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Priojekt Blankenburger Süden – Online-Beteiligung

Schon über 2000 Reaktionen zu den Entwürfen für den Blankenburger Süden. Wegen Corona ist dieses Jahr manches anders und das gilt auch fürs Werkstattverfahren zum Neubauprojekt Blankenburger Süden. Die Info-Veranstaltung im April musste entfallen. Hier sollten den Anwohner*innen die vier städtebaulichen Konzepte für das Neubauviertel vorgestellt werden. Stattdessen findet nun, wie berichtet, eine Online-Beteiligung statt und diese wird erstaunlich gut angenommen. Nach gut zwei Wochen gibt es zu den vier Entwürfen bereits 2260 Reaktionen (Stand: Donnerstagnachmittag).

Die Kommentare fallen dabei überwiegend negativ aus. Vielen Anwohner*innen gefällt – wie bereits im Vorfeld erwartet – nicht, dass auf dem ehemaligen Rieselfeld etwa 6000 Wohnungen entstehen sollen. Um diese im Blankenburger Süden unterzubringen und zugleich ein Teil der Natur zu erhalten, planen die eingeladenen Architekturbüros alle mit etwa sechsgeschossigen Häusern und einzelnen Hochhäusern mit acht bis fünfzehn Stockwerken. Viele User der digitalen Bürgerbeteiligung sehen darin „DDR-Stadtplanung“, die nicht in das von Einfamilienhäusern geprägte Siedlungsgebiet passe. Häufig fällt dabei auch der negativ gemeinte Vergleich zu den Großsiedlungen in Marzahn und Hellersdorf.

Viele kritisieren zudem das Verkehrskonzept, das die neue Siedlung überwiegend durch die verlängerte Straßenbahnlinie M2 anbinden will. Zudem wird die Frage gestellt, ob die Fundamente der Hochhäuser und die geplanten Kiezgaragen (die Büros sehen sieben bis acht Auto-Garagen für die zukünftigen Bewohner*innen vor) nicht zu viel Wasser verdrängen. Die Anwohner*innen haben Angst, dass das Wasser zukünftig in ihren Gärten steht und verweisen darauf, dass dies rund um die ehemaligen Rieselfelder bereits heute immer wieder zu beobachten sei.

Interessant ist vor allem die Abstimmung über die Entwürfe. Der Entwurf Nummer zwei „Mitte am Rand“, der Büros UmbauStadt, MLA+ und Fugmann Janotta Partner, ist bisher der klare Favorit der Bürger*innen (eine Darstellung der vier Entwürfe finden Sie hier). Er sieht ein halbkreisförmiges Zentrum für den neuen Stadtteil vor. Der Autoverkehr ist hier ausgesperrt und in der Mitte liegen ein kleiner Park und ein Teich. Bei allen Fragen erhält dieser Entwurf die meiste Zustimmung. Hier geben 44 Prozent der Teilnehmer an, dass dieses Konzept einen Mehrwert für die Nachbarschaft bringe. Allerdings kann bei der Umfrage nur zwischen den verschiedenen Entwürfen gewählt werden. Die Ablehnung aller Entwürfe ist nicht vorgesehen. Die Teilnahme an der Umfrage ist noch bis zum 15. August möglich. Fragen an die Planungsbüros können noch innerhalb der nächsten drei Tagen gestellt werden.

Die Abstimmung ist jedoch nicht verbindlich. Die zuständige Senatsverwaltung für Stadtentwicklung kann aus den Entwürfen auch eine Synthese erstellen. Anfang 2021 soll ein Struktur- und Nutzungskonzept verabschiedet werden, auf dessen Grundlage die weitere Planung erfolgt. Das letzte Wort haben Senat und Abgeordnetenhaus. Baustart dürfte frühestens 2030 sein.

