Category Archives: Verkehr

Doppelte Brückensperrung in Buch und Karow?

Quelle: Tagesspiegel Leute Heute Pankow, Christian Hönicke

Tagesspiegel/Pankow

Doppelte Brückensperrung: Dauerstau zwischen Buch und Karow droht. Dem Norden Pankows droht ein Verkehrschaos – also noch mehr als ohnehin schon. Die Eisenbahnbrücken Wiltbergstraße in Buch und Pankgrafenstraße in Karow sollen gleichzeitig für den Autoverkehr gesperrt werden – jahrelang. Die DB Netz AG hat nach Aussagen des Bezirksamtes einen Antrag auf Verlängerung der Sperrung der Eisenbahnbrücke Pankgrafenstraße bis zum 31. August 2023 gestellt. Gleichzeitig soll der Neubau der Brücke über die Wiltbergstraße 2022 beginnen. „Damit wären dann beide im übergeordneten Straßenverkehrsnetz befindlichen Brücken nördlich des Berliner Außenringes gesperrt“, kritisiert die CDU.

S-Bhf. Buch EÜ Wiltbergstrasse 20. 02. 2021

Das Bezirksamt bestätigt die Planungen. Es gebe dazu aber „erheblichen Klärungsbedarf“, teilt Baustadtrat Vollrad Kuhn (Grüne) mit. Zwar liege die Verantwortung bei der DB Netz AG, „aber als Bezirk haben wir natürlich auch ein Interesse an einer Klärung“. Kuhn erklärt, die Fertigstellung der Brücke in Karow sei im dritten Quartal 2020 vorgesehen gewesen, was dann noch einmal bis Mitte 2021 verlängert wurde. Die Bahn habe „nach intensiven Abstimmungen“ jedoch zugesagt, „dass mindestens eine der drei Brücken in Karow immer in beiden Fahrtrichtungen für eine Be-/ Umfahrung in Karow zur Verfügung steht“.

S-Bahnhof Karow EÜ Pankgrafenstrasse 20. 02. 2021

Die Bezirksverordneten fordern nun per Beschluss, die gleichzeitige Sperrung der Brücken zu verhindern. Die parallele Sperrung beider Brücken würde „zu erheblichen Verkehren in kleineren Nebenstraßen führen“. Die Senatsverkehrsverwaltung sieht das genauso. Sie habe bereits im Dezember schriftlich gegenüber der DB Netz AG ihre Einwände erklärt und die „Parallelität der Baumaßnahmen“ abgelehnt, so Kuhn. Es sei die dringende Bitte“ geäußert worden, die Maßnahmen dahingehend nochmals abzustimmen. Kuhn: „Mir liegt bislang nichts vor und meine Nachfrage bei der Senatsverkehrsverwaltung ergab, dass man dort auch noch keinen neuen Sachstand hat.“

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DB Gesundbrunnen – Bernau

39. Tagung der BVV – Eisenbahnbrücken Buch und Karow

24. 02. 2021 – 39. ordentliche Tagung BVV Pankow – Videositzung

Die Bezirksverordnetenversammlung Pankow von Berlin fordert die DB Netz AG auf, sicherzustellen, dass die Eisenbahnbrücken Wiltbergstraße im Ortsteil Buch und Pankgrafenstraße im Ortsteil Karow nicht gleichzeitig für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt werden und ersucht das Bezirksamt, diese Position der DB Netz AG und der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz mitzuteilen.


Begründung:

Im Rahmen der Baustellekoordinierungsrunde am 12. Februar 2021 wurde bekannt, dass die DB Netz AG einen Antrag auf Verlängerung der Sperrung der Eisenbahnbrücke Pankgrafenstraße/Bahnhofstraße im Ortsteil Karow bis zum 31. August 2023 gestellt hat. Gleichzeitig sehen die Planungen zum Neubau der Eisenbahnbrücke (EÜ) über die Wiltbergstraße im Ortsteil Buch, die auch mit einer Vollsperrung für den KFZ-Verkehr verbunden sind, einen Baubeginn im Jahr 2022 vor. Damit wären dann beide im übergeordneten Straßenverkehrsnetz befindlichen Brücken nördlich des Berliner Außenringes gesperrt. Bereits ohne Beeinträchtigungen durch Baumaßnahmen ist das Verkehrsnetz im Pankower Nordosten überlastet. Die parallele Sperrung beider Brücken würde die Leistungsfähigkeit des Netzes nochmal drastisch reduzieren und zu erheblichen Verkehren in kleineren Nebenstraßen führen, die dann über Umleitungsstrecken die EÜ Am Danewend und Pölnitzweg nutzen müssten.

