Category Archives: Forschung

Nierenkrebs an der Wurzel packen

Forschende am MDC haben die Stammzellen entdeckt, die für die häufigste Art Nierenkrebs verantwortlich sind. Das Team von Walter Birchmeier hat zudem einen Weg gefunden, das Wachstum dieser Tumore in drei Modellen der Erkrankung zu blockieren.

Krebszellen sind nicht alle gleich. Tumore enthalten gefährliche Krebsstammzellen, die Metastasen erzeugen und die Erkrankung erneut hervorbringen können, wenn sie der Behandlung entgehen. Das macht sie zu einem wesentlichen Angriffspunkt von Therapien – wenn Wissenschaftler*innen sie isolieren und ihre Schwächen erforschen können. Doch die Zellen sind meistens so selten, dass sie für viele Krebsarten noch gar nicht gefunden wurden.

Menschliche ccRCC-Organoide unter dem Mikroskop, markiert mit fluoreszenten Farbstoffen. Die Forschenden haben Krebsstammzellen von Patient*innen gewonnen und daraus im Labor Miniaturversionen der Nierentumore gezüchtet. Die Struktur der Organoide ähnelt der der Tumore, an denen die Patient*innen leiden. Sie enthalten dieselben Zelltypen. Foto: AG W. Birchmeier, MDC.

Gemeinsam mit der Abteilung für Urologie der Charité hat Professor Walter Birchmeiers Arbeitsgruppe am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) nun Krebsstammzellen entdeckt, die für die häufigste Form Nierenkrebs verantwortlich sind, das klarzellige Nierenzellkarzinom (ccRCC).

In einer berlinweiten Zusammenarbeit haben die Forscher*innen eine Schwachstelle gefunden. Die Zellen sind von zwei wesentlichen biochemischen Signalen abhängig. Beide zu blockieren, hat in mehreren Labormodellen der Erkrankung das Tumorwachstum aufgehalten, was eine vielversprechende Herangehensweise an die Behandlung menschlicher Patient*innen nahelegt. Die Ergebnisse zeigen außerdem, dass Mäuse in der medizinischen Forschung weiterhin wichtig bleiben. Die Studie erscheint in der aktuellen Ausgabe von Nature Communications. Zu den Autor*innen gehören Forschende des MDC, der Abteilung für Urologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin, des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung/ Berlin Institute of Health (BIH ), des „Screening Unit“ des Leibniz Forschungsinstituts für Molekulare Pharmakologie (FMP), das Unternehmen EPO sowie weitere Partner.

Lesen Sie hier die gesamte PM vom MDC Berlin

Massenspektrometrie für die Präzisionsmedizin

Massenspektrometrie für die Präzisionsmedizin:
Berliner Spitzenforschung bündelt Expertise
Rund 5,7 Millionen Euro für neuen Forschungskern
Forschungsgruppen der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) bündeln mit weiteren Berliner Partnern ihre herausragende Expertise in der Massenspektrometrie zu einem Forschungskern. Ziel des Konsortiums MSTARS ist es, die Technologie für den Einsatz in der Patientenversorgung weiterzuentwickeln und für die Analyse der Therapieresistenz zu nutzen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Vorhaben für mindestens drei Jahre mit insgesamt rund 5,7 Millionen Euro.
Viele Jahre lang galt die umfassende Analyse von Genen als Methode der Wahl, um komplexe Krankheiten wie Krebs besser zu verstehen und Patientinnen und Patienten immer individueller behandeln zu können. Der Ansatz zeigte Erfolg und mündete in zahlreichen neuen gezielten Behandlungsformen. „Man wusste jedoch schon sehr früh, dass der Verlauf einer Krankheit nicht nur von den Genen allein bestimmt wird“, erklärt Prof. Dr. Ulrich Keilholz, Direktor des Charité Comprehensive Cancer Centers (CCCC) und einer der vier gleichberechtigten Koordinatoren des Projekts. „Stattdessen kommt es oft darauf an, in welchem Umfang diese Gene in Proteine übersetzt werden, wie die Proteine miteinander interagieren oder wie genau der Stoffwechsel bei der Erkrankung abläuft. Die Massenspektrometrie ermöglicht es, schnell und umfassend Biomoleküle zu identifizieren und zu quantifizieren. Diese Technologie werden wir deshalb nutzen, um das Zusammenspiel krankheitsrelevanter Zellkomponenten besser zu verstehen und dadurch die Präzisionsmedizin, also die individuelle Behandlung von Patientinnen und Patienten, weiter zu verbessern.“

Die Massenspektrometrie erlaubt die Identifizierung, Charakterisierung und Quantifizierung einer Vielzahl von Biomolekülen. Foto: Sattler/Charité