Quelle: “Tagesspiegel-Leute für Pankow”

Senat für Stadtentwicklung/Blankenburger Süden

Ihre Meinung ist gefragt

Aktuelles vom “Blankenburger Süden”

Im Blankenburger Süden soll in den kommenden Jahren ein neues Stadtquartier entstehen, mit Wohnungen, Gewerbe, sozialer Infrastruktur und viel Grün. Um ein Bild davon zu vermitteln, wie dieser neue Teil Berlins in der Zukunft aussehen könnte, hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen im November 2019 vier Planungsteams beauftragt, städtebauliche Testentwürfe für den circa 150 ha großen Fokusraum (ehem. Rieselfeld, ehem. Fachhochschulstandort und Gewerbegebiet Heinersdorf) zu erarbeiten.Diese Entwürfe wurden am Donnerstag, dem 16. Juli 2020, im Rahmen einer Pressekonferenz von Sebastian Scheel, Staatssekretär für Wohnen bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, und Vollrad Kuhn, stellvertretender Bezirksbürgermeister und Bezirksstadtrat im Bezirk Pankow, vorgestellt.

“Blankenburger Süden”

Projektzeitung Stand Juli 2020

 

Entwürfe für Blankenburger Süden

Ergebnisse des städtebaulichen Werkstattverfahrens für das neue Stadtquartier im Blankenburger Süden vorgestellt

Im Blankenburger Süden soll in den kommenden Jahren ein neues Stadtquartier entstehen, mit Wohnungen, Gewerbe, sozialer Infrastruktur und viel Grün.

Um ein Bild davon zu vermitteln, wie dieser neue Teil Berlins in der Zukunft aussehen könnte, hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen im November 2019 vier Planungsteams beauftragt, städtebauliche Testentwürfe für den circa 150 ha großen Fokusraum (ehem. Rieselfeld, ehem. Fachhochschulstandort und Gewerbegebiet Heinersdorf) zu erarbeiten. Diese Entwürfe wurden heute, Donnerstag, 16. Juli, im Rahmen einer Pressekonferenz von Sebastian Scheel, Staatssekretär für Wohnen bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, und Vollrad Kuhn, stellvertretender Bezirksbürgermeister und Bezirksstadtrat im Bezirk Pankow, vorgestellt.

Alle Entwürfe haben einen starken Bezug zur Landschaft und integrieren zahlreiche Frei- und Grünräume. Wichtige Biotope und Biotopstrukturen wurden erhalten, Gemeinschafts- und Mietergärten vorgesehen. Der Umgang mit anfallendem Regenwasser und dessen Bewirtschaftung wurde von den Planern ebenso aufgegriffen wie die Realisierung der geforderten Schulstandorte. Auch soziale und kulturelle Einrichtungen, wie Kindertagesstätten, eine Bibliothek, eine Volkshochschule sowie Jugend- und Senioreneinrichtungen, wurden mitgeplant. Die Testentwürfe zeigen zudem, wie das neue Stadtquartier räumlich und funktional mit der bestehenden Umgebung verbunden werden kann. Das Rückgrat der Verkehrserschließung ist in allen Entwürfen die Straßenbahn M2. Auch die übergeordnete Verkehrserschließung Blankenburg wurde in allen Entwürfen integriert und Lösungsvorschläge zur Entzerrung bestehender Engstellen erarbeitet.

Sebastian Scheel, Staatssekretär für Wohnen: „Die Situation auf dem Berliner Wohnungsmarkt ist weiterhin angespannt, deshalb hat die Schaffung von leistbarem Wohnraum, insbesondere auf landeseigenen Flächen Priorität. Wir haben, dank der guten Arbeit der vier Planerteams, jetzt vier Varianten auf dem Tisch liegen, die zeigen, wie das neue Stadtquartier im Blankenburger Süden in der Zukunft aussehen könnte. Die Konzepte bilden eine gute Grundlage, auf der wir – nachdem auch die Bürger*innen wieder die Möglichkeit hatten sich einzubringen – ein Struktur- und Nutzungskonzept erarbeiten können. Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum neuen Stadtquartier Blankenburger Süden.“