S-Bhf. Buch EÜ Wiltbergstrasse 20. 02. 2021

S-Bahnhof Karow EÜ Pankgrafenstrasse 20. 02. 2021

 

 

 

 

 

 

 

 

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Brückenabriss Blankenburg – Vollsperrung

Bahnhofstraße (Blankenburg): Sperrung der A114-Querung (19.-22.02.21)

A114 – Vollsperrung der Bahnhofstraße Blankenburg von Freitag, den 19.02.2021, 08:00 Uhr, bis Montag, den 22.02.2021, 08:00 Uhr, wegen Brückenabriss

Die Autobahn GmbH teilt mit:

Im Zuge der Erneuerung der BAB A 114 zwischen Prenzlauer Promenade und AD Pankow ist aufgrund eines Abrisses der Brücke die Bahnhofstraße in Blankenburg (Teilbauwerk RF A 10) die Vollsperrung der Straße von Freitag, den 19.02.2021, 08:00 Uhr, bis Montag, den 22.02.2021, 08:00 Uhr notwendig.

Aus Technologischen- und Sicherheitsgründen muss die Bahnhofstraße zeitweilig für den Verkehr voll gesperrt werden. Mit Hinweistafeln wird der Fahrzeugverkehr im umliegenden Verkehrsgebiet über die Sperrung informiert.
Der Baubereich kann auch vom Fuß- und Radverkehr nicht passiert werden. Die Umgehung der Baustelle ist über den Maronensperlingweg – Grünkardinalweg (Unterführung Autobahn) – Steinsperlingweg möglich.

Ebenfalls von der Sperrung betroffen sind die Buslinien 150 und 154 der BVG. Allerdings können die Busse der BVG die Baustelle am 19.02.2021 und am 22.02.2021 noch passieren. Vom 20.02.2021, 04:30 Uhr bis zum 22.02.2021, 01:00 Uhr kommt es zu folgenden Änderungen im Linienverkehr:
Linie 150:
U Osloer Str. – Blankenburger Weg -> weiter als 154 bis Aubertstr. Aubertstr. – Blankenburger Weg -> weiter als 150 bis U Osloer Str.
Linie 150:
Shuttle Alt-Karow – S Buch
Linie 154:
U Elsterwerdaer Platz – Heinersdorfer Str. -> weiter als 150 bis Alt-Karow
Alt-Karow – Alt Blankenburg -> weiter als 154 bis U Elsterwerdaer Platz

Zwischen den Haltestellen Krugstege – Waldammerweg – S Blankenburg – Blankenburger Weg gibt es keinen Busverkehr. Fahrgästen aus Französisch Buchholz mit Ziel S Blankenburg wird empfohlen, mit der Tram 50 bis S Heinersdorf zu fahren und dort umzusteigen.

Verkehrsführung auf der Bahnhofstraße ab 22.02.2021

Für die sich an den Abriss des Brückenüberbaues anschließenden Arbeiten, bzw. Rückbau der Widerlager und Gründungsarbeiten für den geplanten Neubau, wird die Verkehrsführung in der Bahnhofstraße angepasst. Für den Fahrzeugverkehr steht immer eine Spur pro Richtung zur Verfügung. Der Fußgängerverkehr wird einseitig, in der ersten Phase auf der Südseite der Bahnhofstraße, geführt. Zur sicheren Straßenquerung werden beidseitig des Baufeldes (in Höhe Steinsperlingweg bzw. Maronensperlingweg) provisorische Lichtsignalanlagen in Betrieb
genommen. In einer weiteren Phase wird dann die Fußgängerführung auf die Südseite verlegt. Die Ampel geregelte Querung bleibt bestehen.

Pendler sollen vom Turmbahnhof Karow profitieren

In der Märkische Oderzeitung Bernau  Bernau gab es am 29. 01. ein Artikel zum geplanten Turmbahnhof Karow.

