von Krebs unterstrich Schwarz. „Data Science ermöglicht es uns, wirklich enorme Datenmengen zu den verschiedensten Krebsarten und von vielen Patientinnen und Patienten auszuwerten und dadurch die Krankheit immer besser zu verstehen. Wir möchten zum Beispiel herausfinden, warum manche Raucher an Krebs erkranken, andere aber nicht“, sagte Schwarz. Mit diesem Wissen könne die Prävention viel besser ansetzen.

Einen Blick in die Zukunft warf Professor Nikolaus Rajewsky, stellvertretender Wissenschaftlicher MDC-Vorstand und Direktor des Berliner Instituts für Medizinische Systembiologie (BIMSB) des MDC. Er skizzierte die Pläne der Berliner Wissenschaftscommunity für ein „Berlin Cell Hospital“: ein Ort für zellbasierte Medizin, an dem die Einzelzell-Analyse durch enges Zusammenwirken von Forschungsteams und Ärzt*innen letztlich die denkbar früheste Erkennung und Therapie von menschlichen Krankheiten möglich machen soll. „Zellbasierte Medizin hat enormes Potential für die Verbesserung des Gesundheitswesens“, sagte Rajewsky. „Und Deutschland ist in Europa einer der führenden Plätze.“

Abgerundet wurde der Besuch der Abgeordneten durch einen Gang ins Labor von Professor Markus Landthaler, wo aktuell SARS-CoV-2-Forschung im Mittelpunkt steht. Kerstin Radomski informierte sich im Gespräch mit Landthaler und Dr. Emanuel Wyler über jüngste Entwicklungen der Virenforschung und neue mögliche Virentests. „Für uns ist es sehr wichtig, dass wir eng mit unseren Partnern, vor allem der Charité – Universitätsmedizin Berlin zusammenarbeiten“, sagte Wyler. „Wir agieren in Netzwerken und setzen neueste Technologien ein. Dabei wollen wir auch Datenmengen für die Covid-19-Forschung nutzbar machen, die am MDC bereits von anderen Projekten existieren“, betonte Landthaler.

Kerstin Radomski, selbst studierte Biologin, zeigte sich beeindruckt von der Arbeit am MDC. „Sie machen Grundlagenforschung und hängen zugleich eng mit Kliniken zusammen und arbeiten gemeinsam an konkreten Problemen. Ein solcher Transfer ist von zentraler Bedeutung. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg“, sagte die Politikerin.

MDC Berlin, Campus Berlin-Buch

Facebook/MDC

Wiedereröffnet: Familienzentrum Busonistrasse

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Unter den Angeboten befindet sich u.a. das Verkehrsgärtchen am Lossebergplatz, in dem Kinder dienstags mit ferngesteuerten Autos fahren und donnerstags spielerisch das Verhalten im Straßenverkehr erlernen können.

Familienzentrum Kita Busonistrasse

Karow aktuell Nr. 75 – Juni 2020:

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In Karow geplant: Repair-Café

Wer hilft mit im Repaircafé?

Ehrenamtliche Helfer mit handwerklichem Geschick gesucht

Turm Albatros Karow LogoEin Besucher im Turm hat die Idee vorgetragen, in Karow ein Repaircafé zu eröffnen. Dafür sucht er nun Räume und Unter-stützung. Wenn es gelingt, eine solche Reparierstation in der zweiten Jahreshälfte aufzubauen, werden Gleichgesinnte ge-sucht. Menschen, die handwerklich begabt sind, zum Beispiel auch junge Leute mit Kenntnissen in der Informationstechnik, können sich gern im Turm (Telefon 94380097) melden. Schön wäre es, wenn Jung und Alt gemeinsam ein solches Pro-jekt gestalten. Wer Lust hat, ehrenamtlich mitzuhelfen und sich in Elektrik, Mechanik oder Schneiderei auskennt und andere bei der Reparatur ihrer kaputten Dinge unterstützen möchte, egal ob beruflich aktiv oder in Rente, melde sich bitte. Das Café kann auch ein Ort für nette Gespräche sein.