Vollrad Kuhn, Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung und Bürgerdienste: „Das größte Berliner Wohnungsbauvorhaben Blankenburger Süden wird nicht nur dringend benötigten Wohnraum schaffen, sondern auch die Stadtentwicklung in Pankow positiv beeinflussen. Die Vorschläge und Maßnahmen der Rahmenplanungen der anliegenden Ortsteile Heinersdorf und Karow sowie verschiedener anderer Planungen im Gebiet werden durch das neue Stadtquartier miteinander verknüpft und die bisher noch vorhandenen Defizite insbesondere der Verkehrsinfrastruktur hoffentlich bald mit der Umsetzung beseitigt. Die nun vorliegenden Entwürfe sind die Grundlage für die nächsten wichtigen Entscheidungen zum Entwicklungsgebiet inkl. Einordnung von Grün- und Gewerbeflächen und kommunaler Infrastruktur.”

 

“Stadt behutsam weiterbauen im Blankenburger Süden” – Entwürfe der Werkstatt-Teams © yellowz, bgmr, UmbauStadt, MLA+, Fugmann Janotta Partner, cityförster, felixx, tspa, bureau b+b / Urban Catalyst

Ursprünglich war zum Abschluss des Werkstattverfahrens eine öffentliche Veranstaltung geplant, in deren Rahmen die städtebaulichen Testentwürfe vorgestellt werden sollten. Da diese aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie nicht möglich war, findet die Präsentation und die Beteiligung nun online statt.

Über die Beteiligungsplattform mein.Berlin.de können interessierte Bürgerinnen und Bürger die Testplanungen der Teams und Videopräsentationen ansehen, Fragen an die Planungsteams stellen und ihr Feedback zu den Planungen abgeben. Das digitale Informationsangebot ist auf der Plattform mein.Berlin.de freigeschaltet, die Umfrage läuft bis zum 15. August 2020. https://mein.berlin.de/projects/blankenburger-sueden/

Zudem wurde eine Planungszeitung zum Abschluss des Werkstattverfahrens erstellt, welche als Postwurfsendung an alle Haushalte in Blankenburg und Heinersdorf verteilt wird und ebenfalls im Internet heruntergeladen werden kann. Sie finden diese und zahlreiche weitere Informationen über das neue Stadtquartier Blankenburger ab sofort auf der Website der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung: https://www.stadtentwicklung.berlin.de/wohnen/wohnungsbau/blankenburger-sueden/

Wie geht es weiter: Nach Beendigung der aktiven Phase des digitalen Informationsangebots werden die Ergebnisse zusammengefasst und für die abschließende Sitzung des Projektbeirates und des Empfehlungsgremiums aufbereitet. Die Gremien diskutieren die Vorschläge und erarbeiten im Ergebnis Empfehlungen zum weiteren Umgang. Auf deren Grundlage wird im Anschluss an das Werkstattverfahren ein Struktur- und Nutzungskonzept für den weiteren Planungsprozess erstellt. Dieses ist erforderlich, um die im Sommer 2016 begonnenen Vorbereitenden Untersuchungen abzuschließen.

Ausbau des Berliner ÖPNV-Netzes: Neue Straßenbahnstrecken verbinden Bezirke, Quartiere und Kieze

Pressemitteilung vom 07.07.2020

Der Senat hat in seiner heutigen Sitzung auf Vorlage der Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Regine Günther, den aktuellen Bericht an das Abgeordnetenhaus über die Aktivitäten im Bereich „Berliner ÖPNV-Netz zielgerichtet ausbauen und neue Wohnquartiere anschließen“ beschlossen.

Berlin baut gemäß den Richtlinien der Regierungspolitik kontinuierlich seinen Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedarfsgerecht aus. Eine besondere Bedeutung hat dabei die Erschließung von neuen Wohnungsbaustandorten. In der laufenden Legislaturperiode sollen dafür umfangreiche Straßenbahnplanungen umgesetzt werden.