“In Berlin soll mit dem Turmbahnhof Karower Kreuz ein neuer Verkehrsknotenpunkt im Nordosten der Stadt entstehen. Auch Barnimer sollen profitieren – zum Beispiel mit Blick auf den RE3.”

Hier finden Sie den ganzen Artikel

Turmbahnhof Karow/Berliner Morgenpost/11.11.2020

Autoarmes Wohnquartier: “Blankenburger Süden”

“Blankenburger Süden”: Anwohner dürfen nur in Garagen parken. Berlins größtes Neubauquartier (bis zu 6.000 Wohnungen für bis zu 12.000 Menschen) soll autoarm werden. Deswegen werden im „Blankenburger Süden“ so gut wie keine ebenerdigen Parkplätze errichtet. Das teilt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen mit. „Aus Gründen der Nachhaltigkeit und des Klimaschutzes ist – im Blankenburger Süden wie überall – eine Verkehrswende nötig.“  Deshalb sollten ÖPNV, Fuß- und Radverkehr Vorrang haben und „die Nutzung eines eigenen Autos weitestgehend entbehrlich machen“. Konkretes Planungsziel sei es, dass „80 Prozent aller Wege (…) hier zu Fuß, mit dem Rad oder ÖPNV und nur 20 Prozent der Wege mit dem Auto zurücklegt werden“.

Das will die Senatsverwaltung unter anderem dadurch erreichen, dass es im öffentlichen Raum nur wenige Parkplätze geben soll, etwa für mobilitätseingeschränkte Menschen und Besucher. Alle anderen sollen sich die Plätze in eigens errichteten Parkhäusern bzw. -garagen teilen: „Parkplätze für Anwohner*innen sollen ausschließlich in Quartiersgaragen angeboten werden.“

Die angestrebte ÖPNV-Erschließung wiederum soll, wie berichtet, durch eine neue Straßenbahnlinie zwischen Pankow, Heinersdorf und Weißensee und die Verlängerung der Tramlinie M2 bis zum S-Bahnhof Blankenburg erfolgen. Außerdem soll der Bahnhof Blankenburg „leistungsstark und multimodal ausgebaut werden“ – unter anderem soll es dort ein Fahrradparkhaus geben.

Quelle: “Tagesspiegel-Leute für Pankow”

Schulneubauten in Buch – steigende Schülerzahlen

In den nächsten Jahren wird es mehrere Schulneubauten in unserem Ortsteil geben

Aktuell hat der Abriss der ehemaligen Schule in der Karower Chaussee begonnen.

PM BA Pankow vom 12.10.2020

Aus der Drucksache – VIII-1362

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Der Bezirk Pankow von Berlin gründet zum Schuljahr 2022/2023 im Ortsteil Buch an dem Standort Karower Chaussee 97, 13125 Berlin eine Grundschule mit der Schulnummer 03G50.

Begründung

a) Gegenwärtiger Sachstand

In den kommenden zwei Jahren entsteht ein Schulgebäude in Typenbauweise mit einer Sporthalle und Außenanlagen. In dem ersten Bauabschnitt erfolgt bis März 2021 die Baufeldfreimachung. Der zweite Bauabschnitt ist ab April 2021 geplant. Zum Schuljahresbeginn 2022/2023 soll die 4-zügige Grundschule fertig sein und Platz für insgesamt 576 Schüler*innen bieten.

b)              Entwicklung der Schülerzahlen

Der Schulstandort soll Bestandteil des bezirklichen Grundschulnetzes in der Schulregion 10 werden. Eine Kapazitätserweiterung um 4,0 Züge ist notwendig zur Deckung des schulischen Bedarfs in den Ortsteilen Buch und Karow, der bereits durch Nachverdichtung, Wohnungsneubau und Flüchtlingsunterkünfte entstanden ist und weiter entsteht.

Entwicklung der Planungsregion – Buch

Schülerzahlenentwicklung

Kapazität in Plätzen

Anmerkung: Einwohner meint Personen im Alter von 6 bis unter 12 Jahren

Im Prognoseraum 0301 Buch, zu dem auch der zukünftige Schulstandort in der Karower Chaussee 97 gehört, weisen sowohl die Statistik zur Bevölkerungsprognose (SenSW), als auch die Modellrechnung zur Schülerzahlentwicklung (SenBJF) ein deutliches Defizit bei der Schulplatzversorgung der kommenden 10 Jahre aus. Die geplante Kapazitätserweiterung in 2022/2023 ist ein erster Schritt, dem wachsenden Schulplatzbedarf zu begegnen.

c)              Organisation des Schulbetriebes

Die Schule wird 4-zügig. Es werden vom ersten bis zum sechsten Schuljahr jeweils vier Klassen eingerichtet. Dies entspricht in etwa 576 Schulplätze.