Die drei weiteren Koordinatoren des MSTARS-Konsortiums sind Prof. Dr. Matthias Selbach, Leiter der Gruppe Proteom-Dynamik am MDC, Prof. Dr. Markus Ralser, Leiter des Instituts für Biochemie der Charité, sowie Prof. Dr. Frederick Klauschen vom Institut für Pathologie der Charité. Wissenschaftliche Partner des Projekts sind zahlreiche weitere Experten aus Charité und MDC sowie dem Berlin Institute of Health (BIH), der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik. „Mit der Gründung des neuen Forschungskerns vereinigen wir die Berliner Expertise im Bereich Massenspektrometrie, Patientenversorgung und Datenanalyse unter einem Dach“, sagt Prof. Selbach. „Indem wir das erstklassige Fachwissen der unterschiedlichen Institutionen und Disziplinen mit der breiten klinischen Expertise der Charité zusammenbringen, werden wir die Technologie der Massenspektrometrie weiterentwickeln und für die klinische Praxis nutzen können.“
„Ein wesentliches Ziel dabei ist es, massenspektrometrische Methoden noch robuster und reproduzierbarer zu machen“, ergänzt Prof. Ralser. „Um mit der Technologie die Patientenversorgung verbessern zu können, müssen wir außerdem in der Lage sein, große Probenmengen in kurzer Zeit zu analysieren. Dazu werden wir Kapazitäten aufbauen und standardisierte Arbeitsabläufe von der Probengewinnung bis zum Datenmanagement etablieren.“
Die Infrastruktur, die das Konsortium aufbauen wird, eignet sich grundsätzlich für die Analyse verschiedenster Krankheiten. Als erstes Anwendungsbeispiel werden sich die Forschungsgruppen auf die Untersuchung der Therapieresistenz bei Kopf-Hals-Plattenepithelkarzinomen fokussieren. „Für diese Tumorerkrankungen gibt es moderne Behandlungsstrategien, die auf bestimmte genetische Fehlfunktionen in dem Krebsgewebe des jeweiligen Patienten abzielen“, erklärt Prof. Klauschen. „Aus bisher ungeklärten Gründen funktionieren diese Therapien bei einigen Patienten sehr gut, während sie bei anderen Personen mit derselben genetischen Ausstattung aber keine Wirkung zeigen. Wir möchten die Gewebeproben per Massenspektrometrie untersuchen, um diese Patientengruppen auseinanderzuhalten und so die Entscheidung für oder gegen eine solche Therapie im individuellen Fall zu vereinfachen.“ Dafür ist die Analyse großer Datenmengen nötig, für die auch Methoden der künstlichen Intelligenz zum Einsatz kommen.
Gefördert wird das Projekt MSTARS (Multimodal Clinical Mass Spectrometry to Target Treatment Resistance) vom BMBF im Rahmen der Fördermaßnahme „Forschungskerne für Massenspektrometrie in der Systemmedizin“. MSTARS ist einer von vier Forschungskernen, die das BMBF ausgewählt hat. Weitere Forschungskerne entstehen in Heidelberg, Mainz und München. Bewilligt wurden die Mittel für zunächst drei Jahre. Nach zweieinhalb Jahren werden die geförderten Projekte einer Zwischenbegutachtung unterzogen, die über die Förderung für weitere drei Jahre entscheidet. Projektstart ist der 1. März 2020.
Weiterführende Links:
Charité Comprehensive Cancer Center
https://cccc.charite.de/
Institut für Biochemie der Charité
https://biochemie.charite.de/
Institut für Pathologie der Charité
https://pathologie-ccm.charite.de/
Arbeitsgruppe Proteom-Dynamik des MDC
https://www.mdc-berlin.de/de/selbach

 

Campus Buch: Energieeffizient und umweltfreundlich

BENE-Projekt erfolgreich abgeschlossen: Die Campus Berlin-Buch GmbH wurde nach DIN EN ISO 50001:2018 für nachhaltiges Energiemanagement zertifiziert

Die Speziallabore der Biotechnologieunternehmen auf dem Campus Berlin-Buch benötigen regelmäßigen Luftaustausch mit entsprechender Kälte- oder Wärmezufuhr. Kühlflächen dienen der Lagerung von Probenmaterial, Fernwärme beheizt die Büroräume. Rund 3.000 Mitarbeiter der Wissenschaftseinrichtungen und Biotech-Unternehmen fahren morgens mit verschiedenen Verkehrsmitteln zur Arbeit, schalten das Licht in den Arbeitsräumen ein, fahren Computer und Anlagen hoch. Überall ist Energie im Spiel – welche das ist und wie diese verbraucht wird, liegt zu großen Teilen in den Händen der Campus-Betreiberin Campus Berlin-Buch GmbH (CBB).

Seit Jahren setzt die CBB konsequent auf Energieeffizienz. Dennoch lässt sich an vielen Stellen weiterhin Energie einsparen oder durch erneuerbare Energien ersetzen, um den Ausstoß an Kohlenstoffdioxid zu verringern. Um diese Potenziale zu ermitteln und auszuschöpfen, hat die CBB eigenständig ein Energiemanagementsystem entwickelt und eingeführt. Dieses System wurde nun an den erneuerten Standard DIN EN ISO 50001:2018 angepasst. Gefördert wurde dieser Prozess mit Mitteln des Berliner Programms für Nachhaltige Entwicklung (BENE).