Stadtteilzentrum Turm/Karow

Quelle: allod / Mieterzeitung Karow

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rbb-Abendschau 05. August: Renaturierung der Panke

Pankow und Bernau

Die Serie, in der wir zeigen, wie Brandenburger Gemeinden und Berliner Bezirke die Metropolen-Region gemeinsam gestalten, geht weiter. Diesmal sind wir in Bernau und Pankow, wo es um die Renaturierung der Panke geht. In Bernau ist an zwei Stellen die Renaturierung bereits durchgeführt, in Pankow sind erste Bäume gefällt worden.

Hier finden Sie den Beitrag/Film

Stabiler Kreislauf trotz heißer Temperaturen: 5 Tipps für alle

Ist der Sommer da, freuen wir uns über Sonnenschein und Wärme. Wohltuende Erfrischung finden wir im Freibad, im See oder unter der Dusche. Abkühlung haben wir uns bei besonders hohen Temperaturen verdient – schließlich fordern sie unserem Herz-Kreislauf-System Höchstleistungen ab. Kein Wunder also, dass viele Menschen besonders in der heißen Jahreszeit über Kopfschmerzen oder Kreislaufbeschwerden klagen. Prof. Dr. Henning T. Baberg, Chefarzt der Kardiologie und Nephrologie im Helios Klinikum Berlin-Buch, gibt 5 Tipps, wie man Beschwerden entgegenwirken kann.

Ob trockene Hitze oder schwül-warme Luft – Sommerwetter verlangt dem Körper so einiges ab. Dies gilt für alle – besonders aber für ältere Menschen und diejenigen, die mit Herz- oder Nierenproblemen vorbelastet sind. Auch ein zu hoher Blutdruck macht sich in der heißen Jahreszeit oft besonders bemerkbar. Müdigkeit, Schwindel, Herzrhythmusstörungen oder Muskelkrämpfe können Folge sein.

Porträt Prof. Baberg

Professor Baberg
Copyright: Th. Oberländer

 

“An sehr heißen Tagen sollten sich nicht nur ältere oder vorbelastete Menschen schonen – hohe Temperaturen können ebenso für werdende Mütter, kleine Kinder oder sogar für Sportler anstrengend sein. Man kann Kreislaufbeschwerden oder gar Schwächeanfällen mit einigen Vorsichtsmaßnahmen entgegenwirken, um Sommerwetter unbeschwert zu genießen“, erklärt Prof. Dr. med. Henning T. Baberg, Chefarzt der Kardiologie und Nephrologie im Helios Klinikum Berlin-Buch.

1. Ausreichend trinken

Bei starker Hitze versucht der Körper, sich durch Schwitzen zu kühlen. Dabei können schnell mehrere Liter Flüssigkeit verloren gehen. „Oberstes Gebot ist, an heißen Tagen viel zu trinken. An normalen Tagen etwa zwei Liter, im Sommer dürfen es aber auch 2,5 bis 3 Liter sein“, bestätigt Henning T. Baberg. Da der Köper durch das Schwitzen wichtige Salze, Magnesium und andere Elektrolyte verliert, sollten sie am besten zu Wasser, Saftschorlen oder Gemüsebrühe greifen. Alkoholische Getränke hingegen können dem Körper Flüssigkeit entziehen – am besten ganz meiden oder nur in Maßen genießen.

2. Mehrere Zwischenmahlzeiten einplanen

Um den Körper zu entlasten und Hitze besser zu ertragen, können sie im Sommer lieber mehrere kleine statt drei große Mahlzeiten zu sich nehmen. Baberg erklärt: „Besonders gut verträglich sind leichte mediterrane Gerichte mit viel saisonalem Gemüse und wasserhaltiges Obst. So können Sie den Flüssigkeitshaushalt Ihres Körpers zusätzlich regulieren.“

3. Sommersonne in Maßen genießen

Genießen sie die Sommersonne zu lange, riskieren sie einen Sonnenstich oder sogar einen Hitzschlag. Ausgelöst wird der Wärmestau durch eine zu hohe Körpertemperatur, die durch intensive Sonneneinstrahlung stark ansteigt. „Menschen, die einen Sonnenstich haben, wirken häufig verwirrt, drücken sich nicht mehr verständlich aus, haben Kopfschmerzen und Schwindel. Es kann zudem vorkommen, dass sie sich erbrechen müssen“, sagt Prof. Baberg und rät: „Betroffene sollten sich sofort im Schatten erholen können. Kalt-nasse Tücher helfen, die Körpertemperatur herunter zu kühlen. Achten Sie darauf, ihnen ganz langsam und kontrolliert Flüssigkeit zuzuführen. Am besten stilles Wasser. Das sollte auf jeden Fall lauwarm, nicht eiskalt oder heiß sein.“

4. Sport am besten morgens oder abends machen

Sport sollten sie an heißen Tagen am besten morgens oder abends machen. „Leichte Bewegung hilft, das Herz-Kreislaufsystem fit zu halten“, bestätigt der Experte. Besonders gut eignet sich Radfahren – dabei kühlt der Fahrtwind zusätzlich. Wenn die Hitze mittags ihren Höhepunkt erreicht, kann intensive körperliche Betätigung allerdings mehr schaden als nutzen.