Laut Rahmenplan Buch-Süd wird hier ebenfalls eine Schule, höchstwahrscheinlich auf der Brunnengalerie, errichtet.

Aus dem Rahmenplan Buch-Süd:

“Anstatt einer Sekundarschule soll innerhalb des Rahmenplangebietes nach den aktuellen Planungen der Senatsverwaltung und des Bezirks eine Gemeinschaftsschule mit 3-zügiger Grundschule, 4-zügiger Sekundarstufe I und 3-zügiger Sekundarstufe II entstehen. Diese Gemeinschaftsschule soll auf der Grundlage der Zielplanung von SenBJF mit Stand 2019 über eine 3-zügige Grundstufe, eine 4-zügige Sekundarstufe I und eine 3-zügige Sekundarstufe II verfügen. Insgesamt können etwa 1.060 Schüler in dieser Schule unterrichtet werden. Auf Grundlage des aktuellen Musterraum- und -freiflächenprogramms (Stand Mai 2019) und den Gesprächsergebnissen mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie Mitte Mai 2019 konnte der Flächenbedarf für die Gemeinschaftsschule mit 3-4-3 Zügen auf insgesamt 2,9 ha beziffert werden. Dieser umfasst die Schulgebäude, fünf Hallenteile (Doppelstockhalle) sowie die Außenflächen (Schulhof-, Sportfrei- und Schulgartenflächen inkl. Erschließung).”

Seit dem Herbst 2013 setzte sich eine Arbeitsgruppe dafür ein, dass eine Evangelische Sekundarschule mit gymnasialer Oberstufe in Berlin-Buch gegründet werden soll. Diese Arbeitsgruppe “Weiterführende Schule”, in der Eltern aus den Schulvereinen der Evangelischen Grundschulen in Pankow und Buch und der Montessori-Gemeinschaftsschule Buch sowie weitere Interessenten und Unterstützer sich zusammengefunden haben, widmete sich der Erarbeitung einer Konzeption und der Suche nach einem geeigneten Schulstandort.

Evangelische Sekundarschule mit gymnasialer Oberstufe in Berlin-Buch

Am 16. Januar gab es einen digitalen Spaziergang zum geplanten Neubaugebiet Buch V/Am Sandhaus. Wir hatten Sie darüber informiert. 60 Teilnehmer hatten sich Zeit genommen, das Projekt näher kennenzulernen. Auch hier wird eine neue Grundschule sowie zwei Kitas gebaut, so die derzeitige Planung.

Noch Wiese und Wald: Am Stadtrand in Berlin-Buch soll das neue Stadtquartier „Am Sandhaus” entstehen. © Foto: Dirk Laubner

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Auf keinen Fall soll hier vergessen werden, dass auch die Hufeland-Schule in der Walter-Friedrich-Strasse dringend saniert werden muss!

Hufelandschule, Walter-Friedrich-Strasse

Alos, die nächsten Jahren werden für Buch spannend werden, nicht nur was die Schulneubauten  betrifft, sondern auch der Wohnungsneubau und natürlich die Lösung der Verkehrsproblematik unserer Region. Beim digitalen Spaziergang zu Buch V war das ein großes Thema. Am S-Bahnhof Buch könnte z.B. ein Fahrradparkhaus etwas helfen.

Andreas Wolf, Bucher Bürgerverein

Bauarbeiten DB: Straßensperrungen in Berlin-Karow bis voraussichtlich 2022

Straßensperrungen in Berlin-Karow bis voraussichtlich 2022

Im Rahmen der Brückenarbeiten an den Eisenbahnüberführungen (EÜ) „Pankgrafenstraße/Bahnhofstraße“, „Schräger Weg“ und „Am Danewend“ in Berlin-Karow sind Straßensperrungen leider unvermeidlich. Dafür bitten wir um Verständnis.