„Wir betreiben schon lange ein anspruchsvolles Energiemanagementsystem für den BiotechPark, das wir entsprechend unserer Anforderungen entwickelt haben. Dieses sowie ein ergänzendes, für weitere Nutzer offenes System wurde jetzt nach der DIN EN ISO 50001 zertifiziert“, so Dr. Christina Quensel, Geschäftsführerin des Campusmanagements. „Da die Norm 2018 einer Revision unterzogen wurde, galt es für uns, die neuen, ab 2019 geltenden Kriterien erstmalig in der Region anzuwenden. Dabei wurden wir erfolgreich vom Netzwerk „green with IT“ e.V. und weiteren Fachdienstleistern unterstützt.“ Den Zertifizierungsprozess schloss die hierfür akkreditierte, europäische Genossenschaft verico SCE im Oktober 2019 ab. Sie bestätigte, dass der neue Standard normkonform und wirksam umgesetzt wurde und überreichte ein drei Jahre gültiges Zertifikat.

Im Rahmen der Zertifizierung wurde eine High-Level-Struktur etabliert – ein Grundgerüst für die Implementierung normierter Prozesse im Managementsystem. Diese Struktur erleichtert zum Beispiel auch die Verknüpfung mit weiteren Gebäude-Betreibern auf dem Campus und im Stadtteil. Darüber hinaus wurden wesentliche energierelevante Faktoren im BiotechPark analysiert – von der Gebäudetechnik bis hin zur Versorgung mit Fernwärme. Das vorhandene digitale Zählermanagement bildete eine sehr gute Grundlage, um die Energiekennzahlen von Laboren, Büros oder Kühlflächen im BiotechPark differenziert zu erfassen und mit anderen Standorten vergleichen zu können.

„Mit den Ergebnissen wollen wir den spezifischen Energieverbrauch der eigenen Gebäude kontinuierlich erfassen und senken und benachbarte Gebäude optional in gleicher Weise ertüchtigen. Eine der Maßnahmen wird zum Beispiel sein, flächendeckend IT-basierte Wärmemengenzähler im BiotechPark einzubauen, die wir partiell erprobt haben,“ so Dr. Quensel. „Als landeseigener Liegenschafts-Campus sehen wir uns in einer Vorbildfunktion, den Anteil an erneuerbaren Energien zu erhöhen und Synergien der Energieversorgung zu nutzen – auch in Zusammenarbeit mit den umgebenden Quartieren in Buch. In unserer Strategie spielt zum Beispiel perspektivisch die Prüfung von Geothermie eine Rolle.“

Um die Energiebilanz zu verbessern, betrachtet die CBB neben Wärme, Kälte und Strom auch die Mobilität der Beschäftigten. Sie setzt sich unter anderem für die Verbesserung der Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln und den Fahrradverkehr ein. Ein Beispiel dafür ist das Modellprojekt CAMPUSbike, das der Campus gemeinsam mit dem Helios Klinikum etabliert hat.

Der Zertifizierungsprozess für das Energiemanagement hat sich bereits rentiert: „Allein durch den Einsatz moderner Geräte oder durch Nachrüstung mit modernen Technologien könnten wir ab 2021 rund 460.000 Kilowattstunden einsparen. Das entspricht rund 152 Tonnen CO2,“ erklärt Dr. Quensel.

(Quelle: News vom Campus Buch

Campus Buch: Zwei neue Kryo-Elektronenmikroskope (Kryo-EM)

Ab Mitte 2020 stehen auf dem Campus Buch zwei neue Kryo-Elektronenmikroskope (Kryo-EM) für die Wissenschaft zur Verfügung. Das Gebäude ist fast fertig, die ersten Kisten mit den Geräten wurden im Dezember geliefert. Bis es wirklich losgehen kann, gibt es noch einiges zu tun.

© Felix Petermann, MDC

Wer mikroskopisch kleine Strukturen wie Proteine auf Nanometerebene sichtbar machen will, braucht zum einen Elektronenstrahlen, um sie zu vergrößern. Zum anderen muss es sehr kalt sein. Mit Kryo-EM lassen sich Proteine bei Temperaturen unter -150°C untersuchen, um ihre dreidimensionale Strukturen mit einer Trennschärfe von 0.2 Nanometern darzustellen. Dabei behalten Proteine nahezu ihre ursprüngliche Form. Das ist wichtig, um ihre Funktionalität analysieren zu können.

Zwei Kryo-EM der Charité – Universitätsmedizin Berlin wurden bereits Mitte Dezember auf dem Campus Buch in großen Kisten angeliefert – bis der Aufbau im Februar beginnt, lagern sie in dem eigens für das Kryo-EM errichteten Gebäude des Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC). „Wir bauen ein kleines Haus für ein sehr großes Mikroskop“, sagt Ralf Streckwall, Leiter des Technical Facility Managements Errichten auf einem Baustellenfest im November. Das Forschungsgebäude wird im Frühling 2020 fertig sein. Etwa 2,75 Millionen Euro kostet alleine der Neubau. Das größte Mikroskop ist fast vier Meter hoch und hat einen Wert von fünf Millionen Euro. Die 50% Co-Finanzierung für die Geräteausstattung hat die Charité bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft eingeworben.