An der Planung zum Ausbau der Straßenbahninfrastruktur wird intensiv gearbeitet, die Planungsfortschritte stellen sich im Einzelnen wie folgt dar:

  • Die Verlängerung der Straßenbahnlinie M 2 ab Heinersdorf in Richtung Blankenburger Süden und S-Bahnhof Blankenburg wurde am 9. Juni 2020 vom Senat beschlossen. Mit diesem Beschluss können die Planungen zum Trassenverlauf weiter konkretisiert werden.
  • Die Untersuchungen für eine tangentiale Straßenbahnverbindung vom S- und U-Bahnhof Pankow über Heinersdorf nach Weißensee werden derzeit finalisiert.
  • Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz hat für den Verkehrsraum des Pankower Ostens im Internet umfangreiche Informationen sowie Fragen und Antworten aus dem Beteiligungsprozess veröffentlicht.

Blankenburger Süden

Kritik am Verkehrskonzept Pankower Osten

Kritik an “Verkehrskonzept” des Senats für Pankow. Da hat sich aber jemand mächtig Mühe gegeben: Die Senatsverkehrsverwaltung hat ihre Planungen für den Norden des Bezirks (unter anderem zur Erschließung des Neubaugebiets „Blankenburger Süden“) online gestellt. Ziemlich überraschend – weder das Bezirksamt noch die BVV wussten Bescheid von der neuen Senatswebsite zum Verkehr im „Pankower Osten“.

Seitenweise werden da neue Tram- und S-Bahn-Linien sowie Straßen in Pankow aufgelistet. Dazu gibt’s ein selbstgeführtes Interview mit Verkehrsstaatssekretär Ingmar Streese nur über unseren Bezirk. Kernaussage: „Leider wurde in den letzten Jahrzehnten viel versäumt, was den Ausbau des bestehenden Verkehrsnetzes in Pankow anbelangt. (…) Diese Defizite wollen wir beseitigen und mit einer nachhaltigen, modernen Verkehrs- und Mobilitätsplanung eine bedarfsgerechte Infrastruktur für heute, morgen und übermorgen schaffen.“

Dass sich Pankows Verkehrsprobleme heute, morgen oder übermorgen durch diese Website in Luft auflösen, erwarten die BezirkspolitikerInnen nach Lektüre des Online-Konvoluts allerdings nicht. Praktisch alles davon ist ihnen längst bekannt und wurde nun lediglich öffentlichkeitswirksam gebündelt:

  • eine neue S-Bahn-Linie zwischen Buch und Grünau über Ostkreuz (im Nahverkehrsplan als S6 bezeichnet, aktueller Planungsname S86)
  • künftig S-Bahnen mit 8 Wagen auf den Ringbahnlinien S41 und S42 und der S2 zwischen Buch und Lichtenrade
  • künftig S-Bahnen mit 6 Wagen auf der S8 zwischen Blankenburg und Zeuthen/Grünau und auf der S85
  • 10-Minuten-Takt auf der S2 zwischen Buch und Bernau
  • Bau des Umsteigebahnhofs Karower Kreuz samt Regionalbahnanschluss
  • Verlängerung der S75 über Wartenberg in Richtung Karower Kreuz
  • neue S-Bahnhöfe in Malchow Nord, an der Sellheimbrücke und an der Bucher Straße
  • Zudem wird ein weiterer Bahnhof an der Schönerlinder Straße geprüft
  • Verdichtung des U2-Taktes nach Pankow vom heutigen 4-Minuten-Takt zu einem 3,3-Minuten-Takt

„Das ist alles alter Wein in neuen Schläuchen“, wie der Pankower CDU-Fraktionsvorsitzende Johannes Kraft sagt. „Beim groben Durchklicken und Querlesen habe ich nichts Neues gefunden“, befindet auch Pankows Bürgermeister Sören Benn (Linke). Das sei „wohl eher eine Materialsammlung des Sachstandes“.