Aufgrund der schwierigen Baugrundverhältnisse und den daraus resultierenden Herausforderungen bei den Bauarbeiten verzögern sich die Arbeiten an der Pankgrafenstraße. Daher wurden auch die weiteren Sperrungen angepasst. Auch im Fall von Abweichungen im Bauablauf bleibt mindestens eine Brückendurchfahrt passierbar:

EÜ „Schräger Weg“ (seit 6. Januar 2021 gesperrt)

  • Fertigstellung des Bauwerks und der Straße von Juli 2020 bis Anfang 2021

EÜ „Am Danewend“ (freigegeben)

  • Erneuerung des Fernbahngleises von November 2019 bis Ende 2020/Anfang 2021

EÜ „Pankgrafenstraße/Bahnhofstraße“ (bis vsl. 2022 gesperrt)

  • Erneuerung des inneren S-Bahngleises von September 2019 bis Juli 2020
  • Erneuerung des äußeren und des inneren Fernbahngleises bis voraussichtlich Dezember 2021
  • Leitungsumverlegungen und Erneuerung des Straßentrogs bis voraussichtlich Anfang 2022

Bitte achten Sie auf den Umleitungsstrecken – insbesondere über die Boenkestraße (Tempo 30) – auf die vorgegebenen Geschwindigkeitsbegrenzungen. Die Polizei führt in diesem Bereich vermehrt Geschwindigkeitskontrollen durch.

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Projekt i2030 – Mehr Schiene für Berlin und Brandenburg

Projekt i2030 – Mehr Schiene für Berlin und Brandenburg

Berlin und Brandenburg bilden einen eng verflochtenen Lebens- und Wirtschaftsraum. Der gemeinsame Landesentwicklungsplan sieht für die Hauptstadtregion für die kommenden Jahre ein weiter ansteigendes Wachstum entlang der bestehenden Hauptverkehrskorridore und Schienenachsen vor. Inzwischen pendeln bereits mehr als 300.000 Fahrgäste täglich zwischen Berlin und dem benachbarten Brandenburg zur Arbeit – und setzen in Sachen Mobilität auf umweltfreundliches Bahnfahren.

Die Berliner S-Bahn ist von zentraler Bedeutung für den öffentlichen Nahverkehr in der Hauptstadt und dem unmittelbaren Brandenburger Umland. Wir möchten immer mehr Fahrgästen auch zukünftig ein stabiles und leistungsfähiges Angebot bieten. Daher bauen wir das System mit einem Paket von rund 35 Einzelmaßnahmen aus und machen es fit für die Zukunft. Dazu schaffen wir die Voraussetzungen für die Einführung von 10-Minuten-Takten, wie etwa auf den Strecken nach Oranienburg, Bernau und Strausberg, aber auch die Erweiterung des S-Bahnnetzes durch Streckenneubauten bzw. –reaktivierungen und die Errichtung neuer Stationen.

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Das sind die Planungen. Was davon umgesetzt werden kann, vor allem nach dem Ausbau der Strecke Gesundbrunnen – Bernau , muss dann gesehen werden.

Quelle:

rbb24

Berlins Gleisnetz hat in den letzten Jahren ausgesprochen intensive Pflege und Verbesserungen erfahren. Das soll auch 2021 so weiter gehen, etwa im äußersten Berliner Norden, wenn zunächst auch nur mit der Planung eines neuen S- und Regional-Bahnhofs “Karower Kreuz” im Bezirk Pankow. Doch die groben Ansagen lesen sich ambitioniert: Zwei Ebenen für den Umstieg zwischen sieben S- und Regionalbahnen sind hier konzipiert für zunächst rund 15.000 Umsteiger pro Tag. Die Bahn nennt den geplanten Halt einen “Turmbahnhof”.

Das Karower Kreuz als Schnittstelle zwischen dem urbanen Innenstadtverkehr mit der S-Bahn und den Vorortpendelströmen: Das ist der Kern des Verkehrskonzept des Berliner Senats für den Nordosten der Hauptstadt, wo etwa durch Neubauprojekte in Blankenfelde und Blankenburg Zehntausende ein neues Heim finden sollen.