5. Langsam abkühlen

Eine Abkühlung im Freibad, im See oder unter der Dusche ist an heißen Sommertagen eine echte Wohltat. Damit ihr Körper die Erfrischung gut verträgt: „Vermeiden Sie den schnellen Sprung ins kalte Wasser, da dieser vor allem bei Menschen mit einem nicht ganz gesunden Herzen oder Kreislauferkrankungen zu Beschwerden oder lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen führen kann“, weiß Medizinexperte Prof. Baberg: „Besser ist, sich Schritt für Schritt ins kühle Nass vorzuwagen und zwischendurch Arme, Bauch und Nacken mit Wasser zu benetzen.“

Quelle: PM Helios-Klinikum Buch vom 31. 07. 2020

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Luftrettungszentrum im Helios-Klinikum Buch?

Helios Klinikum Berlin-Buch reicht Antrag auf Genehmigung für Errichtung eines Luftrettungszentrums ein

Das Helios Klinikum Berlin-Buch reicht einen Antrag auf Genehmigung für die Anlage und den Betrieb eines Luftrettungszentrums am Standort Berlin-Buch ein, um künftig die Notfallversorgung der Berliner und Brandenburger noch besser gewährleisten zu können.

In Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Inneres und Sport hat das Helios Klinikum Berlin-Buch einen Antrag auf Genehmigung zur Errichtung eines Luftrettungszentrums am Standort Berlin-Buch bei der oberen Luftfahrtbehörde Berlin-Brandenburg eingereicht. Die Kosten für Bau und Instandhaltung werden nach erfolgreicher Überprüfung der Luftfahrtbehörde durch Helios getragen.

Geschäftsführer Daniel Amrein
Alle Rechte: Helios-Klinikum Buch

 

“Wir würden uns natürlich sehr freuen, die Möglichkeit zur Errichtung eines Luftrettungszentrums an unserem Klinikstandort zu erhalten. Alles Notwendige dafür ist vorbereitet und jetzt warten wir auf grünes Licht von der Luftfahrtbehörde“, erklärt Daniel Amrein, Geschäftsführer im Helios Klinikum Berlin-Buch.

Jährlich werden im Helios Klinikum Berlin-Buch mehr als 55.000 stationäre und über 144.000 ambulante Patienten mit hohem medizinischem und pflegerischem Standard in Diagnostik und Therapie fachübergreifend behandelt, insbesondere in interdisziplinären Zentren wie z.B. im Brustzentrum, Darmzentrum, Perinatalzentrum, der Stroke Unit und in der Chest Pain Unit. Die Klinik ist von der Deutschen Krebsgesellschaft als Onkologisches Zentrum und von der Deutschen Diabetes Gesellschaft als „Klinik für Diabetiker geeignet DDG“ zertifiziert.

“Eine Luftrettungsstation am Standort Berlin-Buch wäre ein weiterer Meilenstein für die Notfallversorgung der Bürgerinnen und Bürger in Berlin und Brandenburg“, betont Prof. Dr. Sebastian Heumüller, Regionalgeschäftsführer Helios Region Ost.

Der Rettungshubschrauber mit Seilwinde soll künftig im Gebiet der Länder Berlin und Brandenburg Primäreinsätze durchführen. Das medizinische Personal für die neue Luftrettungsstation, d.h. Notärzte und HEMS-TC, wird durch die Berliner Feuerwehr und die Bundeswehr gestellt.