In der Tat: Weder beim Panke-Trail für Radfahrer gibt’s News, noch bei der Ausweitung des Busverkehrs. Bei den geplanten Straßen ist die Tangentialverbindung Nord (TVN) weiter genauso aufgelistet wie die „Verkehrslösung Heinersdorf“. „Das sind teilweise jahrzehntealte Planungen, die immer noch nicht an das veränderte Mobilitätsverhalten angepasst wurden“, kritisiert Kraft.

Ein echtes Verkehrskonzept jedenfalls, wie es aus Pankow auch durch das Bezirksamt seit langem von der Verkehrsverwaltung für den Nordostraum Berlins gefordert wird, „kann ich bisher nirgendwo erkennen“, erklärt Benn. „Das würde ja alle Verkehrsarten mit ihrem jeweiligen Modal Split unter Projektion einer bestimmten Bebauungs- und daraus abgeleiteten Bevölkerungsentwicklung integriert abbilden müssen.“ Dabei müssten etwa die Entwicklung der Pendlerverkehre und der Gewerbeflächenentwicklung mitberücksichtigen werden.

„Das ist kein Konzept, sondern ein Sammelsurium an ohnehin vorgesehenen Einzelmaßnahmen, die zudem teilweise nicht vor 2035 realisiert werden“, pflichtet Kraft bei. „Man denkt weiter nur in klein-klein.“ So solle der „Blankenburger Süden“ per Straßenbahn erschlossen werden, „aber niemand kümmert sich um die 2.500 Wohnungen, die 200 Meter nördlich am Karower Damm entstehen sollen. Niemand beschäftigt sich mit den 3.500 Wohnungen, die in Karow geplant sind.“

Ein echtes Konzept müsse „den gesamten Verflechtungsraum inklusive des Umlands betrachten“, so Kraft. Gerade die Pendlerverkehre würden weiter zunehmen, „und das wird da überhaupt nicht adressiert“. Warum die Senatsverwaltung das alles nun veröffentlicht habe, zudem mit vielen „veralteten Zahlen“, erschließe sich ihm nicht.

Eigentlich gibt es nur eine wirkliche News – die betrifft die Tram. Die aufgeführte Verlängerung der M2 samt Taktverdichtung sowie die neue Tramstrecke zwischen Bahnhof Pankow über das „Pankower Tor“ und Heinersdorf zum Pasedagplatz nach Weißensee sind zwar bekannt. Die Frage ist aber, wie insbesondere die Tramlinie M2 genau geführt wird – und zumindest da hat die Verkehrsverwaltung nun einen deutlichen Wink gegeben. „Im Rahmen der jetzt beginnenden Vorplanung kann die konkrete Trassenfindung in Anlehnung an die ermittelte planerisch zu bevorzugende Variante bestimmt werden.“

Soll heißen: Die „Vorzugsvariante“ wird weitestgehend realisiert, obwohl dafür bis zu 400 Grundstücke in der „Anlage Blankenburg“ enteignet und geräumt werden müssten. Auf die Einwände der BVV und ihren Alternativvorschlag geht die Verkehrsverwaltung dabei nicht ein. Zum ebenfalls umstrittenen Straßenbahnbetriebshof, der weitere Enteignungen nach sich ziehen könnte, ist nur so viel zu erfahren: „Mit dem Ergebnis der Standortuntersuchungen wird frühestens zur Jahresmitte 2020 gerechnet.“

(Quelle: “Tagesspiegel-Leute für Pankow”)

Mehrheit der Pankower Verordneten sprechen sich für die Straßenbahn nach Blankenburg aus

Die Erschließung des geplanten Neubaugebietes Blankenburger Süden soll über eine Straßenbahnverbindung erfolgen. Für den Bau einer U-Bahnstrecke vom Alexanderplatz in Richtung Norden gibt es unter den Bezirksverordneten keine Mehrheit.