Proteine in ihrer zellulären Umgebung
Wahrscheinlich ab Mitte des Jahres können Berliner Forschende die hochmoderne Technik für ihre Projekte nutzen. „Wir wollen in der Strukturbiologie sehr eng mit der Charité und anderen akademischen Partnern in Berlin zusammenarbeiten“, sagt Dr. Jutta Steinkötter, Leiterin für Wissenschaftliche Infrastruktur am MDC. „Bis dahin ist allerdings noch einiges zu tun. Wir freuen uns, dass wir Dr. Christoph Diebolder für die Leitung der Core Facility für Kryo-Elektronenmikroskopie gewinnen konnten. Herr Diebolder wird ab dem 1. Februar 2020 seine Tätigkeit aufnehmen.“ sagt Dr. Claudia Flügel, Referentin für Forschungsinfrastruktur an der Charité.

Viele MDC-Wissenschaftler*innen freuen sich auf den Start. Der Strukturbiologe Professor Oliver Daumke zum Beispiel untersucht Proteine, die innerhalb der Zelle wichtige Funktionen ausführen, indem sie zelluläre Membranen unter Energieverbrauch verformen. Deren dreidimensionale Struktur könnte Daumke zwar auch mit der Kristallografie abbilden. Diese Methode erzeuge jedoch das Bild eines isolierten Proteins. „Das Besondere an der Kryo-Elektronenmikroskopie ist, dass wir damit die Proteine in ihrer zellulären Umgebung anschauen können“, erklärt Daumke. Die neue Technik auf dem Campus Buch sei gleichzeitig für ambitionierte junge Nachwuchsforscher*innen attraktiv, die ein eigenes Forschungsthema entwickeln wollen. Zur Zeit findet am MDC ein Auswahlprozess für eine solche Nachwuchsgruppe statt.

Jede Vibration stört
Für die Kryo-EM einen geeigneten Standort in Berlin zu finden, war gar nicht so einfach. Problematisch seien elektromagnetische Felder und Erschütterungen im Boden, sagt Projektleiter Karsten Hönig vom MDC: „Selbst der Campus-Bus erzeugt beispielsweise beim Vorbeifahren Vibrationen, die die Funktion der Mikroskope beeinträchtigen. Der Boden des Gebäudes besteht deshalb aus einer einzigen, 1,25 m dicken Betonplatte, die wie ein großes schweres Schiff auf dem Wasser die Schwingungen der Bodenwellen ausgleicht.“

Der Neubau für die Mikroskope ist gerade nur eine von mehreren Baustellen auf dem Campus. In unmittelbarer Nähe entsteht auf über 2700 Quadratmetern das Optical Imaging Center (OIC) des MDC. Dieses neue Gebäude soll ab 2022 Forschung, Anwendung und Innovation in der Mikroskopie, (Bio-)physik und Life Sciences miteinander verbinden und ebenfalls internen und externen Forschenden, Gastwissenschaftler*innen am MDC und Partnern aus der Industrie zur Verfügung stehen.

Christina Anders, MDC

 

Quelle: PM MDC Buch vom 23.01.2020

Vielfältige Angebote im Gläsernen Labor

Seit unserer Gründung, vor knapp 20 Jahren, besuchen uns regelmäßig Schulklassen aus ganz Deutschland, ja sogar aus Großbritannien, Dänemark und Brasilien. In den Berliner Schulferien bieten wir in unseren Laboren zahlreiche Kurse, für unsere kleinen Freizeitforscher im Grundschulalter und der Sek I an. Viele von Ihnen, halten uns die Treue und begleiten uns von den Forscherferien bis hin zum Abitur oder später im besten Fall als Dozent unserer Kurse. Besonders interessierte Schülerinnen und Schüler können an der Chemieolympiade oder der Landesbiologieolympiade teilnehmen. Mit ein wenig Glück und viel Wissen können sich einige Schülerinnen und Schüler für ein Wochenende an der Sommerakademie, die vom VBIO gefördert wird, qualifizieren.

Für Projektarbeiten im Rahmen des Mittleren Schulabschlusses oder der fünften Prüfungskomponente stehen wir bei Fragen und praktischen Arbeiten gerne zur Verfügung.

Manchmal ergeben sich durch einen Besuch im Gläsernen Labor weitere Möglichkeiten für interessierte Schülerinnen und Schüler. Davon berichtet Joris, 14 Jahre:

„Das erste Mal besuchte ich das Gläserne Labor im Juni 2018. Durch meine erfolgreiche Teilnahme an der Landesbiologieolympiade Brandenburg war ich zur Sommerakademie dorthin eingeladen worden. Im Verlaufe dieser vier Tage bekamen wir die Gelegenheit, viel zu experimentieren: wir untersuchten das Herz, extrahierten Coffein und DNA. Dies gefiel mir sehr, besonders begeisterte mich die Aufzeichnung des eigenen EKG, so dass ich versuchen wollte, die Experimente für meine Facharbeit am Gläsernen Labor durchzuführen. Ich hatte mir dazu das Thema „Antibiotikaresistenzen an E. coli“ ausgesucht. Freundlicherweise bekam ich nicht nur die Möglichkeit dazu, sondern auch sehr viel Unterstützung von Frau Ulrike Mittmann. So kehrte ich nach zwei Tagen voller Experimente und Beobachtungen mit so vielen Daten zurück, dass ich meinen praktischen Teil fast schon erledigt hatte. Aber nicht nur das, sondern Frau Mittmann hatte mich auch auf die vom Gläsernen Labor angebotenen Studienorientierungsprogramme aufmerksam gemacht, weshalb ich mich zu einem einwöchigen Kurs in der Systembiologie anmeldete.

Hier finden Sie den vollständigen Artikel

Wir bedanken uns bei allen Besuchern, Unterstützern und Freunden des Gläsernen Labors und wünschen schöne Feiertage sowie ein guten Rutsch in das neue Jahr.

PS: Für unser Jubiläumsjahr 2019 haben wir uns Einiges ausgedacht. Informationen zu den Highlights finden Sie auf unserer Internetseite. CJ und DG

Gläsernes Labor, Campus Buch

„BIH Digital Health Accelerator Demo Day“

Logo BIH

Full house beim zweiten „BIH Digital Health Accelerator Demo Day“ des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung / Berlin Institute of Health (BIH)

Am 11. Dezember 2018 war Show-Time: Beim zweiten „BIH Digital Health Accelerator Demo Day“ präsentierten sechs Teams von jungen Forscher*innen und Mediziner*innen ihre digitalen Innovationen für die Medizin der Zukunft: Sie wollen Krebs, Herzkreislauf- oder auch Zahnerkrankungen präziser diagnostizieren, die Rehabilitation nach einer Operation digital überwachen, die beste Zeit für die Medikamenteneinnahme an der inneren Uhr ablesen oder die Gesundheitsversorgung in Entwicklungsländern verbessern. Im Publikum saßen rund 100 Investoren, Vertreter*innen von Funding Organisationen, Politiker*innen und Kolleg*innen.

Die Teams wurden ein Jahr lang vom Digital Health Accelerator des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung/Berlin Institute of Health (BIH) gefördert. Hier erhielten sie Coaching und Mentoring und durften in einem Co-working Space ihre digitalen Konzepte in marktfähige Produkte überführen. „Das Pilotprogramm Digital Health Accelerator des BIH konzentriert sich auf die Überführung von technologischen Konzepten in Prototypen, die einen echten Patient*innennutzen zeigen und ein interessantes Geschäftsmodell aufweisen. Dabei stehen wir laufend mit Ärzt*innen, Patient*innen sowie Partner*innen aus Forschung und Wirtschaft im Austausch“, sagt Klaus Nitschke, Leiter des Digital Health Accelerator.

Dass das Konzept funktioniert, beweist ein Projekt aus dem ersten Jahrgang: Hier hatte der angehende Herzchirurg vom Deutschen Herzzentrum Berlin, Dr. Alexander Meyer, ein Frühwarnsystem für die Intensivstation entwickelt. Sämtliche Messwerte, die bei der Überwachung eines Patienten anfallen, führt eine Software zusammen und wertet sie gemeinsam aus. Bei Überschreiten einer kritischen Lage löst es Alarm aus. „Das „Digital Health Accelerator“-Programm hat dann das Projekt aus dem rein wissenschaftlichen Kontext geholt und konkrete Wege zur Translation in die Klinik skizziert“, berichtete Alexander Meyer. Bereits Anfang 2020 könnte das System in Serie gehen. Weil Alexander Meyer aber auch künftig als Herzchirurg und nicht als Unternehmer arbeiten möchte, hat ihm das Team vom Digital Health Accelerator auch dabei geholfen, einen Geschäftsführer für sein zukünftiges Start Up zu finden, berichtete Klaus Nitschke. „Wir haben deshalb begonnen, ein Netzwerk von „Entrepreneurs in Residence“ aufzubauen. Dabei handelt es sich um Gründer*innen, die bereits ein erstes Unternehmen gegründet und veräußert haben und daran interessiert sind, ein weiteres Start Up im Digital Health Umfeld zu gründen.“

„Die Mission des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung / Berlin Institute of Health (BIH) ist die Translation von Innovationen zu Patient*innen“, sagte Rolf Zettl, Administrativer Vorstand des BIH. „Anders als für die Bereiche Pharma und Medizintechnik gibt es für den dynamischen Bereich Digital Health jedoch noch keine etablierten Instrumente und Partnereinrichtungen, mit denen man die Translation voranbringen kann. Daher haben wir im Jahr 2017 mit dem „Digital Health Accelerator“ gestartet, im Sinne eines Experiments. Aus unserer Sicht ist dieses Experiment ein voller Erfolg!“

Zettl dankte in diesem Zusammenhang ausdrücklich dem Bundestagsabgeordneten (SPD) Swen Schulz, der das „Experiment“ von Anfang an interessiert verfolgt und mit einer Anschubfinanzierung unterstützt hatte. Schulz, Mitglied im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages, zeigte sich beeindruckt. „Der Accelerator zeigt beispielhaft, welches enorme Potential die Digitalisierung des Gesundheitswesens für eine gute Anamnese, eine bessere und effizientere Behandlung und die Patientenversorgung birgt. Für Berlin bieten Digital Health Lösungen wie am BIH mit dem Zusammenbringen einer lebendigen Start-Up-Szene, leistungsfähiger Gesundheitswirtschaft und herausragenden Forschungseinrichtungen, riesige Chancen.“

Das Berliner Institut für Gesundheitsforschung | Berlin Institute of Health (BIH) hat eine gesellschaftliche Aufgabe: Innovationen in der Medizin zu schaffen. Sie tragen dazu bei, Lebensqualität zu erhalten und Werte zu schaffen. 2016 hat das BIH eine neue wissenschaftliche Strategie erarbeitet, die unsere Arbeit, Forschungsaktivitäten und Entscheidungen für die kommenden Jahre leiten wird: Die „BIH-Strategie 2026“.

Das Berliner Institut für Gesundheitsforschung wurde im März 2013 als neue biomedizinische Forschungseinrichtung von der Charité – Universitätsmedizin Berlin und dem Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) in Berlin gegründet. Mit diesem Zusammenschluss werden wissenschaftliche Synergien zwischen beiden Einrichtungen gebündelt und die langjährige projektbezogene Kooperation institutionalisiert. Im Fokus stand und steht die Frage, wie Forschungserkenntnisse aus den Lebenswissenschaften schneller und gezielter in für Menschen nützliche medizinische Therapien, Diagnostik und Prävention übersetzt und klinische Beobachtungen in die Grundlagenforschung transferiert werden können.

Entwurf Käthe-Beutler-Haus

Aktueller Entwurf des Käthe-Beutler-Hauses.
Bild: kleyer.koblitz.letzel.freivogel.architekten Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin

Auf dem Forschungscampus Buch weichen zwei Krankenhausbauten aus den Siebzigerjahren einem neuen Forschungsgebäude. Das Haus am Lindenberger Weg 80 wird den Namen der 1935 vertriebenen Berliner Kinderärztin Käthe Beutler tragen. Hier baut das Berliner Institut für Gesundheitsforschung (BIH) zusammen mit dem Max-Delbrück-Centrum (MDC) und der Charité – Universitätsmedizin Berlin einen neuen Standort auf.

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BIH-NEWS: Sind Sie interessiert an Neuigkeiten und Fördermöglichkeiten vom Berliner Institut für Gesundheitsforschung? Wir laden Sie herzlich ein, sich für unseren Newsletter anzumelden. Sie können sich jederzeit von der Liste abmelden.

Berliner Institut für Gesundheitsforschung (BIH)

(Quelle: PM des BIH vom 12. Dezember 2018 )

Auszeichnung für Bucher Arzt und Wissenschaftler

Die Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL® – Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention hat Mediziner und Nachwuchsforscher ausgezeichnet, deren Arbeiten einen wichtigen Beitrag zum Verständnis von durch Bluthochdruck bedingten Folgeerkrankungen geleistet haben. Der höchste Preis wurde in diesem Jahr Prof. Dr. Ralf Dechend (Charité-Universitätsmedizin Berlin und Helios Klinikum Berlin-Buch) und Prof. Dr. Dominik N. Müller (Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin) verliehen.

Deutsche Hochdruckliga fördert Hypertonieforschung mit Wissenschaftspreisen

Bucher Arzt und Wissenschaftler Prof. Dr. med. Ralf Dechend gehört 2018 zu den Ausgezeichneten

Prof. Dechend und Prof. Müller leiten in Berlin-Buch gemeinsam die Gruppe „Hypertonie-vermittelter Endorganschaden“ am Experimental and Clinical Research Center (ECRC). Prof. Dechend ist Kardiologe im Helios Klinikum Berlin-Buch.

Im Mittelpunkt ihrer Forschung stehen das Renin-Angiotensin-System, das Immunsystem und die Frage, wie diese Systeme Hypertonie bedingte Endorganschäden verursachen. Beide Wissenschaftler machten wegweisende neue Erkenntnisse, u.a. auch über schwangerschaftsbedingte Hypertonie/Präeklampsie. Die Preisvergabe fand im festlichen Rahmen des 42. Wissenschaftlichen Kongresses der Deutschen Hochdruckliga e. V. DHL® – Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention in Berlin statt. Das diesjährige Motto war „Hypertonie, auf Herz und Niere geprüft“.

„Wir freuen uns mit unserem Kollegen Ralf Dechend über diese besondere Auszeichnung. Seit vielen Jahren forscht er in Berlin-Buch und betreut in unserem Geburtenzentrum Schwangere mit Bluthochdruck“, sagt Prof. Dr. med. Henning T. Baberg, Chefarzt der Klinik und Poliklinik für Kardiologie und Nephrologie und Ärztlicher Direktor des Helios Klinikums Berlin-Buch.

Bluthochdruck bei Schwangeren kann Anzeichen für eine Präeklampsie, eine Sonderform der Hypertonie, sein. In diesem Fall arbeitet das Geburtshilfeteam eng mit dem Spezialisten Prof. Dr. med. Ralf Dechend zusammen.

„Diagnostik und Therapie der Hypertonie in der Schwangerschaft ist komplex und erfordert von Anfang an eine interdisziplinäre Betrachtung“, so Prof. Dechend.

Die Suche nach den Ursachen der Erkrankung hat bereits wichtige Erkenntnisse gebracht: So wurde bei Präeklampsie-Patientinnen ein aggressiver Antikörper festgestellt, der bei gesunden Schwangeren nicht vorkommt. Dieser richtet sich gegen den Angiotensin-Rezeptor, der den Blutdruck in den Gefäßen reguliert. In in-vitro Untersuchungen konnten die Bucher Forscher mit molekularbiologischen Methoden nachweisen, dass der Autoantikörper Zellen so verändert, dass entzündungsfördernde und Wachstumsprozesse verursacht werden. In Weiterbildungen lässt Dr. Dechend das Team des Geburtenzentrums an den Erkenntnissen zur Präeklampsie teilhaben. Auf diese Weise ist es bestens gerüstet, betroffenen Patientinnen zu helfen.

Quelle: PM Helios-Klinikum

Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention

ECRC Experimental and Clinical Research Center (ECRC) von MDC und Charité

Präzise Bilder für die Gesundheitsforschung

Ein weiterer Meilenstein ist erreicht: Im November 2018 hat das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) die 5.000. Studienteilnehmerin im MRT-Zentrum der NAKO-Gesundheitsstudie begrüßt.

„Mit ihrem Engagement leisten Menschen wie unsere 5000. Probandin Annett Anacker einen riesigen Beitrag für die Gesundheitsforschung in Deutschland“, sagt Professor Thoralf Niendorf, Projektleiter Bildgebung im NAKO-MRT-Zentrum auf dem Campus Berlin-Buch. „In Kürze werden wir mit der Auswertung der Daten beginnen und Normwerte für Niere und Herzfunktionen ableiten, die große Bedeutung für die klinische Praxis haben.“

Die Berlinerin Annett Anacker ist eine von insgesamt 200.000 Menschen im Alter zwischen 20 und 69 Jahren, die für die NAKO-Gesundheitsstudie untersucht und dann über einen Zeitraum von bis zu 30 Jahren beobachtet werden. Die Auswertung ihrer anonymisierten Daten trägt dazu bei, die Ursachen von Volkskrankheiten wie Krebs, Diabetes, Demenz und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu finden, sie früh zu erkennen und besser vorzubeugen.

Das MDC begrüßt die 5000. Studienteilnehmerin der NAKO-Gesundheitsstudie
Copyright: Kommunikation, MDC

Zu den drei Berliner Studienorten zählt das MDC auf dem Wissenschaftscampus Berlin-Buch. Hier werden bis zum Abschluss der Studie 6.000 der insgesamt 30.000 Teilnehmenden aus Berlin und Brandenburg mit einem 3.0-Tesla-Magnetresonanz-Tomographen (MRT) untersucht. Im MRT werden mittels Radiowellen und eines starken Magnetfelds hochpräzise Bilder erstellt; eine Strahlenbelastung wie beispielsweise in der Röntgen- oder in der Computerbildgebung gibt es nicht. Kopf und Gehirn, Wirbelsäule, Herz, Brustkorb, Bauch und Becken werden im Ganzkörper-MRT schichtweise abgebildet und die verschiedenen Organe und Gewebe hochauflösend dargestellt. Weil alle fünf NAKO-MRT-Zentren im Bundesgebiet die gleichen Magnetresonanz-Tomographen einsetzen, können vergleichbare Bilder und Daten erzeugt werden. Sie sind eine wertvolle Ergänzung der anderen in der NAKO erhobenen Gesundheitsdaten.

Wer kann an der NAKO-Studie teilnehmen?

An der Studie kann nur teilnehmen, wer ein Einladungsschreiben von einem der 18 NAKO-Studienzentren erhält. Die Auswahl erfolgt nach dem Zufallsprinzip aus den Einwohnermelderegistern. Die Teilnahme an der Studie ist freiwillig und kann jederzeit zurückgezogen werden. Die Studie wird in den ersten zehn Jahren mit 210 Millionen Euro aus Mitteln des Bundesforschungsministeriums, der Länder und der Helmholtz-Gemeinschaft finanziert. Initiiert haben die NAKO die Helmholtz-Gemeinschaft, Universitäten, die Leibniz-Gemeinschaft sowie Einrichtungen der Ressortforschung.

NAKO-Gesundheitsstudie

MDC/NAKO-Studie

Nationales Science on Stage Festival 2018

Nationales Science on Stage Festival 2018

Vom 16.-18. November 2018 findet das Nationale Science on Stage Festival in Berlin am MDC.C Max Delbrück Communications Center statt.

Science on Stage

Science On Stage

  • …ist ein Netzwerk von Lehrkräften für Lehrkräfte aller Schularten, die Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) unterrichten.
  • …bietet eine Plattform für den europaweiten Austausch anregender Ideen und Konzepte für den Unterricht.
  • …sorgt dafür, dass MINT im schulischen und öffentlichen Rampenlicht steht.

Auf der größten deutschen Ideenbörse für MINT-Lehrkräfte von der Grundschule bis zur Oberstufe, treffen sich rund 100 Kolleginnen und Kollegen aus dem ganzen Land, um sich auf unserem Bildungsmarkt über Materialien und Konzepte auszutauschen und neuen Schwung für ihren Schulalltag mitzunehmen.

Neben dem Bildungsmarkt, auf dem ausgewählte Lehrkräfte ihre Projekte an einem Stand vorstellen, gibt es spannende Kurzpräsentationen und praxisorientierte Workshops.

Die Science on Stage Festivals sind das Herzstück unseres Netzwerkes: Hier treffen engagierte MINT-Lehrkräfte der Primar- und Sekundarstufe zusammen, um sich auf einem bunten Bildungsmarkt, in Workshops sowie bei Kurzvorträgen über gelungene Unterrichtskonzepte auszutauschen.

Das Festival ist eine Ideenbörse, auf der Lehrkräfte voneinander lernen, sich vernetzen und Motivation für ihren Schulalltag tanken.
>> Programmheft
>> Programmübersicht

Interessierte Lehrkräfte sind herzlich dazu eingeladen, das Festival am 17. November 2018 am Open Day zu besuchen.

Download (PDF, 331KB)

Sie möchten das Nationale Science on Stage Festival als Gast besuchen? Am 17. November 2018 begrüßen wir Sie ab 10:00 Uhr zu unserem Open Day: Schauen Sie vorbei, treffen Sie auf unserem Bildungsmarkt Lehrkräfte aus ganz Deutschland und holen Sie sich Anregungen für Ihren MINT-Unterricht bei spannenden Kurzvorträgen und Workshops!

Für den Open Day können Sie sich kostenfrei unter info@science-on-stage.de registrieren.

 

 

 

 

Grundstein für das Käthe-Beutler-Haus gelegt

Grundsteinlegung für das Käthe-Beutler-Haus

Alexander Koblitz, Dr. Rolf Zettl, Prof. Dr. Axel Radlach Pries und Prof. Dr. Martin Lohse bei der Verlegung des Grundsteins für das Käthe-Beutler-Haus auf dem Campus Berlin-Buch. © Patrick Meinhold / MDC

Der Grundstein für das Käthe-Beutler-Haus auf dem Campus Berlin-Buch ist gelegt. Dort soll 2020 das Berlin Institute of Health (BIH) einziehen, das die Stärken von MDC und Charité bündelt. Zu dieser Kooperation haben Jutta Kramm und Jana Schlütter, MDC-Kommunikation, mit Professor Martin Lohse, Wissenschaftlicher Vorstand des MDC, gesprochen.

Wer wird künftig im Käthe-Beutler-Haus arbeiten? 

Hier entsteht ein Gebäude mit rund 2500 Quadratmetern Nutzungsfläche, das Grundlagenforschung, klinische Forschung und Technologieplattformen unter einem Dach vereint. Wenn unterschiedliche Disziplinen eng zusammenarbeiten, kann eine besondere Atmosphäre entstehen, in der man sich gegenseitig beflügelt und die alle weiterbringt. Das ist unser Ziel im BIH. Wir wollen dafür exzellente internationale Forscherinnen und Forscher rekrutieren, die die Arbeitsgruppen im BIH und am MDC ergänzen. Der direkte Nachbar des neuen Hauses auf dem Campus ist übrigens das Experimental and Clinical Research Center (ECRC) von MDC und Charité. Dort wird die Zusammenarbeit von Grundlagenforschung und Klinik schon lange praktiziert und ist im Grunde die Keimzelle des BIH. Auf diese Kompetenz in der patientenorientierten Forschung bauen wir auf.

Und was kostet das neue Gebäude? 

Die Kosten für den Entwurf des Berliner Architekturbüros Kleyer.Koblitz.Letzel.Freivogel belaufen sich für das BIH auf 24,3 Millionen Euro, die zu 90 Prozent vom Bund und zu zehn Prozent vom Land getragen werden. Das ist eine überaus notwendige Investition, die unsere bewährte Partnerschaft stärken wird. Sie wird dem BIH auf dem Campus Buch einen zentralen Ort und ein Gesicht geben und den Ausbau gemeinsamer patientennaher Forschung ermöglichen.

Die Zusammenarbeit der beiden Partner MDC und Charité unter dem Dach des BIH läuft bereits sehr gut. Worauf sind Sie und das MDC besonders stolz? 

Lassen Sie mich drei Beispiele nennen. Wir sind sehr stolz darauf, dass es MDC und BIH gemeinsam gelungen ist, international angesehene Wissenschaftler nach Berlin zu holen. Dazu gehört Holger Gerhardt hier auf dem Campus. Er sucht nach Wegen, wie man die Bildung neuer Blutgefäße (Angiogenese) beeinflussen kann. Denn das spielt bei so verschiedenen Erkrankungen wie Krebs oder der diabetischen Retinopathie, aber auch bei chronischen Wunden eine Rolle. Zum Aufbau des BIH brauchen wir aber nicht nur seine fachliche Exzellenz, sondern auch seine Fähigkeit, weitere Leute anzuziehen und zu integrieren.

Hier finden Sie das komplette Interview

Campus Berlin-Buch

Berliner Institut für Gesundheitsforschung (BIH)