Der Bahnhof selbst ist geteilt in ein “Oben” und “Unten”. Oben soll die S2 (Bernau-Blankenfelde) einen neuen Halt zwischen Karow und Buch bekommen. Voraussichtlich über das Kreuz fährt dann auch die S8 (Birkenwerder-Zeuthen). Ebenfalls noch nicht fest eingeplant ist die Verlängerung der S75 bis zum “Karower Kreuz” und die Einrichtung einer neuen Linie S6 mit Start in Buch und dem Anschluss über den Nordring zum Ostkreuz nach Grünau. Damit wäre dann an diesem neuen Kreuz-Bahnhof der Umstieg für Pendler aus dem Osten möglich.

Von den Regionalbahnlinien sollen am neuen “Karower Kreuz” etwa der RE3 (Stralsund-Berlin), der RB12 der NEB (Niederbarnimer Eisenbahn, Berlin-Templin), die von Karow verlaufende NEB-Heidekrautbahn RB27 sowie neue Linien wie die S6 von Buch nach Grünau halten. Noch vor wenigen Jahren hoffte man, den Bahnhof 2021 eröffnen zu können. Doch das ist lange hinfällig. 2021 wird vielleicht feststehen, wann der Bahnhof “Karower Kreuz” kommt.

Projekt i2030

 

1. Pankower Mobilitätskonferenz

Über 100 Teilnehmende diskutierten am 25. November auf der 1. Pankower Mobilitätskonferenz

Ein voller Erfolg war die am 25. November 2020 durchgeführte 1. Pankower Mobilitätskonferenz. Angesicht der aktuellen Pandemie-Lage hat das Stadtentwicklungsamt Pankow die Konferenz mit über 100 Teilnehmenden komplett als reine Online-Veranstaltung ausgerichtet. Sie fand im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts „Mobilitätsberichterstattung“ statt, das vom Stadtentwicklungsamt in Kooperation mit der TU Berlin und der TU Dresden durchgeführt wird. Die Mobilitätsberichterstattung ist ein neues Verkehrsplanungsinstrument mit dem Ziel, die Verkehrspolitik im Bezirk strategisch neu auszurichten und den Verkehr sozial-gerechter sowie ökologisch-verträglicher zu gestalten. Ein besonderer Fokus liegt auf den partizipativen Ansatz, der alle Akteursgruppen in den unterschiedlichen Phasen der Planung einbindet. Dementsprechend haben an der Videokonferenz sowohl Vertreterinnen und Vertreter aus der Bezirks- und Landespolitik, der Bezirks- und Landesverwaltung, der Wissenschaft und weiteren am Planungsinstrument interessierten Bezirken und Kommunen als auch einige Bürgerinnen und Bürger aus Pankow teilgenommen.


Im ersten Teil der Veranstaltung wurde der 1. Pankower Mobilitätsbericht vorgestellt, der in den kommenden Tagen veröffentlicht wird. Er ist ein Planwerk, das das bezirkliche Mobilitätsmanagement nun bei der Umsetzung von Mobilitäts-Maßnahmen unterstützt. Ein solches Konzept, in dem die Nahmobilität – also das Fortbewegen zu Fuß und mit dem Fahrrad – im Mittelpunkt steht, ist neu und schafft für die Verkehrsplanung auf Bezirksebene mehr Möglichkeiten. Vollrad Kuhn, Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung und Bürgerdienste, stellte auf der Konferenz die Frage der Flächengerechtigkeit in den Fokus: Der Fuß- und Radverkehr in Pankow soll zukünftig ausreichend Fläche für eine sichere Infrastruktur erhalten. Der Bezirk ist mit einer schlüssigen Radverkehrsstrategie und den Kiezblock-Konzepten dabei, hier konkrete Maßnahmen umzusetzen.“
Ziel der Untersuchungen war es auch, Umweltgerechtigkeit stärker zu berücksichtigen, ebenso wie die Bedarfe von Personen mit Mobilitätseinschränkungen wie Schulkinder, Seniorinnen und Senioren, Sozialhilfeempfängerinnen und -empfänger oder Menschen im Rollstuhl in die Planungen einfließen zu lassen, um die soziale Gerechtigkeit im Bezirk zu fördern.
Im zweiten Teil der Veranstaltung wurde beschrieben, wie sich das Planungsinstrument für andere Kommunen nutzen lässt. Dazu wird demnächst ein Handlungsleitfaden sowie eine eigene Webseite veröffentlicht. In einer Diskussionsrunde, an dem Vertreterinnen und Vertreter aus dem Bucher Bürgerverein, dem Büro für Bürgerbeteiligung des Bezirks sowie einer Agentur für Bürgerbeteiligung teilgenommen haben, wurde außerdem über Beteiligungsmöglichkeiten in der Verkehrsplanung diskutiert.
Die Mobilitätsberichterstattung geht ab dem kommenden Jahr in die Umsetzungsphase. Hierzu werden dann auch noch weitere Mobilitätskonferenzen folgen.