Das wurde in der Diskussion eines Antrags von Linkspartei und SPD deutlich, die eine andere Streckenführung für die Verlängerung der Straßenbahnlinie M2 zum S-Bahnhof Blankenburg vorschlagen als die bisher vom Senat favorisierte. Beide Fraktionen fordern, dass die bisherige Vorzugsvariante von Heinersdorf zum S-Bahnhof Blankenburg zwischen Heinersdorfer Straße und S-Bahnhof überarbeitet wird. Ziel müsse es sein, dass die zukünftige Trassenführung in viel geringerem Maße in die Anlage Blankenburg eingreift, als bisher vom Senat vorgeschlagen. Würde die Senatsvariante umgesetzt, würden davon voraussichtlich 260 Grundstücke der Anlage betroffen sein. Das heißt, sie würden für den Bau der Straßenbahnverlängerung gebraucht. Die von Linken und SPD vorgeschlagene Streckenführung beträfe hingegen nur 60 bis 70 Grundstücke.

Hier finden Sie den gesamten Artikel von Bernd Wähner in der “Berliner Woche”

Verkehrsplanung im Pankower Osten – Informationen jetzt online

Bürgerinformationsveranstaltung wird nachgeholt

Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz stellt alle Informationen zum aktuellen Stand der Infrastrukturmaßnahmen und Verkehrsplanungen im Pankower Osten auf einer projekteigenen Website online zur Verfügung. Die bereits für April 2020 geplante Präsentation im Rahmen einer Bürgerinformationsveranstaltung fiel aufgrund der Corona-Pandemie aus. Die Veranstaltung wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Ingmar Streese, Staatssekretär für Verkehr:
„Wir stellen den aktuellen Planungs- und Wissensstand in aller Ausführlichkeit im Netz zur Verfügung und bieten so allen Interessierten einen transparenten Einblick in unsere Arbeit. Damit wollen wir nicht nur offene Fragen beantworten, sondern auch den Diskurs über bedarfsgerechten Ausbau der Verkehrsinfrastruktur mit der Stadtgesellschaft und den Menschen im Nordosten Berlins fortsetzen.“

Pankow ist der am stärksten wachsende Bezirk Berlins. So laufen derzeit etwa Planungen für das Stadtquartier Blankenburger Süden mit rund 6.000 neuen Wohnungen, die zwingend eine Anpassung der verkehrlichen Infrastruktur fordern.

Neben einem Interview mit Verkehrsstaatssekretär Ingmar Streese zum aktuellen Planungsstand und zur Bedeutung der Bürgerbeteiligung finden Interessierte unter folgender Internetadresse alle relevanten Informationen rund um die Verkehrsentwicklung im Pankower Osten:
www.berlin.de/verkehr-pankower-osten

Das Interview mit Staatssekretär Streese finden Sie unter folgendem Link:
www.berlin.de/verkehr-pankower-osten/aktuelles/sts-ingmar-streese-im-gespraech

Quelle: PM vom 09. 06. 2020

Blankenburger Süden: Planungen für Straßenbahn-Trasse werden konkreter

Auf Vorlage der Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Regine Günther, hat der Senat in seiner heutigen Sitzung die nächsten Planungsschritte für die Verlängerung der Straßenbahnlinie M2 in Richtung Norden, bis zum S-Bahnhof Blankenburg, beschlossen.

Auf dieser Grundlage wird nun die BVG beauftragt, die Planungen aufzunehmen und detaillierte Entwurfsplanungen zu erarbeiten. Dazu zählen unter anderem der genaue Verlauf der Trasse und die Frage, welche Grundstücke tatsächlich betroffen sind. Ebenso wird die technische Machbarkeit untersucht, etwa durch Boden- und Schallgutachten.

Die Straßenbahnlinie M2 soll von der derzeitigen Endhaltestelle Pankow-Heinersdorf durch den Ortsteil Heinersdorf und das städtebauliche Entwicklungsgebiet Blankenburger Süden hindurch bis zum S-Bahnhof Blankenburg verlängert werden.

….