Die Berliner Luftrettung befindet sich derzeit in einem Ausschreibungsverfahren. Die Ausschreibung umfasst insgesamt drei Lose. Los 1 ist das Luftrettungszentrum Christoph 31 an der Charité Campus Benjamin Franklin (derzeit betrieben durch die ADAC Luftrettung gGmbH), Los 2 das Luftrettungszentrum Christoph Berlin am Unfallkrankenhaus Berlin (derzeit betrieben durch die DRF Luftrettung) und Los 3 eine neu zu schaffende Station, die mit der Durchführung der Luftrettung beauftragt werden soll. Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport hat die Berliner Feuerwehr mit der Neuvergabe der Konzession für die gesamte Luftrettung im Land Berlin beauftragt.

Quelle: PM Helios-Klinikum Buch vom 05. 08. 2020

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Michael Potente verstärkt Forschung zu Blutgefäßen

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Mit der Berufung von BIH-Professor Michael Potente verstärken das Berlin Institute of Health (BIH), die Charité – Universitätsmedizin Berlin und das Max-Delbrück-Centrum (MDC) ihren gemeinsamen Forschungsfokus „Translationale Vaskuläre Biomedizin“. Der Kardiologe interessiert sich insbesondere für die innerste Zellschicht der Blutgefäße, das Endothel.

„Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen nach wie vor zu den häufigsten Krankheits- und Todesursachen“, sagt Professor Axel R. Pries, Dekan der Charité und Vorstandsvorsitzender des BIH (interim). „Da gerade Veränderungen der Gefäßfunktion an vielen Erkrankungen beteiligt sind, hat sich das BIH schon vor einiger Zeit dazu entschlossen, den Fokusbereich Translationale Vaskuläre Biomedizin einzurichten, um hier entscheidende Fortschritte und translationale Erfolge zu erzielen. Wir freuen uns sehr, mit der Berufung von Michael Potente diesen Bereich so hervorragend ergänzen und ausbauen zu können.“

Copyright: MPIHLR

Bereits seit 2017 ist Michael Potente, gefördert durch die Stiftung Charité Berlin, regelmäßig als BIH Visiting Professor in Berlin. Eingeladen hatte ihn BIH-Professor Holger Gerhardt, der am MDC die Arbeitsgruppe „Integrative Vaskuläre Biologie“ leitet und gleichzeitig Sprecher des BIH Fokusbereiches „Translationale Vaskuläre Biomedizin“ ist. „Ich kenne nur sehr wenige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wie Michael Potente, die mit solcher Begeisterung, Neugier und klugem Gespür für die wichtigsten Fragestellungen innovative Forschung auf höchstem Niveau betreiben. Seine Arbeiten decken stets neue Zusammenhänge auf und haben nachhaltigen Einfluss auf unser Verständnis der faszinierenden Biologie der Blutgefäße“, sagt Gerhardt. „Ich freue mich außerordentlich darauf, mit ihm gemeinsam die Translation dieser Erkenntnisse in Richtung klinischer Anwendung voranzutreiben.“ Der 43-jährige Michael Potente wird zukünftig im Käthe-Beutler-Haus von BIH und MDC in Berlin Buch forschen.

Entwurf Käthe-Beutler-Haus

Aktueller Entwurf des Käthe-Beutler-Hauses.
Bild: kleyer.koblitz.letzel.freivogel.architekten Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin

Wachstum und Funktion von Blutgefäßen verstehen

Michael Potente interessiert sich vor allem für den Einfluss des Stoffwechsels (Metabolismus) auf Blutgefäße. „Wir möchten verstehen, wie Stoffwechselprozesse das Wachstum, den Umbau und die Funktion von Blutgefäßen kontrollieren“, sagt Michael Potente, der zuvor am Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim die Arbeitsgruppe „Metabolismus und Angiogenese“ geleitet hat. So führen zum Beispiel Sauerstoff- und Nährstoffmangel dazu, dass sich in Tumoren neue Blutgefäße bilden. Die Angiogenese spielt auch bei Augenerkrankungen wie der feuchten Makuladegeneration, die unbehandelt zur Erblindung führt, eine zentrale Rolle. „Hier kann bereits erfolgreich therapeutisch eingegriffen werden, indem man Hemmstoffe einsetzt, die das in diesem Fall krankhafte Wachstum der Blutgefäße unterdrücken“, berichtet Michael Potente.

Bei anderen Erkrankungen dagegen, wie der chronisch ischämischen Herzerkrankung oder bei der Schaufensterkrankheit in den Beinen, führen verstopfte Gefäße zwar ebenfalls zum Sauerstoff- und Nährstoffmangel im Gewebe, aber leider häufig nicht zur ausreichenden Bildung neuer Blutgefäße. „Hier würde man sich das Wachstum neuer, funktionstüchtiger Gefäße wünschen, die die Versorgung wiederherstellen. Dies kommt aber wegen der Grunderkrankung nicht in Gang“, erklärt Michael Potente. „Wenn man hier gezielt das Wachstum von neuen Blutgefäßen fördern könnte, wäre das natürlich therapeutisch sehr wertvoll.“ Leider haben bisherige Versuche in diese Richtung keinen langfristigen Erfolg erzielt, stattdessen traten Nebenwirkungen auf.

Unterschiedliches Endothel in verschiedenen Organen

Potente und seine Mitarbeiter*innen wollen deshalb verstehen, wie das organspezifische Milieu die Blutgefäße und insbesondere das Endothel beeinflusst. Denn die Endothelzellen sind verantwortlich für das Neuaussprießen der Blutgefäße. „Die Endothelzellen sind in unterschiedlichen Organen ganz unterschiedlich ausgebildet“, berichtet Potente, „im Gehirn zum Beispiel sind sie besonders eng miteinander verbunden und bilden die Blut-Hirn-Schranke, in der Leber ist das Endothel durchlässig und ermöglicht so die Filterfunktion des Organs.“ Bei Diabetiker*innen, bei denen der Blutzuckerspiegel ständig über den Normwerten liegt, verändern sich die Endothelzellen mit der Zeit und verlieren spezifische Eigenschaften, was zu den häufigen Gefäßproblemen bei dieser Erkrankung führt.

Um herauszufinden, welche molekularen und zellulären Mechanismen diesen Unterschieden zugrunde liegen, hat Michael Potente im Jahr 2017 einen ERC Consolidator Grant des Europäischen Forschungsrates in Höhe von zwei Millionen Euro erhalten. In dieser Zeit kam er auch als BIH Visiting Professor, gefördert von der Stiftung Charité, nach Berlin. Diese für die Berufung wichtige Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren hat die Stiftung Charité im Rahmen ihrer Privaten Exzellenzinitiative Johanna Quandt gefördert.

Die Ästhetik der Blutgefäße

Als Facharzt für Kardiologie ist Michael Potente auch klinisch tätig. In Berlin möchte er seine Erfahrung an der Schnittstelle zwischen Grundlagenforschung und medizinischer Patientenversorgung einbringen und den Schwerpunkt „Translationale Vaskuläre Biomedizin“ so verstärken. „Mich fasziniert die Ästhetik der Blutgefäße, der Erkenntnisgewinn und letztendlich auch die Möglichkeit, die grundlagenorientierte Forschung eines Tages diagnostisch oder therapeutisch anwendbar zu machen.“ Ganz im Sinne der Mission des BIH: „Aus Forschung wird Gesundheit“.

Michael Potente wurde 1976 in Aachen geboren und studierte an den Universitäten Frankfurt und Toronto (Kanada) Medizin. Bereits während seiner experimentellen Doktorarbeit an der Universität Frankfurt, die er 2003 abschloss, beschäftigte er sich mit Blutgefäßen. Anschließend war er sowohl wissenschaftlich als PostDoc im Institut für Kardiovaskuläre Regeneration tätig, als auch klinisch als Arzt in der Klinik für Kardiologie der Goethe-Universität Frankfurt, wo er sich 2013 im Fach Innere Medizin habilitierte. 2012 erhielt er eine eigene Arbeitsgruppe am Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim. Potente hat bereits zahlreiche Preise erhalten, so unter anderem einen ERC Starting Grant, einen ERC Consolidator Grant und eine Auszeichnung als European Molecular Biology Organization (EMBO) Young Investigator. Er hat seine Forschungsergebnisse in hochkarätigen Journalen veröffentlicht und ist als Gutachter für zahlreiche internationale Wissenschaftsjournale tätig.

Quelle:

PM MDC vom 03. 08. 2020

Berlin Institute of Health

Fokusbereich Vaskuläre Biomedizin

Priojekt Blankenburger Süden – Online-Beteiligung

Schon über 2000 Reaktionen zu den Entwürfen für den Blankenburger Süden. Wegen Corona ist dieses Jahr manches anders und das gilt auch fürs Werkstattverfahren zum Neubauprojekt Blankenburger Süden. Die Info-Veranstaltung im April musste entfallen. Hier sollten den Anwohner*innen die vier städtebaulichen Konzepte für das Neubauviertel vorgestellt werden. Stattdessen findet nun, wie berichtet, eine Online-Beteiligung statt und diese wird erstaunlich gut angenommen. Nach gut zwei Wochen gibt es zu den vier Entwürfen bereits 2260 Reaktionen (Stand: Donnerstagnachmittag).

Die Kommentare fallen dabei überwiegend negativ aus. Vielen Anwohner*innen gefällt – wie bereits im Vorfeld erwartet – nicht, dass auf dem ehemaligen Rieselfeld etwa 6000 Wohnungen entstehen sollen. Um diese im Blankenburger Süden unterzubringen und zugleich ein Teil der Natur zu erhalten, planen die eingeladenen Architekturbüros alle mit etwa sechsgeschossigen Häusern und einzelnen Hochhäusern mit acht bis fünfzehn Stockwerken. Viele User der digitalen Bürgerbeteiligung sehen darin „DDR-Stadtplanung“, die nicht in das von Einfamilienhäusern geprägte Siedlungsgebiet passe. Häufig fällt dabei auch der negativ gemeinte Vergleich zu den Großsiedlungen in Marzahn und Hellersdorf.

Viele kritisieren zudem das Verkehrskonzept, das die neue Siedlung überwiegend durch die verlängerte Straßenbahnlinie M2 anbinden will. Zudem wird die Frage gestellt, ob die Fundamente der Hochhäuser und die geplanten Kiezgaragen (die Büros sehen sieben bis acht Auto-Garagen für die zukünftigen Bewohner*innen vor) nicht zu viel Wasser verdrängen. Die Anwohner*innen haben Angst, dass das Wasser zukünftig in ihren Gärten steht und verweisen darauf, dass dies rund um die ehemaligen Rieselfelder bereits heute immer wieder zu beobachten sei.

Interessant ist vor allem die Abstimmung über die Entwürfe. Der Entwurf Nummer zwei „Mitte am Rand“, der Büros UmbauStadt, MLA+ und Fugmann Janotta Partner, ist bisher der klare Favorit der Bürger*innen (eine Darstellung der vier Entwürfe finden Sie hier). Er sieht ein halbkreisförmiges Zentrum für den neuen Stadtteil vor. Der Autoverkehr ist hier ausgesperrt und in der Mitte liegen ein kleiner Park und ein Teich. Bei allen Fragen erhält dieser Entwurf die meiste Zustimmung. Hier geben 44 Prozent der Teilnehmer an, dass dieses Konzept einen Mehrwert für die Nachbarschaft bringe. Allerdings kann bei der Umfrage nur zwischen den verschiedenen Entwürfen gewählt werden. Die Ablehnung aller Entwürfe ist nicht vorgesehen. Die Teilnahme an der Umfrage ist noch bis zum 15. August möglich. Fragen an die Planungsbüros können noch innerhalb der nächsten drei Tagen gestellt werden.

Die Abstimmung ist jedoch nicht verbindlich. Die zuständige Senatsverwaltung für Stadtentwicklung kann aus den Entwürfen auch eine Synthese erstellen. Anfang 2021 soll ein Struktur- und Nutzungskonzept verabschiedet werden, auf dessen Grundlage die weitere Planung erfolgt. Das letzte Wort haben Senat und Abgeordnetenhaus. Baustart dürfte frühestens 2030 sein.

Quelle: “Tagesspiegel-Leute für Pankow”

Senat für Stadtentwicklung/Blankenburger Süden

Ihre Meinung ist gefragt

Auszeichnung für Bucher Brustzentrum und Gynäkologisches Zentrum

Berlin-Buch erhält die Qualitätssiegel für das Brustzentrum bereits zum 15. Mal und für das Gynäkologisch Onkologische Zentrum zum 4. Mal in Folge. Die jährliche Zertifizierung der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Senologie ist entsprechend der Ergebnisse unabhängiger Prüfer an das Einhalten wichtiger Qualitätsstandards gebunden.