Quelle: PM Bezirksamt Pankow vom 30. 11. 2020
Interessentinnen und Interessenten können sich unter der folgenden Webseite über das Instrument und das Forschungsprojekt informieren:

MobilBericht

Weniger Neubauwohnungen in Karow

Einen wichtigen Etappensieg haben die Neubaugegner in und um Karow errungen. Die Bezirksverordneten haben sich nun eindeutig auf ihre Seite gestellt. Sie forderten in der BVV vergangene Woche per Beschluss vom Bezirksamt, die Neubaupläne massiv einzuschrumpfen. Zur Erinnerung: Auf drei bisher landwirtschaftlich genutzten Baufeldern (Karow-Süd, Straße 52 und Teichberg) plant das Bezirksamt mehr als 3.000 neue Wohnungen. Der Neubau soll nach dem Willen der BVV nun aber überhaupt erst starten, wenn die gravierende Verkehrsprobleme gelöst sind – und dann auch deutlich kleiner ausfallen.

Der Beschluss folgt dem Ansinnen der  Bürgerinitiative Karow . Sie brachte 2019 einen entsprechenden Bürgerantrag gegen „die Zerstörung Karows“ in die Bezirksverordnetenversammlung ein. Nach 15 Monaten Beratungen in diversen Ausschüssen votierte die BVV nun mit großer Mehrheit für die neubaukritischen Anwohner. Die Rahmenplanung Karow soll demnach nur durchgeführt werden, wenn „eine leistungsfähige Erschließung des Berliner Nordostens für den öffentlichen Personennahverkehr und den Autoverkehr (…) vor dem Beginn jedweder Baumaßnahmen umgesetzt“ wird.

Die BVV fordert insbesondere neue S- und U-Bahn-Linien für „schnelle, stressfreie Verbindungen in die Stadtmitte“ (erinnert sei hier an die Debatte zur U 10). Außerdem soll eine niedrigere Baudichte und -höhe (maximal zwei bis vier Geschosse) als bisher geplant eingehalten werden.

Der BVV-Beschluss ist ein herber Schlag insbesondere für den Baustadtrat Vollrad Kuhn (B’90/Grüne). Er ist ein Befürworter der bisherigen Pläne. Das Bezirksamt sei grundsätzlich an diesen Beschluss gebunden, bestätigt Kuhn. „Allerdings haben die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften, denen große Teile der Areale in Karow gehören, signalisiert, dass sie mit der von der BVV beschlossenen Dichte kein wirtschaftlich tragfähiges Konzept entwickeln können.“ Würde der BVV-Beschluss mit reduzierter Dichte umgesetzt, dann „würde sich die Anzahl der bisher geplanten Wohnungen um etwa ein Drittel verringern“, sagt Kuhn – also nur noch 2.000 statt 3.000. Damit sei das Ziel, kostengünstige Wohnungen in größerer Zahl zu errichten, „nicht erreichbar“.

Die Verkehrsproblematik wiederum müsse von der Senatsverkehrsverwaltung angegangen werden, sagt Kuhn. Er verweist auf die geplante „Vielzahl von Einzelmaßnahmen“ (darunter neue Straßen und Tram-Trassen, jedoch keine neuen S- oder U-Bahn-Linien). Selbst bei diesen sei jedoch „von  Realisierungshorizont von mindestens zehn Jahren auszugehen“, bevor man losbauen könne, so Kuhn.

Also: Mindestens zehn Jahre noch bleiben Karows Felder unbebaut – vielleicht sogar für immer. Fakt sei, „dass die Verkehrswege vorher geplant und umgesetzt werden müssen“, fordert Pankows CDU-Fraktionschef Johannes Kraft stellvertretend für die BVV. „Passiert dies nicht, kann die Antwort nur heißen: Dann wird hier nicht gebaut!“

Christian Hönicke, Tagesspiegel

Quelle: Tagesspiegel, Newsletter Leute Pankow