PM Senatsbeschluss 09. 06. 2020

Verkehrsvision 2030 für den Nordosten

Kennen Sie schon die U 10. Sie soll vom Alex über Buch bis Bernau fahren. Das war nur ein Vorschlag aus der Verkehrsvision 2030, die als Diskussionsgrundlage für die Veranstaltung am 15. Oktober auf dem Gemeindehof Karow der Berliner Stadtmission diente.

Dirk Stettner, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin und Johannes Kraft (Vorsitzender der CDU-Fraktion in der BVV Pankow und Mitglied des Ausschusses für Verkehr und öffentliche Ordnung) hatten zu dieser Veranstaltung eingeladen. Als Gast war Jens-Holger Kirchner, Beauftragter des Senats für Verkehrsinfrastrukturvorhaben eingeladen. Das bei diesem heiklen Thema Verkehr der Saal bis auf den allerletzten Platz gefüllt war, verwunderte niemand. Denn die Verkehrsprobleme in der Region Nordost nehmen leider zu.

Zum Anfang der Veranstaltung wurde auf das Positionspapier der 17 Vereine und Bürgerinitiativen hingewiesen. Es wurde im August beschlossen und Johannes Kraft hat es als Antrag in die Sitzung der BVV Pankow am 11. September eingebracht.

(Mobilität im Nordosten Pankows I: Mobilitätshub an der Bucher Straße)

Download (PDF, 227KB)

Dabei geht es u.a. um den bedarfsgerechten Ausbau der Verkehrs-infrastruktur und um eine maßvolle Bebauung in den Gebieten Buchholz, Buch, Karow und Blankenburg. Auch unser Verein hat dieses Positions-papier mitgestaltet.

Nach den aktuellen Planungen sollen in unsere Region Nordost ca. 37 800 Menschen ziehen. Die Diskussion zeigte, dass es aber jetzt schon Lösungen für den Verkehr geben muss.

Jens-Holger Kirchner begrüßte die Veranstaltung. Als ehemaliger Bezirksstadtrat in Pankow und gern gesehener Gast bei vielen Veranstaltungen in unserer Region kennt er sich natürlich hier sehr gut aus. Ja, es gibt sehr viele Baustellen, aber es wird höchste Zeit für Sanierungen von Straßen, Brücken oder der A 114.

(Zum aktuellen Stand bei der A 114 lädt die Senatsverwaltung für Verkehr für den 23. Oktober um 18:30 Uhr auf dem Campus Buch zu einer Infoveranstaltung ein. Die Einladung sehen Sie am Ende dieses Artikels)

Herr Kirchner forderte auf, Lösungen gemeinsam mit den Brandenburger Gemeinden im „Speckgürtel“ zu suchen. Allerdings wird sich auch das individuelle Verhalten aller Verkehrsteilnehmer ändern müssen.

Alle Diskussionsteilnehmer forderten die zügige Veröffentlichung der Verkehrsuntersuchung für den Raum Nordost.

Dirk Stettner betonte, dass es ein tragfähiges Konzept für den Verkehr im Nordosten geben muss. Deshalb hat er gemeinsam mit Johannes Kraft diese Verkehrsvision 2030 entworfen. Sie fordern eine U-Bahn, weil mit dieser die meisten Fahrgäste befördert werden können. Eine Straßenbahnlinie zur Erschließung des Wohnungsbauprojektes Blankenburger Süden reicht auf keinen Fall. Herr Kirchner betonte, dass die Bahnhofstrasse in Blankenburg sich auf jeden Fall ändern wird. Die Blankenburger Bürgerinitiativen Wir sind Blankenburg fordern eine bessere Kommunikation zwischen ihnen und dem Senat.