Zertifizierte Krebszentren sichern die Qualität der Therapie für die Patienten nach aktuell höchsten, leitliniengerechten Standards. Mit der medizinischen Behandlung von jährlich mehr als 400 neu an Brustkrebs erkrankten Frauen gehört das interdisziplinäre Brustzentrum im Helios Klinikum Berlin-Buch inzwischen zu den größten Mammazentren in Berlin und Brandenburg. „Gemeinsam mit den Teams können wir auf die Zertifizierungen sehr stolz sein. Beweisen sie doch unsere besondere Qualifikation für die Behandlung von an Krebs erkrankten Frauen“, betont Prof. Dr. med. Henning Baberg als Ärztlicher Direktor im Helios Klinikum Berlin-Buch anlässlich der Urkundenübergabe Ende Juli. Die Zertifizierung erfolgt durch die Deutsche Krebsgesellschaft, die das Institut OnkoZert mit der Prüfungsdurchführung beauftragte.

Copyright: Helios-Klinikum Buch

 

„Durch neue Therapien zusätzlich zur Operation haben sich die Heilungschancen für betroffene Frauen in den letzten Jahren wesentlich verbessert. Wir können inzwischen 70 bis 80 Prozent der Brustkrebspatientinnen brusterhaltend operieren“, sagt Prof. Dr. Michael Untch, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie, Leiter des interdisziplinären Brustzentrums und des gynäkologisch-onkologischen Zentrums.

Entscheidend zur Verbesserung der Brustkrebsversorgung ist jedoch nicht nur die Zahl, sondern vor allem auch die Qualität der Behandlung – messbar an Überlebenszeiten und erhaltener Lebensqualität. Die Behandlung von Tumorerkrankungen erfordert eine engmaschige interdisziplinäre Zusammenarbeit vieler Spezialisten. Gemeinsam mit der Patientin koordinieren sie notwendige Behandlungsschritte und Termine – in Berlin-Buch mit kurzen Wegen sowie allen Diagnostik- und Therapieangeboten „unter einem Dach“.

Das Team im Helios Klinikum Berlin-Buch mit Gynäkologen, Onkologen, Radiologen, Pathologen, Nuklearmedizinern, Strahlentherapeuten, Plastisch-rekonstruktiven Chirurgen, Anästhesisten, Palliativmedizinern, Brustkrankenschwestern, Psychoonkologen, Physiotherapeuten und Sozialberaterinnen ist auch Teil des zertifizierten Onkologischen Zentrums Berlin-Buch.

Quelle: PM Helios-Klinikum Buch vom 29. 07. 2020

Wie Familie und Freunde Krebspatienten unterstützen können

Helios-Klinikum Berlin-Buch

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Panke-Platz: Sportfest für alle

Panke-Platz:

Open Sports für Alle

Von 0 – 99 Jahren

Badminton, Cricket, Boule, Frisbee, Basketball, Fußball, Volleyball…

am kommenden Freitag, den 31. Juli, findet von 15:00 – 18:00 Uhr auf dem Panke-Platz zum zweiten Mal das Open Sports Event statt. Kinder und Jugendliche können sich an einer Ausleihstation Sport- und Spielgeräte wie Fuß-, Volley-, Basketbälle, Federball, Frisbeescheiben, Boulekugeln, Cricketschläger, und -bälle sowie Drachen ausleihen und damit auf dem Panke-Platz spielen. Diese Mal wird es außerdem ein Riesenspringseil geben, an dem sich mit Hüpfspielen ausgetobt werden kann.

Das Open Sports Event findet unter Einhaltung geltender Abstands- und Hygieneregeln statt. Lesen Sie sich hierzu bitte das angehängte Abstands- und Hygienekonzept durch. Gerne kann sich bereits vorab angemeldet werden. Schicken Sie hierzu bitte die angehängte Teilnehmer*innenliste an mich zurück.

Bitte vorher oder vor Ort anmelden: 01590 4523057,

 

Der Panke-Platz befindet sich zwischen den S-Bahngleisen und der Hufelandschule, neben den Tennisplätzen.

 

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Franziska Myck
Koordinatorin für den Bildungsverbund Berlin-Buch
c/o Montessori-Gemeinschaftsschule Berlin-Buch
Wiltbergstraße 50, Haus 23
13125 Berlin-Buch

Mobil: 01590 4523057
E-Mail: f.myck@karuna-ev.de
Web:
www.bildungsverbund-buch.de

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Auf dem folgenden Plakat sehen Sie die Skizze, wie Sie zum Panke-Platz kommen. Wir wünschen Ihnen/Dir viel Spass!

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