Unser Vorsitzender, Steffen Lochow fand in dieser Verkehrsvision 2030 viele Punkte unserer Positionen wieder. Der S-Bhf. Bucher Strasse als Mobilitätshub (Umsteigemöglichkeiten zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln) oder den Regionalbahnhof Buch wird auch von unseren Mitgliedern favorisiert. Der Turmbahnhof Karow wird abgelehnt. Im Gespräch mit der Zeitung „Berliner Woche“ (vom 16. Oktober)  antwortete Steffen Lochow: „Gerade im Hinblick auf die geplanten Bauprojekte im Nordosten und den bevorstehenden Zuzug Zehntausender Menschen ist die Schaffung einer vernetzten Verkehrsdrehscheibe der einzige Ausweg aus der katastrophalen Verkehrssituation in der Region“. Die S 2 muss einen 10-Minuten-Takt auf der gesamten Strecke fahren. Ein Kiezbus in Buch müsste auf jeden Fall auch Panketal anfahren, um die Pendlerströme zu begrenzen.

Die Karower Initiativen haben an vielen Veranstaltungen, Planungs-konferenzen oder ähnlichem teilgenommen und leidenschaftlich diskutiert. Ihre Vorschläge finden leider kaum Berücksichtigung. Und auch in Karow sind die Strassen an ihren Belastungsgrenzen angekommen.

Die BI Elisabethaue Randbebauung stellte ihren Kompromissvorschlag zur Teilbebauung vor. Herr Kirchner begrüßte diesen Vorschlag, weil er von den Bürgern kommt und eine gute Grundlage für das weitere Verfahren ist. Auch in Buchholz soll neu gebaut werden, so in der Ludwig-Quidde-Strasse

Das es in unserer Region Wohnungsneubau geben wird, war allen Teilnehmern klar. Aber es darf nicht das Maximum geben, sondern das Machbare.

Die Zukunftsversion 2030 sieht u.a. die Verlängerung von Straßenbahnen- und S-Bahnlinien vor. 11 km Straßenneubau, 2 Mobilitätshubs, 7,2 km Tramgleise oder der Regionalbahnhof Buch sind Teile dieses Plans.

Herr Stettner und Herr Kraft zogen am Ende der Veranstaltung ein positives Fazit. Es darf aber nicht die letzte Veranstaltung dieser Art sein. Denn der Wohnungsneubau kommt – das steht fest. Jetzt gilt es, eine tragfähige, ja auch ambitionierte Lösung für alle Verkehrsteilnehmer in unserer Region zu entwickeln und diese dann in die Tat umzusetzen.

Ihr Andreas Wolf, Bucher Bürgerverein

Download (PDF, 475KB)

Bucher Straße bekommt neue Brücke über die A 114

Pressemitteilung vom 14.10.2019

Im Zusammenhang mit dem Neubau der A114 wird die Bucher Straße eine neue Brücke erhalten. Der Neubau ist Bestandteil der grundhaften Erneuerung der Baumaßnahme BAB A 114.

Damit der Verkehr auf der Bucher Straße während der Abbruch- und Neubauarbeiten der neuen Brücke weitestgehend ohne Einschränkungen verlaufen kann, wird eine Umfahrung südlich der bestehenden Brücke über eine Ersatzbrücke eingerichtet. Für die Dauer der Bauarbeiten wird der Verkehr der Bucher Straße über die Behelfsumfahrung geleitet und zu den Anschlussstellen geführt.

Die Bauarbeiten beginnen ab Dienstag, den 15.10.2019, und werden voraussichtlich Ende 2021 abgeschlossen sein.

Die Verkehrsführung auf der BAB A 114 wird in Höhe der Anschlussstelle Bucher Straße in beiden Richtungen angepasst. In Fahrtrichtung Norden (stadtauswärts) wird eine Fahrstreifenaufteilung in Richtung Autobahndreieck Pankow (linker Fahrstreifen) oder zur Ausfahrt Bucher Str. (rechter Fahrtstreifen) ausgewiesen.

In Fahrtrichtung Süden (stadteinwärts) wird der Verkehr in Höhe der Brücke von zwei auf einen Fahrstreifen reduziert. Das Einfahren von der Anschlussstelle Bucher Straße auf die BAB A 114 ist hier über einen gesonderten Fahrstreifen möglich.

Weitergehende Informationen zum Bauvorhaben: